Blog 1.0 Archiv - Parsimony
 
Updates Installieren
Donnerstag, der 25. November 2004 23:51 Uhr

Musik im Moment: keine

Wieso bin ich eigentlich gestern auf die Idee gekommen meine Internet-Programme Firefox und Thunderbird mal zu aktualisieren? Vermutlich weil... tja, ich weiß es selbst nicht mehr so genau. Einfach nur weil ich dachte jetzt wo die FF Version 1.0 (und somit die eigentlich offiziell erste RICHTIGE) auf dem Markt ist, sollte ich die dann auch installieren. Ging auch relativ problemlos... einige Erweiterungen laufen noch nicht so un bis ich mein schönes Theme wieder installiert hatte verging auch noch so einige Zeit.
Wirklich in den Wahnsinn getrieben hat mich dann aber das Update von Thunderbird. Ok, da war ich z.T. auch selbst schuld, weil ich vergessen habe immer wieder den Profil-Ordner unter C zu löschen bei der Neuinstallation, das konnte ja dann nicht klappen. Bei dem Versuch die schöne Tagzilla Erweiterung zu installieren, ist mir dann wieder alles abgeschmiert, also runterschmeißen, neu installieren (natürlich hab ich vergessen den Profilordner zu löschen und musste alles NOCH mal machen). Endlich alles eingerichtet, aber das mail versenden klappt auf ein Mal nicht mehr. Na super.... ich probiere seit einer Stunde aller Varianten raus und komme erst gerade kurz vor der Kapitulation zu der Erkenntnis dass ich bei meinem WEB.DE Account nen falschen SMTP Server angegeben habe. So kann das ja auch nicht klappen. :-(

Wieder mal also 90 Minuten mit der Lösung von Problemen verbracht, die ich mit Mircosoft Software sicher nicht gehabt hätte. Aber mit der Software hätte ich andere Probleme und außerdem geht nix über die wunderbar vielfältigen Anpassungsmöglichkeiten von Firefox und Thunderbid. Und jetzt läuft ja auch alles wieder ... und immerhin hab ich in diesen 90 Minuten bzw den ganzen Abend die Knabbereien nicht angerührt die ich mir hier eigentlich zu meinem TV und Lese-Vergnügen hingestellt hatte. Auch ne Form von Diät :-)

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Kluge UND witzige Frauen...
Donnerstag, der 25. November 2004 15:27 Uhr

Musik im Moment: Keine, denn ich bin gerade im Büro

Kluge UND witzige Frauen gibt es im Deutschen Fernsehen ja leider viel zu selten. Barbara Schöneberger ist da für mich die Ausnahme, die Frau ist schon echt klasse. Zumindest gefällt mir fast alles was ich von ihr sehe oder lese. Wie zum Beispiel dieses Interview bei Spiegel online... Auch wenn ich zum Thema "Anke Engelke" anderer Meinung bin :-)

Hier ein "Best of", aber das ganze Interview lohnt sich wirklich!

War "Girlscamp" einer dieser Fehler?
"Girlscamp"? Was war denn "Girlscamp"? Vier Folgen gemacht, 17 bezahlt bekommen. Also alles richtig gemacht. Man muss diese Dinge machen, um zu lernen, was man eigentlich nicht will.

[....]

Würden Sie, um etwas Neues anzubieten, einer Einladung ins "Dschungelcamp" folgen?
Das meinen Sie doch wohl nicht ernst?! Schauen Sie sich die Leute dort doch mal an und dann versuchen Sie bitte mir zu sagen, was ich mit denen gemein haben sollte. Ich hoffe fest, dass Ihnen nichts einfällt. Wenn ich Geld so nötig hätte, dann würde ich eher wieder bei "Hallhuber" T-Shirts zusammenlegen wie zu meiner Schulzeit. Das "Dschungelcamp" jedenfalls würde ich mir persönlich niemals erlauben.

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Die Rückkehr der Weihnachtsmänner...
Mittwoch, der 24. November 2004 15:44 Uhr

Musik im Moment: Bruce Springsteen „No Surrender“ (Rock-Antenne Bayern übers WWW )

Letzte Woche traute sich in unserer Fußgängerzone auf dem Vordach des Elektro-Fachhandels der erste ans Licht... am Wochenende in Köln auf dem Balkon des Dom-Hotels der zweite... und heute (genau einen Kalender-Monat vor Heilig Abend) sind sie hier bei mir schon nicht mehr zu übersehen.
Sie sitzen auf Dächern, klettern an Hauswänden oder Regenrinnen, in allen Größen, im schlimmsten Fall noch von innen beleuchtet und noch mehr als im letzten Jahr wünsche ich - sonst eigentlich total pazifistisch eingestellt - ein Luftgewehr, damit ich diese grauenhaft - peinliche - kitschige Weihnachtdeko von den Hausdächern schießen kann.

Weihnachtsbäume gibt’s hier ab heute übrigens auch schon zu kaufen *kopfschüttel*

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Tops & Flops der 47. KW
Montag, der 22. November 2004 16:44 Uhr

Musik im Moment: keine, sondern Remington Steele auf Video (Staffel 4)

Eine neue Rubrik für den Wochenausklang, allerdings etwas verspätet erst am Montag

Top
- Entdeckung im Supermarkt: Milka Zimtsterne Schokolade
- Bücherlieferung von Amazon (mit zwei Büchern, die ich allein schon von der Optik her diesmal total gut finde, wobei die Buch-Optik für mich sonst ja eher nebensächlich ist)
- Schmidts Imitation von Tims Mailbox Ansage
- KEC : DEG = 3:0 und in ausverkaufter Halle in der 59. Spielminute dann „Bye-Bye my Love, mach et joot“ singen
- ein geniales Wochenende mit wahnsinnig lieben Mädels in der schönsten Stadt am Rhein
- Edward Hoppers „Nighthawks“ im Original. Wahnsinn, wie das Licht da leuchtet!

Flop
- Das Wetter am Mittwoch und Donnerstag: Regen, Regen, Regen!
- Das Wetter am Samstag in Köln: Schnee-Regen und eisiger Wind auf der Domplatte
- Die Menschen-Mengen in der Hopper-Ausstellung im Museum Ludwig.


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Milka...
Montag, der 15. November 2004 22:51 Uhr

Musik im Moment: keine

Wer denkt sich bei Kraft Food eigentlich immer diese unverschämt leckeren neuen Milka Schokoladen Sorten aus? Weiß dieser Mensch eigentilch was er MIR "Schokoholikerin" damit antut? HILFE! Nach Milka Tricolade jetzt passend zur Weihnachtszeit: Milka Zimtsterne. Mein Gott wie göttlich. Warum müssen aber immer die ungesündesten Dinge so saulecker sein? Das hab ich mich ja bei den "sieben Todsünden" von Magnum (Langnese) vor 2 Jahren auch schon gefragt... bzw. da hab ich mich gefragt, warum die leckerste dieser sieben Magnum-Varianten unbedingt die "Völlerei" sein musste. Neid, Habgier oder sonst was hätte es doch auch getan, aber nein, ICH verfalle der Völlerei... fast schon im übertragenen Sinne. Das Leben ist echt ungerecht :-)
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Weihnachtslieder...
Sonntag, der 14. November 2004 11:49 Uhr

Musik im Moment: ganz unfreiwillig "Dreaming of a white Christmas" aus der Wohnung über mir

Und genau DAS ist auch der Grund dieses Eintrags. Wie kann man denn SECHS Wochen vor Weihnachten schon diese Musik dudeln lassen? Zuhause in seiner eigenen Wohnung? So laut, dass ich es hier unten auch mitkriege? Ohje, das wird sicher eine besonders besinnliche Adventszeit für mich in diesem Jahr ;-)

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Frauen in SUVs
Dienstag, der 9. November 2004 23:23 Uhr

Musik im Moment: ausnahmsweise mal keine

Warum man in unserem Land mit gut ausgebauter Straßen-Infrastruktur eigentlich riesige Geländewagen (fachneudeutsch ja SUV - Sport-Utility-Vehicle abgekürzt) fahren muss kann mir vermutlich bis an mein Lebensende niemand erklären. Und dass diese Fahrzeuge auch noch steuerlich irgendwie besser gestellt sind als normale PKW (nämlich als Kleinlaster oder so) und somit trotz Spritverbrauch von 15+x Litern/100km nicht sooo teuer sind im Unterhalt, erst recht nicht. Da könnte ich mich ja eh ewig drüber aufregen.
Aber egal, zurück zur Frage: Warum fährt man so was also? Oder besser gefragt warum fährt "frau" so etwas? Vor allem wenn man dann noch zu blöd ist mit so einem Riesenschiff in der Tiefgarage einzuparken?!?!? Ihr merkt, da hört es ja mit meiner Frauensolidarität schon wieder auf. Aber wenn ich erleben muss wie eine Frau hin und her rangiert um ihren SUV dann halb auf dem eigentlichen Parkplatz und halb auf dem breiten Behindertenparkplatz daneben (der somit natürlich nicht mehr im ursprünglichen Sinne genutzt werden kann) zu parken und das alles auch noch über einen Meter von dem ach so gefährlichen Pfeiler entfernt, dann bleibt mir nur noch eins zu sagen: "HIIIIIILFE!!!!" :-)

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Fahr Bus & Bahn...
Samstag, der 6. November 2004 15:09 Uhr

Musik im Moment: „All you gotta do is feel“ & „April Snow“ - Marie Fredriksson

Normalerweise fahre ich ja meist automatisch mit der S-Bahn / Bus wenn ich z.B. zum nächsten SATURN will und nix Sperriges kaufen will. Natürlich ist man mit dem Auto flexibler, aber nicht unbedingt schneller. Ok, man muss am Wochenende im Auge behalten, dass die S-Bahn nur halbstündlich fährt, aber man kann sein Shopping-Tour ja dran anpassen.
Mein Bruder meinte dann aber, dass er auch gleich noch zu SATURN wollte und da er mit dem Auto fährt, hab ich halt auf ihn gewartet, weil ich dachte, bei dem Regen vom Hbf zur Bushaltestelle und dann von der Bushaltestelle zum SATURN ist nicht so komfortabel wie von Garage ins Parkhaus
Komfortabel war’s dann zwar wirklich, aber wir haben nach unserem kurzen Einkauf (wir wussten ja beide was wir holen wollten/mussten) ungelogen 35 Minuten gebraucht um aus dem Parkhaus rauszukommen, weil es in der Mittagszeit einfach die Hölle war. Es ging nix vor und zurück, bis mal kurzzeitig die Einfahrts-Schranke geschlossen oder sonst wie von den Sicherheitsleuten Autos blockiert wurden. Der Stau (der ins Parkhaus-Fahrenden) hat sich allerdings dann über die Zufahrtsstraße, einen Kreisverkehr, noch eine Straße und noch eine Kreuzung fortgesetzt. Allerdings eben nicht in unsere Richtung, zum Glück. Aber irgendwas ist da doch sehr fehl konstruiert.
In der Zeit, die wir also insgesamt mit dem Auto gebraucht haben, wäre ich locker auch mit Bus & Bahn wieder zu Hause gewesen. Und geregnet hat es auch nicht gar nicht mehr ;-)
Naja, egal, ich hab endlich neue Boxen für meinen PC, der ja auch mein CD-Player und mein Radio ist (weil ich keine Stereo-Anlage habe) und kann somit in Ruhe die neue CD von Marie Fredriksson hören, die heute endlich in meinem Briefkasten gelandet ist. *freu*

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Alles eine Frage der Perspektive...
Donnerstag, der 4. November 2004 20:31 Uhr

Musik im Moment: keine (siehe unten)

Ein schönes Zitat in einem ZEIT-Artikel über den VfL Wolfsburg (im Moment Tabellenführer der Fußball-Bundesliga)

Also investiert man in Wolfsburg für Platz 7 – und hofft am Ende auf Rang 5 bis 8. »Dieser Platzierung nähern wir uns im Moment von der richtigen Seite«, sagt Klaus Fuchs, der Geschäftsführer des VfL. So klingt Spitzenreiter auf Wolfsburgisch.

Irgendwie doch Sehr sympathisch, oder? Dabei ist mir Fußball ja ziemlich egal. Aber der DEL Aufsteiger aus Wolfsburg ist so schlecht auch nicht in die Saison gestartet und DAS hat mich doch ein bisschen überrascht. Ok, im Moment sind sie vorletzter, aber es ist noch relativ eng beisammen da unten.
Spitzenreiter sind natürlich *g* meine HAIE und unsere Tipprunde bin ich auch endlich wieder auf Platz 1. (im Moment zumindest noch *g*)

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Professoren
Donnerstag, der 4. November 2004 20:30 Uhr

Musik im Moment: Keine, sondern Fernsehen: Nachrichten bzw. Fußball (war zu faul zum Umschalten)

Ein Fachkongress in Gelsenkirchen. Begrüßungen der TeilnehmerInnen werden dort anscheinende immer noch mit dem klischeehaften „Glück Auf!“ beendet. Dabei war der Redner gar nicht aus dem Ruhrgebiet, sondern aus Münster. Machte das Ganze noch klischee-hafter.
Nett war aber ein älterer Prof., der zwei Folien mitgebracht hat... RICHTIGE Folien für den Overhead-Projektor. Ja, die Dinger gibt es noch. Aber vermutlich wird sich die Studenten-Generation in 5 oder spätestens 10 Jahren nicht vorstellen können, dass man früher mal was auf echte Folien kopiert hat und eben nicht alles über PPT und Beamer an die Wand geworfen hat. Der Prof. wollte nach der „Titel des Referats“-Folie dann die nächste mit der Gliederung seines Vortrags auflegen, aber die hatte er noch in seiner Aktentasche. Kommentar von ihm selbst, als er die erst suchen musste:

“Man sagt ja immer, wir Professoren wären ein bisschen vertrottelt und vergesslich... das muss man ja hin und wieder auch mal bestätigen, sonst glaubt das ja niemand mehr“

Echt sehr nett. Und dann noch als Kommentar dazu, dass er eben gar keine Folien mit „Inhalt“ hatte (also wie man sie ja in PPT hat oder so zu haben meint) der Spruch des Tages (für mich zumindest):

“Sie kennen doch den Spruch:

Hat er Folien oder hat er was zu sagen?“

Und außerdem hab ich gelernt, dass wir hier in Deutschland auch nach der EU-Osterweiterung immer noch eine - oft übersehene, aber real existierende - EU-Außengrenze haben. Woher der Referent stammte, der das erzählt hat, darf gerne selbst erraten werden.

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Barbara Schöneberger und der Disco-Effekt
Samstag, der 23. Oktober 2004 23:43 Uhr

Musik im Moment: keine, weil der Fernseher läuft

Ich schaue gerade nebenbei "Genial daneben", amüsiere mich wieder mal königlich und fand ein Kommentar von Barbara Schöneberger ist es echt hier archiviert zu werden

Die Frage war "Was ist der Disco-Effekt?" Übrigens eine der seltenen Fragen, deren Antwort ich - aus beruflichen Gründen - sofort wusste und mich leicht gewundert habe, dass der Begriff anscheinend doch gar nicht so weitläufig bekannt ist. Der Disco-Effekt entsteht unter Umständen an Windkraftanlagen (WKA) und ist der Licht - Schatten - Wechsel der durch die bewegenden Rotoren entstehen kann. Wird oft von Kritikern vorgebracht gegen Windräder, aber bei der heutigen und modernen Technik und Standortplanung ist das eigentilch gar kein Problem mehr. Aber natürlich gibt es immer wieder Menschen, die in der Nähe von WKA wohnen, und sich darüber beschweren.
Barbara Schöneberger meinte dann eben abschließend zum Thema "Anwohner klagen über den Disco-Effekt von Windrädern"

"Dann müssen die Leute halt in die Nähe eines Atomkraftwerks ziehen!"

Natürlich nicht "pc" als Antwort, weil es in der Vergangenheit ja wirklich hin und wieder Probleme für die Anwohner gab und auch in Zukunft sicher nich 100% ausgeschlossen werden können und diese Sorgen muss man ja schon auch ernst nehmen. Aber im Prinzip hat sie doch Recht! Ich fand's auf jeden Fall eine coole Antwort. Deswegen steht sie jetzt ja auch hier :-)

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Ikarus und der Panther
Samstag, der 23. Oktober 2004 15:18 Uhr

Musik im Moment: Ikarus - „Der Panther“

Gestern war ich auf dem JULI Konzert in Wuppertal. Das Konzert war super gut, alles weitere von mir dazu im Forum von Es ist Juli. An dieser Stelle muss ich aber mal Werbung machen für eine - wie ich fande - ziemlich gute junge rockige Newcomer Band. Aus Wuppertal. Die haben eben gestern Abend „supportet“ wie es im furchtbaren Neu-Deutsch heißt, aber eben schon ziemlich eingeheizt. Ok, natürlich war es für sie ein Heimspiel, was man im Publikum auch gemerkt hat, also es waren schon viele Freunde und Bekannte da. Aber auch der Rest fand die Band ganz gut, wenn man die Stimmung und Applaus mal als Maßstab nimmt. Im Gegensatz zur 2. Vorband „Nachtwandler“ (???) aus Frankfurt, die waren furchtbar schlecht, deswegen spare ich mir hier jeden Kommentar.
Zurück zu Ikarus: Sehr rockig, in Richtung Alternative Rock, was live auf jeden Fall noch besser rüber kam als auf der Mini-CD (3 Lieder) die man kaufen konnte, was ich dann doch auch mal direkt getan hab. Solche Bands muss man doch unterstützen ;-) Auf der CD nehmen sie sich fast ein bisschen zurück, live gingen die echt voll ab. Total gut! Und ich glaube, was mich am meisten beeindruckt hat, war die coole Idee, den „Panther“ von Rainer Maria Rilke zu verrocken. Das Lied spielten sie ganz zum Schluss, nachdem der „Fanclub“ vor mir es schon von Anfang an eingefordert hatte und bei den ersten Zeilen dachte ich noch: „Moment mal ist das etwa...“ und dann war’s mir aber schnell klar. Der Panther von Rilke. Fande ich ein super Idee und ich finde den Song auch gut gemacht. Hier mal eine kurze Kostprobe zum Anhören.

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Frauen auf Kegelclub-Tour
Freitag, der 22. Oktober 2004 16:56 Uhr

Musik im Moment: Roxette - Things will never be the same

Ich merke immer wieder, dass es mit meiner Solidarität mit meinen Mit-Frauen nicht so weit her ist. Zumindest nicht mit allen Frauen, nur weil sie Frauen sind. Heute liefen mir wieder mal solche Exemplare über den Weg, für dich ich mich kollektiv erstmal in Grund und Boden schäme, weil so was meinem Geschlecht angehört. Wobei... in der männlichen Variante sind die auch peinlich, also eigentlich ist es geschlechter-unabhängig. :-)

Düsseldorf Hbf, 13.15 Uhr, Regional-Express Richtung Zuhause. Auf der Suche nach einem Sitzplatz kommt mir ein halbes Dutzend sonnengebräunter, dauergewellter Frauen zwischen 25 und 55 entgegen. Alle mit einem kleinen Koffer in der Hand und SEHR gut gelaunt. Da wusste ich im Prinzip schon, was mir in den 30 Minuten Zugfahrt blüht.

“Wir suchen das Raucherabteil, wo ist denn hier das Raucherabteil?!?!?“

Raucherabteile gibt es in diesen REs schon seit längerem nicht mehr. Zum Glück! Naja, das merkt auch der (wie ich zu dem Zeitpunkt erst vermutete, später aber leider erfahren musste) Kegelclub auf Wochenend-Tour. Für 48 Stunden "Ausgang", die Männer und Kinder zuhause gelassen, und dementsprechend „lustig“ wird auch direkt schon gefeiert.
Alle anderen Mitreisenden schauen sich amüsiert bis genervt an und verdrehen mehr und mehr die Augen angesichts des lauten, aufdringlichen, überdrehten Geschnatters das vom Ende des Wagens durch den gesamten Wagen schallt. 45 Minuten werden sie jetzt in diesem Zug sitzen. (wie mehrmals betont wurde und für uns alle somit nicht zu überhören war). Ohne Zigarette? Geht scheinbar nicht. Sucht ist schon was furchtbares. Die ersten Kegelschwestern verziehen sich mit ihrer Zigarette in den Verbindungsgang zwischen den Waggons, die anderen haben aber nach dem ersten Schnaps gar keine Hemmungen mehr, machen das Fenster auf und die Zigarette an.
Wenn ich auf dem Weg zur Tür an dieser Truppe vorbei gemusst hätte, hätte ich mir es vermutlich nicht verkneifen können, also spießige Spielverderberin darauf hinzuweisen, dass es a) zieht und b) ein Nichtraucher-Waggon ist. Aber Gott sei Dank (für wen überlasse ich dem geneigten Leser *g*) musste ich zum Aussteigen in die andere Richtung. Aber denen einen reinzuwürgen hätte mir doch irgendwie Spaß gemacht. Ja, ich weiß, ich bin gemein, aber bei Menschen die nachmittags um 13.30 Uhr lautstark

Gut Holz! Gut Holz! Gut Holz! - Wie kommen wir zusammen? Sternförmig? - Wie gehen wir auseinander? Sternhagelvoll? - Warum? Weil wir so SEXY sind!

durch einen Zug-Waggon gröhlen, kann ich einfach nicht nett sein! Über die kann ich auch nix Nettes sagen. Soviel zum Thema „Frauensolidarität“!

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Geldwäsche
Donnerstag, der 21. Oktober 2004 23:23 Uhr

Irgendwie scheint in meinem Leben zur Zeit nicht viel zu passieren, was ich hier bloggen kann (oder will *g*). Ich klaue jetzt aber mal für die Zukunft eine Rubrik-Idee bei Melli, die parsimony leider nicht anbietet.

Musik im Moment: Marie Fredrikssion - "All about you" (leider nur als Ausschnitt)

Das einzig Bemerkenswerte in meinem Leben ist im Moment wohl wirklich, dass ich heute einen 5-€ Schein in meiner Waschmaschine gefunden habe. Und wirklich bemerkenswert ist, dass ich den bisher noch nicht mal vermisst habe *g* und nun auch gar nicht weiß aus welchem Kleidungsstück der stammt oder seit wann der vielleicht schon in einer Wasserpfütze in der Gummi-Dichtung der Tür schwimmt :-) Er sieht jetzt getrocknet auch noch ziemlich normal aus (ok, wenn man genau hinschaut, sieht man schon dass die Farbe zum Teil abgewaschen ist) aber ich hoffe dennoch, dass ich den bald unauffällig irgendwo eingetauscht kriege. Aber falls nicht, müßte doch jede Bank den eigentlich eintauschen, oder? Tja, wie gesagt, ICH hab Probleme *g*

Morgen abend ist endlich Juli-Konzert in Wuppertal, dann Sonntag Eishockey in Köln, Montag Phantasialand, Dienstag Abend wieder Eishockey... so ein Streß aber auch. Kein Wunder, dass ich nicht zum bloggen komme. Aber wenn auch nix passiert... ok, ich höre schon auf.

Zum Schluss noch ein paar Zeitungs-Artikel Tipps aus der aktuellen ZEIT

"Fernsehweh" und Wim Wenders Kritik an "Der Untergang"

Was hat denn wohl ein unregelmäßig auftauchendes, nicht weiter schlimmes, aber doch irgendwie leicht beunruhigendes leichtes Zwicken im rechten Unterbauch (so neben dem Bauchnabel) eigentlich für Ursachen? Blinddarm ist es wohl diesmal sicher nicht, denn das (Blindarmreizung mit 39 °C Fieber hatte ich letztes Jahr um die Zeit, das war eindeutig schlimmer). Aber komisch ist das jetzt seit Anfang der Woche schon.

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Katharina Rutschky
Donnerstag, der 14. Oktober 2004 14:59 Uhr

Diese Frau war mir ja bis heute mittag noch gar kein Begriff, aber ich werde mich wohl bald mal auf die Suche nach einigen ihrer Texte machen, denn irgendwie finde ich viele von ihren Ansichten ziemlich genial. Entdeckt habe ich sie in einem Interview bzw. GEspräch gemeinsam mit Bastian Pastewka in der aktuellen Ausgabe von "Chrismon", einer monatlichen Beilage in der Zeit

BEGEGNUNGEN: Hartz IV, Rechtschreibreform, deutscher Feminismus und 18er-Schrauben: Was der typische Spießer damit zu tun hat, erklären eine Essayistin und ein Komiker"

Sehr lesenswert! Eine der schönsten Aussagen von ihr (zum Thema "Gegner der Rechtschreibreform)

Der Herr Denk (Gründer der Initiative „Wir gegen die Rechtschreibreform“, Anmerkung der Red.) zum Beispiel beschäftigt sich seit zehn Jahren mit der Rechtschreibreform! Der hat sich leider nie gefragt: Ist das deutsche Komma wirklich mein Leben wert? Über so was bin ich erschüttert.

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Wohnst du noch...
Dienstag, der 12. Oktober 2004 21:06 Uhr

oder lebst du schon?

Oder Zitat Mariele Millowitsch bei Maischberger (ok, zugegeben sie sagt es in einem ganz anderem Zusammenhang):

Ich wollte nur mal kucken. Ich wollte einfach nur mal kucken.

Bei IKEA „einfach nur mal so ein bisschen kucken“ resultierte darin, dass ich nach nur einer halben Stunde Aufenthalt eine mit eigentlich zur Zeit gar nicht dringend benötigtem Zeug vollgestopfte blaue IKEA Tasche (wer kennt sie nicht?) nach Hause schleppte und gut 60€ ärmer war. Aber auch gut gelaunt. Dank neuer Bettwäsche, Duftkerzen, Kerzenständer (die allerdings gar nicht so passen, wie ich mir das vorstellt hatte - egal, waren im Angebot), Potpurri, Kleiderbügel und nicht zu vergessen: Gafel Kanelbullar und Marabou Apelsin Krokant.
Im Schweden Shop an der Kasse stand dann eine Frau mit einer süßen blonden Tochter vor mir und ich hab mich gar nicht groß über ihren Akzent gewundert, bis sie aber ihre Tochter mit „Vill du ha glas?“ ein Eis-hörnchen fürs Soft-Eis in die Hand drückte. Ach ja, das waren doch vertraute Töne ;-)
Irgendwie bin ich im Moment wohl leicht in gute Stimmung zu versetzen. Mag aber auch daran liegen, dass ich gestern überraschend schon sehr frühzeitig mit dem Oktober-Gehalt mein Weihnachtsgeld bekommen habe. Hatte abrechnungstechnische Gründe und eigenlicht ist es ja egal, wann man das kriegt (brauchen kann man es immer) aber immerhin konnte ich so guten Gewissens diese schon länger geplanten IKEA Trip machen und hemmungslos alles was mir gefiel in die gelbe Einkaufstasche packen. Und dabei wollte ich eigentlich wirklich nur nach der Elch-Bettwäsche kucken *g*

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An der nächsten Ampel...
Samstag, der 9. Oktober 2004 01:46 Uhr

.... sehen wir uns wieder.

Heißt es doch so schön, oder? Leicht im Streß, weil zu spät von zu Haus weggekommen und deswegen angenervt, war ich heute abend auf dem Weg zu einer Freundin. An einer Ampel (die zur Zeit wegen Baustelle etwas unübersichtlich ist) erlebe ich direkt vor mir mal wieder einen "typischen Benz-Fahrer", der den Bus, der ihm anscheinend zu langsam anfährt überholt. Links rüber auf die Abbiegespur, volle Kanne über die Gegenspur, dann wieder zurück auf die normale Spur und Vollgas. Bis zur nächsten Ampel. Da steht er inmitten einer Vielzahl von Autos auf der rechten Spur, während ich rechtzeitig auf die relativ freie linke ausweiche. Mit ziemlicher Schadenfreude ziehe ich also an ihm vorbei. Kurz danach höre ich im Radio vom Ausgleichstreffer der Haie in Düsseldorf (der Sieg ging später auch an uns *strike*!) und direkt im Anschluss läuft "How do you do!" von Roxette aus dem Jahr 1992. Ewig nicht mehr gehört. Aber nach wie vor eine meiner Lieblings-Single von Roxette. So schnell und so einfach kann man meine Laune steigern ;-)

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Im-Weg-Stehen-Bleiber
Mittwoch, der 6. Oktober 2004 15:14 Uhr

Vor lauter Freizeit-Stress komme ich gar nicht so dazu hier all das festzuhalten von dem ich im Laufe des Tage denke „das musst du bloggen!“ :-)

Im-Weg-Stehen-Bleiber: wer kennt sie nicht. Ok, sie treten nicht immer und überall auf... oder vielleicht doch und an guten Tagen sieht man großzügig über sie hinweg. Gestern war in der Hinsicht dann wohl ein schlechter Tag. Überall kamen sie mir in die Quere. Auf dem Weg vom Büro in die Altstadt beim Aussteigen aus der Straßenbahn. Wieso steht man als wartender oder einsteigender Fahrgast - genaueres war nicht zu definieren, weil ->) wirklich mitten auf der Wartefläche der Halstelle? Also nicht ein paar Schritte zurück an der Absperrung zur Straße, wenn man eh noch nicht einsteigen will. Und auch nicht direkt am Fahrzeug, für den Fall das man doch einsteigen möchte. Nein, sondern genau mittendrin, so dass alle, die ein- oder aussteigen wollen um einen herumlaufen müssen.
Ok, dann noch kurz in den Woolworth (dumm, wenn man permanent seine Kulis verlegt oder verliert), die Rolltreppe rauf und ZONG! Beinah-Zusammenstoß mit einem von diesen Menschen, die am Ende der Rolltreppe erst mal kurz stehen bleiben um sich zu umzusehen. Wie sollte man auch auf die Idee kommen, dass die rollende Treppe hinter einem gnadenlos den nächsten „Fahrgast“ (oder heißen die da auch Beförderungsfälle) ausspuckt. Am Bahnhof gab’s dann zur Abwechslung mal keinen Zusammenstoß, den Zug nach Köln hab ich auch noch erreicht, weil der Verspätung hatte, der nächste „das gibt’s doch nicht“ Moment gab’s dann am/im Parkhaus der Kölnarena.

Meine Brüder waren mit dem Auto zum Spiel gekommen und ich wollte meine Sachen im Kofferraum verstauen damit ich nicht so viel mit reinschleppen muss. Wir laufen also 4 Etagen die Treppe runter, die die auch raufgekommen sind, nur um unten festzustellen, dass das wohl eine Nottreppe war, von der man von dieser Seite aus gar keinen Zugang zum Parkhaus hat. Wieder rauf, nächster offizieller Eingang (P3/P4), wieder bis nach unten. Wir suchen Parkplatz 84.

„Das sah hier aber vorhin alles irgendwie anders aus!“

Und auf 84 steht gar kein Auto. Einmal durchs große Parkdeck geirrt, ahnungslose Mitarbeiter befragt, bis wir dann auf den Dreh gekommen sind, dass mein Bruder in P4 geparkt hatte, aber wir uns in P3 befanden.

„Ich merke mir doch die Parkhaus-Nummer nicht! Was weiß denn ich, dass es hier mehrere Parkhäuser zusammen nebeneinander gibt!“

Jaja, wenn die Jungs vom Land einmal mit dem Auto in die große Stadt fahren ;-) Aber ich bin ungerecht, ich hätte mir das vermutlich auch nicht gemerkt bzw. nicht realisiert, dass es 2 Parkhäuser sind. Ich hab auch nur eine Ein-/Ausfahrt gesehen, also ganz so offensichtlich, wie der Parkhaus-Typ uns das dann vermitteln wollte, war es eben doch nicht.
Pünktlich zum Spiel-Beginn stand ich dann – leicht angenervt (hatte ich erwähnt, dass ich in Düsseldorf in der Altstadt auch noch in einen absoluten Wolkenbruch geraten und somit unten rum etwas angeklatscht war) – auf meinem Platz. Spiel war so lala, Stimmung auch, aber immerhin gewonnen, das ist die Hauptsache. Und warum sich manche Leute in der Drittelpause auch unbedingt auf der Treppe unterhalten müssen und somit allen anderen, die dringend was essen, zum Klo oder sonst was wollen so richtig schön mitten im Weg stehen, hab ich mich dann auch nur noch ganz kurz gefragt und mich dann damit abgefunden. Vermutlich ist das dann manchen Tagen einfach so ;-)
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Dieter Nuhr!
Montag, der 4. Oktober 2004 13:41 Uhr

Ein kurzer Web-Tipp, damit am Wochenanfang die Laune steigt.

Dieter Nuhr

und da dann die Tagebuch-Einträge lesen. Schönstes aktuelles Zitat (aus dem Eintrag zu dem Mitternachtsspitzen)

Ich bin ohnehin lieber wach, wenn Florian Silbereisen schläft. Da ist die Gefahr nicht so groß, dass man sich begegnet. Leute, die falsche Musik hören, will ich gar nicht kennenlernen. Das klingt intolerant. Ist es auch. Aber Intoleranz hat gegenüber Volksmusik einen großen Vorteil: Sie ist leise.

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O2 SMS Service
Samstag, der 2. Oktober 2004 10:46 Uhr

Tiefschlaf oder zumindest das, was ich dafür halte. Im Traum klingelt auf einmal etwas, was da auf gar keinen Fall hingehört. Ich kämpfe mich also aus dem Schlaf in den Wachzustand und hau blindlings auf die Aus-Taste des Weckers. Es klingelt weiter. War ja auch gar nicht der Wecker, denn da geht schließlich das Radio an. Ich drehe mich um: 7.04 Uhr. Und ich war doch erst um halb zwei im Bett *gähn*
Immer noch nicht ganz wach versuche ich das Klingeln zu identifzieren: Tür oder Telefon? Eindeutig Telefon. Wie gut, dass es auf der Ladestation liegt, sonst müsste ich es auch noch suchen.... nach knapp 5 Stunden Schlaf eine unlösbare Aufgabe.
Im sicheren Glauben, dass derjenige, der mich anruft wegen des ewigen Wartens eh schon aufgegeben hat, gehe ich trotzdem noch ran und murmel verschlafen meinen Namen. Am anderen Ende eine weibliche Stimme, die ich erstmal gar nicht identifzieren kann. Sie erzählt was von O2 und SMS Service und ich registriere immerhin dass es eine Computer-Stimme ist. Dann sagt sie, "Hallo Sanne, wir fahren erst gegen 18 Uhr los zur Eishalle usw.", und bietet mir, glaube ich (wie gesagt Halbschlaf) an mich direkt mit dem Anrufer dieser Nachricht zu verbinden ("Hah, mein Bruder würde sich freuen!") oder die SMS einfach zu löschen. Gesagt, getan, schlurfe ich wieder Richtung Bett, muss kurz überlegen, welcher Wochentag überhaupt ist und ob ich nicht eh direkt auf bleiben kann/muss. Merke siedenheiß, dass ich, wenn es ein Arbeitstag wäre, ziemlich verschlafen hätte, um dann aber zu realisieren, dass Wochenende ist.
Vorm Wieder-Einschlafen frage ich mich noch, warum mein Mobilfunk-Anbieter O2 meine Festnetz-Nummer weiß um eine SMS zuzustellen und warum die sowieso nicht ganz einfach auf dem Handy ankam gestern abend. Sehr merkwürdig! Jetzt gerade - in wachem Zustand - fiel mir dann ein, dass mein Bruder ja mit Rufnummer-Mitnahme auch längst bei O2 ist und er vermutlich aus Versehen die SMS an die Festnetz statt die Handy-Nummer geschickt hat. Immerhin weiß ich jetzt auch, dass auch solche SMS ihren Adressaten erreichen. Wenn auch mit 14 Stunden Verspätung :-)
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Die Iserlohn Rooooooosters!
Samstag, der 2. Oktober 2004 01:02 Uhr

... haben wirklich „die besten Fans der Liga“, dass muss ich auch als Haie-Fan anerkennen. Was ich aber auch ganz neidlos tue, denn sonst wäre ich sicher nicht so oft und so gerne in Iserlohn, wenn die Haie ein irgendwo ein Auswärtsspiel haben und ich somit nicht in der Kölnarena (KA) bin :-)
Im Vergleich zum leider doch immer eher verhaltenen KA Publikum ist am Seilersee die Stimmung immer ziemlich klasse. Während des Spiels und nach dem Spiel bei der After-Game-Party im Partykeller erst Recht. Ok, heute war die Musik sehr Apres-Ski-lastig, was ich ja - wenn überhaupt nur im Vollrausch ertrage, der aber nach dem Eishockey selten vorhanden ist, weil ich ja immer die Fahrerin bin. Ok, wenn ich ehrlich bin, trinke ich auch sonst nie bis zum Vollrausch, Schlechte Apres-Ski-Musik ertrage ich so oder so nicht! Falls jemand dachte, der Holzmichel wäre schon die unterste Schublade, der kennt das Lied von den „singenden Kängerus“ noch nicht. Kurz bevor wir gegangen sind, lief dann aber doch tatsächlich ein Klassiker von... Udo Jürgens. Wenigstens etwas.

Das Spiel an sich gegen die Frankfurt Lions (den amtierenden Deutschen Meister, der aber zur Zeit auch genau wie der IEC am Tabellen-Ende herumgeistert) fiel in die Kategorie „Not gegen Elend“. Entsprechend ging es unentschieden aus und ich, die ja für Penalty eh keine Nerven hat, hab echt gelitten. So spannend.
1. Runde: Tor für die Lions, der Iserlohner verschießt.
2. Runde: Beide Spieler verschießen.
3. Runde: Der Frankfurter verschießt, Kevin Mitchell schafft für den IEC den Ausgleich mit einem Penalty wie ich ihn noch nie gesehen habe. Genial!
4. Runde: Wieder verschießen beide.
5. Runde: Der Frankfurter trifft, aber Martin Knold vom IEC auch.
Also immer noch unentschieden, jetzt ändert sich die Reihenfolge, der IEC fängt an.
6. Runde: beide verschießen.
7. Runde: Martin Knold verwandelt zum 2. Mal und.... Jaaa! Dimi hält den Schuss des Frankfurters.

WAHNSINN! Entsprechend wurde dann die Mannschaft auf dem Eis gefeiert. Wenn man sich vor Augen hält, dass die Haie bis zur letzten Saison fast zur Ehrenrunde geprügelt werden mussten, ist man als Fan ja schon damit zufrieden, dass es in Köln jetzt immerhin direkt eine Ehrenrunde gibt. Was wir sicher auch unserem neuen Kapitän zu verdanken haben, aber das ist echt ein Thema für sich. In Iserlohn gibt’s aber ein viel schöneres Ritual... vielleicht können wir das Brad & seinem Team das auch noch angewöhnen:

Nach lautstarkem „Wir wollen die Mannschaft sehen“ kommen die Roosters zurück aufs Eis
„Hinsetzen, Hinsetzen“ - Die Fans setzen sich auf die Stufen und die Mannschaft lässt sich auf dem Eis nieder
Dann werden die beiden Trainer eingefordert: „Doug Mason“ - „Teal Fowler“. Beide schlittern übers Eis zur Mannschaft. In der Hand Sitzkissen, damit sie sich in ihren normalen Anzügen auch aufs Eis setzen können.
Fehlt nur noch der verletzte Spieler: „Igor Alexandrov“ und „Ohne Igor fangen wir nicht an.“ - Igor ist dann aber wohl wirklich verhindert.
„Gebt mir ein H...“ - Humba Tätärä, die 1. Die Mannschaft bleibt sitzen.
„Gebt mir ein H...“ - Humba Tätärä, die 2. Die Mannschaft steht auf und hüpft mit.
Krönender Abschluss... (passiert aber auch nicht immer) „Wir wollen die Raupe sehen“ - und die Mannschaft macht sie!

So schön kann Eishockey sein. Ok, das Spiel an sich war ja echt scheiße, aber das vergisst man dann schnell, wenn man anständig feiert hinterher. Wieso kriegen wir das in Köln nie so hin? Liegt es an den Fans, die so etwas nicht einfordern? An dem „Opern-Publikum“, dass eh schon vor Ende des Spiels Richtung Parkhaus aufbricht? An der Mannschaft, die solche Traditionen einfach nicht kennt? Am Trainer und Kapitän, die solche Rituale nicht wirklich schätzen? Wobei Brad Schlegel da im Moment schon mal einen guten Anfang macht? Liegt es an der riesige Halle, in der Fans auf den Rängen und die Mannschaft auf dem Eis viel zu weit auseinander sind?
Fragen über Fragen.... Und egal, wie toll die Stimmung am Seilersee ist, die Roosters bleiben dennoch „nur“ meine Nr. 2. Und wenn sie am Dienstag zu Gast in der KA sind, werde ich garantiert keine Rücksicht auf sie nehmen. Oder darauf, dass zwei meiner Brüder als Anhänger der Roosters dabei sind. Immerhin wollen die, dass ich sie hinterher nach Hause fahre, womit ich auch wieder beim Anfang dieses Eintrags gelandet wäre. Schöne runde Sache, oder?

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Zwiebelfisch I
Freitag, der 1. Oktober 2004 09:46 Uhr

Ich lese die Zwiebelfisch-Kolumne bei Spiegel Online eigentlich sehr regelmäßig und kenne somit vermutlich fast alle Texte schon. Dennoch hab ich das dazugehörige Buch gekauft und gerade beim Lesen in der S-Bahn vermutlich wieder mal meine Mitreisenden irritiert, weil ich in leichtes Lachen ausgebrochen bin... morgens um 7.45 Uhr.
Aber manche Sachen sind einfach zu gut, weil wirklich haarsträubende Dinge aufgedeckt werden und sie eben auch so witzig erzählt sind. Hier mal ein entsprechender Ausschnitt aus der Kolummne "Die oder das Nutella?"

[...] "Es heißt aber trotzdem DAS Nutella. Glaub mir, Schatz, isso!"
"Isso" ist die Kurzform für "Ich schrei sonst" und bedeutet sinngemäß: "Weitere Argumente fallen mir im Moment nicht ein." Damit ist das Thema jedoch noch lange nicht vom Tisch.
[....]
Eine sprachwissenschaftlich fundierte Begründung, warum Schokoriegel immer sächlich sind, hat der Verfasser dieses Textes momentan nicht zur Hand. Daher bedient er sich des ultimativen Arguments: Isso! Und damit zurück zur Ausgangsfrage.

Auch sehr schön aus dem Text "Deutschland, deine Apostroph's"

Ach ja, die gute alte Normalität! - als "Clarissa's Hairstudio" noch "Frisörsalon Lötzke" hieß -, wo ist sie hin?
[....]
Nun, es scheint, müssten mit diesen Blattern leben. Wir haben uns an Phänomene wie Modern Talking und die "Oliver Geissen Show" gewöhnt und an Wörter wie "Airline", "Basement" und "Lifestyle". (Wer sagt schon noch Fluglinie, Untergeschoss und Lebensart?), also werden wir auch damit fertig.

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"Grabbeltische" in der Mayerschen
Donnerstag, der 30. September 2004 09:11 Uhr

Beim Shopping letzte Woche bin ich ja noch standhaft geblieben und hab bei den Taschenbuch-Wochen in der Mayerschen noch nichts gekauft, weil ich im Moment eigentlich viel zu viele Bücher hier rumliegen habe und da trotz der großen Auswahl eigentlich auch nichts zu finden war, was ich unbedingt haben musste. Am Dienstag in Köln ist es dann doch passiert, aber die Verkaufstaktik des Ladens ist natürlich auch geschickt auf kostenbewusste Buch-Liebhaber eingerichtet. Je Buch 2€, ab 10 Büchern pro Buch 1,50€. Ohne dass man es eigentilch wirklich will, fängt man also an mehrere Bücher zu suchen, damit sich der Einkauf auch lohnt. Bekloppt, oder?
Melli machte dann den - vermutlich gar nicht so ernst gemeinten - Vorschlag sich doch wegen der 10 einfach mit einer anderen Kundin zusammen zu tun (oder kam der Vorschlag von der Kundin?), die war auch gar nicht abgeneigt. Die haben wir allerdings erst noch mal aus den Augen verloren, aber als wir dann merkten, dass wir zu zweit nur auf 7 kommen und nicht noch sinnlos zusätzliche Bücher kaufen wollten, obwohl es bei 8 schon billiger gewesen wäre, 2 dazu zu nehmen und dann 10 zu bezahlen (das rechne ich jetzt aber NICHT vor *g*), haben wir die Kundin wieder gesucht und die war immer noch da und auch noch immer interessiert und somit war die Mayersche mal eben 14 Bücher los. Schon 'ne witzige Aktion.
Highlight beim Durchwühlen der Kisten war ja, dass ich permanent auf "Dieter Bohlen - Nichts als die Wahrheit" gestossen bin. War das sein 1. oder sein 2. Buch? Wie auch immer, 2€ Grabbeltisch ist und bleibt 2€ Grabbeltisch ;-)
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Sechs mit Gummi
Montag, der 27. September 2004 10:32 Uhr

Dieses Motiv ist wohl im Moment in Köln plakatiert

Find's sehr witzig. Das * erklärt dann ganz lapidar: Sechs Spieler pro Mannschaft. Eine Hartgummischeibe. Eishockey!

Hab damit nun auch einen neuen Desktop-Hintergrund. Und führe wieder in der Tipprunde, aber das nur so nebenbei.

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Jeder nur EIN Kreuz *g*
Montag, der 27. September 2004 00:28 Uhr

So ungefähr kam es mir vor als ich beim Austeilen der Wahlzettel heute immer wieder gesagt habe „Jeden Zettel bitte einzeln knicken“ *g* So, das wäre also auch erledigt mit der Wahl und leider lief es nicht ganz so wie wir uns das gedacht bzw. erhofft hatten. Bei der Rats-Wahl hat die SPD gar nicht so viel verloren (lagen damit also total im Trend) und ist noch immer stärkste Partei (Menno!). Aber wegen Überhang-Mandaten etc. ist unser Rat jetzt größer, 46 Sitze und alle Parteien außer der SPD haben einen Sitz gewonnen, die SPD hat ihre 20 gehalten. So gesehen sind sie die einzigen Verlierer, aber seit der Brandenburg-Wahl wissen wir, dass man selbst so was als großen Erfolg verkaufen kann. Die Genossen zumindest ;-) Auf jeden Fall ist sie ein bisschen mehr als in den letzten Jahren auf (mehrere) andere Stimmen angewiesen und wir hoffen mal, dass wir das auch für uns nutzen können.
Bürgermeisterwahl: Eindeutige Sache: SPD: 48,7%, CDU 31,7%, FWG 14,2%, Grüne 4%, NPD 1,5% (ja leider!) Somit also Stichwahl, die so oder so für die SPD ausgehen wird. Und wir zerbrechen uns vorher schon den Kopf. Naja, ich weiß, dass ich in zwei Wochen eine ungültige Stimme abgeben werde, denn den SPD Menschen will ich aus persönlichen Gründen nicht wählen, auch wenn er uns inhaltlich natürlich viel näher steht als der andere. Und er wird’s auch ohne meine Stimme. Die CDU kann ich aus inhaltlichen Gründen nicht wählen. Und gar nicht wählen gehen, finde ich aber noch viel blöder.
So oder so hatten wir doch noch allen Grund zu feiern, was wir auch gemacht haben. Und morgen Abend geht’s für mich gleich weiter. Werde so langsam etwas hibbelig...
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Kein Los-Glück
Sonntag, der 26. September 2004 09:26 Uhr

Kommunalwahl in NRW, ich bin mehr oder weniger freiwillig als Wahlhelfer (Beisitzerin) vorgesehen. Von den vier Beisitzern müssen je zwei vormittags, zwei nachmittags da sitzen. Vormittags ist mir immer lieber, denn morgens von 7.30 und 8 Uhr müssen eh ALLE dabei sein wegen der Formalitäten usw. Und wenn ich mich eh schon morgens aus dem Bett quälen muss, finde ich es halt sehr nervig, dann wieder nach Hause zu gehen um dann 4,5 Stunden wieder zurückzukehren. So verschlafen wie ich bin, kann ich zu Hause auch nix sinnvolles anfangen, dann könnte ich auch besser im Wahllokal dösen. Und jetzt muss ich so früh Mittag essen, das bin ich gar nicht gewohnt *g*
Aber wie’s halt so war: drei wollten vormittags, nur einer freiwillig nachmittags. Der eine meinte, er wäre doch zu erst da gewesen, also dürfte er es sich aussuchen (Spinner!), die zweite meinte sie müsste nachmittags ihren Vater zum Flughafen bringen (ok, da hatte ich fast schon freiwillig zu ihren Gunsten verzichtet), aber dann kam der Vorschlag zu losen und ich hab das sofort unterstützt, weil ich dachte „Ok, wenn ich dann gehen darf, muss ich wenigstens kein schlechtes Gewissen haben, dann hat ja das Los bestimmt„ und die Chancen standen ja bei 66%. Tja, aber natürlich hat das Los MICH bestimmt, wieder nach Hause zu gehen. Selber schuld, vielleicht hätte ich doch einfach ein bisschen eiskalter sein sollen und die anderen dazu bringen, dass sie „freiwillig“ gehen.
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Mediales
Samstag, der 25. September 2004 17:39 Uhr

Die Texte werden hier so lang, da hab ich besser mal die Schriftgröße verkleinert, sonst muss man ja direkt so viel scrollen. Und lesbar ist es doch so auch noch, oder? Jetzt noch mal was - inhaltlich - Anderes. Eine schönes „Vorwort“ zu einem - allerdings bisschen oberflächlichem - Krimi über Rezept-Betrug durch Apotheker.

Natürlich sind auch in diesem Buch alle Namen und Ereignisse frei erfunden. Deshalb wäre jede Ähnlichkeit mit lebenden oder toten Personen rein zufällig. Das gilt insbesondere für die Namen der beschriebenen Apotheken oder ihrer Inhaber. Sollte trotzdem wider Erwarten einer der rund 21.500 Apotheker der Bundesrepublik Deutschland meinen, sich oder seine Apotheke an der ein oder anderen Stelle wiederzuerkennen, rate ich ihm freundlich zu einer Überprüfung seiner Geschäftspraktiken.


Und was gibt’s im Moment noch Medien-technisches? Ich finde diesen ganzen neuen Deutsch-Pop-Trend bzw. den Hype um Bands wie Wir sind Helden (von denen kenne ich nur ein gutes Lied) oder Silbermond (kenne ich nur vom Papier) eigentlich ziemlich furchtbar. Das ist auch einfach nicht meine Musik. Aber „Die perfekte Welle“ von Juli finde ich total cool. Musik und Text.

Das ist die perfekte Welle, das ist der perfekte Tag. Lass dich einfach von ihr tragen, denk am besten gar nicht nach...

Wenn es mal immer so einfach wäre. Aber immerhin ist es ein schönes Motto. Und so Tage und Moment gibt's ja wirklich. Den Song werde ich wohl doch gleich noch mal versuchen irgendwo im Web-Radio-Land aufzunehmen. Und in weniger als 48 Stunden kenne ich dann wohl hoffentlich auch „2nd Chance“ von Marie Fredriksson *freu*. Hoffentlich enttäuscht mich der Song nicht.

Und wieso sind einige Remington Steele Folgen (Tiefkühl-Werbespot) so "förmlich" synchronisiert, das ist total nervig, wenn die sich siezen *g*. Das muss ich wohl gleich noch mal im Original nachlesen (auch die wunderschöne Auburn Folge). Auch echt ein Spleen von mir!

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Kommunalwahlk(r)ampf
Samstag, der 25. September 2004 17:26 Uhr

So ein Blog besitzt doch leichtes Sucht-Potenzial, aber vielleicht ist das nur am Anfang so ;-) Hoffentlich! Aber ich ertappe mich bei so einigem dabei, zu überlegen, ob und wenn ja, wie ich darüber blogge. Mein neues Lieblingswort im Moment. Ist sicher auch schon leicht neurotisch. (und DAS Wort hab ich jetzt ja immerhin gut 3 Wochen nicht mehr benutzt) Ich bin mal gespannt, wann dieses Verb („bloggen“) Einzug in den Duden hält. Aber die haben ja sicher bald genug zu tun mit der nächsten oder alten Rechtschreibreform. Kann mir übrigens jemand erklären warum Niedersachsen aus der KMK aussteigt? Naja, das kann man sicher irgendwo nachlesen, hab das nur gerade im Radio gehört.

Aber jetzt mal zurück zum Thema. Gott sei Dank ist der Kommunalwahlk(r)ampf morgen endlich rum, denn so langsam geht mir/uns dann doch die Puste aus. Für mich ist es ja der erste Wahlkampf und ich hab mir sagen lassen, dass der sogar relativ gut läuft, denn die Resonanz auf uns Grüne ist wohl überraschend positiv. Aber manche Bürger sind trotzdem nervig und v.a. ziemlich dreist. Wir verteilen an unserem Infostand Sonnenblumen und die werden uns förmlich aus den Händen gerissen, aber wirklich dreist. Manche kommen dann einfach auch mehrfach und andere heucheln noch nicht mal ansatzweise Interesse am Wahlprogramm. Das machen wir so sicher auch nicht noch mal... Immerhin verspüre ich hin und wieder eine leichte - aber dennoch sehr befriedigende - Schadenfreude, wenn ich diejenigen wenigstens deutlich um eine Blume „betteln“ lasse, also die müssen schon wenigstens fragen, ob sie eine kriegen und nicht davon ausgehen, dass wir die denen echt so einfach in die Hand drücken. Und fragen oder bitten fällt einigen dann doch nicht so leicht, die zischen dann (vorher mit Programm etc versorgt) ohne Blume wieder ab. Auch gut ;-)

Ansonsten wird das Morgen mit der Wahl echt eine extrem spannende Sache. Für mich/uns zumindest. Oder eben für alle politisch interessierte Leute in unserer Stadt. Und deswegen werde ich das hier mal etwas aufdröseln, falls es noch wen interessiert ;-) Bis zur letzten Wahl 1999 hatte die SPD immer die absolute Mehrheit und auch den Bürgermeister gestellt. 1999 haben sie die absolute Mehrheit verloren, aber waren immer noch die größte Fraktion (20 Sitze) im Rat (42 Sitze + 1 BM) und mit Stimme des SPD BM und wechselnden Mehrheiten hatten sie halt immer noch das entscheidende Sagen. Der Vollständigkeithalber: CDU 14 Sitze, FWG (Freie Wählergemeinschaft) 5 Sitze, Grüne 2 Sitze, FDP 1 Sitz.

Wir gehen jetzt einfach mal davon aus, dass der Bundestrend mit 5-jähriger Verspätung auch hier durchschlägt, und dann wird die SPD einiges verlieren, die CDU ein bisschen gewinnen, wir Grüne sicher mindestens einen Sitz gewinnen und die FWG vielleicht noch... Der Rat kann also schon ganz anders aussehen, vor allem wenn sich die großen Parteien egalisieren. Sehr spannend wird die ganze Geschichte nun, weil wir auch einen neuen BM kriegen werden, weil der alte von der SPD aus Altersgründen nicht mehr antritt.
Nun gibt es von allen vier Parteien (außer der FDP) eine/n Kandidaten bzw. Kandidatin und es wird also auf jeden Fall eine Stichwahl geben. Unsere Kandidatin wird’s wohl nicht machen (auch wenn wir offiziell natürlich davon ausgehen *gggg*), aber bei den anderen dreien ist noch nicht wirklich klar, wer die beiden für die Stichwahl sind. Eigentlich kann man von CDU/SPD ausgehen, aber vielleicht auch doch nicht. So oder so, sind wir Grüne uns auch noch nicht sicher, für wen wir dann eine Wahlempfehlung abgeben würden bzw. ob überhaupt. Diese Frage hat sich für uns bisher noch nie gestellt, weil die SPD immer die absolute Mehrheit hatte. Und wir wissen auch noch nicht, ob wir mit dem Kandidaten den wir empfehlen wirklich verhandeln können bzw. was wir kriegen könnten und überhaupt.
Und wir sind uns intern auch noch überhaupt nicht einig, welchen der dreien wir überhaupt favorisieren vor allem im direkten Vergleich zueinander. Man muss ja auch unterscheiden zwischen den Fragen: Gut für die Stadt(verwaltung) und Gut für uns (Grüne). Wobei das eine natürlich eigentlich mit dem anderen deckungsgleich sein sollte, aber ganz so einfach ist es ja nicht. Natürlich hätte der SPD Kandidat die Verwaltung schon gut im Griff, aber wir würden neben den gnadenlos untergebuttert, wenn wir nicht aufpassen. CDU/FWG Mensch könnten selbst wir mehr beeinflussen, aber die haben so gar keine Vewaltungserfahrung im Vgl. zum SPD Menschen.

Und jetzt gehen echt schon die Gedankenspiele los, weil wir heute auch gehört haben, dass die CDU den FWG Kandidaten unterstützen würde, wenn der eigene nicht das Rennen macht. Und ob WIR dann den SPD Kandidaten unterstützen müssen, weil wir auf gar keinen Fall eine dauerhafte Zusammenarbeit der anderen beiden wollen womöglich noch im Rat wegen BM Stimme mit Mehrheit ausgestattet. Und wenn ja, zu welchem Preis für uns oder die SPD.

Klingt sicher alles extrem kompliziert - ist es irgendwie auch - aber eben auch super super super spannend. Finde ich zumindest. Da werden wir Sonntag bei unsere Wahlkampf-Party ganz schön was zu diskutieren haben. Strategisch und inhaltlich und überhaupt. Sehr spannend. Die entscheidende Fraktionssitzung am Montag (27.9.) muss ich dann ja leider leider leider *g* schwänzen. Aber bei aller Begeisterung wird angesichts dieser Prioritäten-Setzung auch klar, dass keine Gefahr besteht, dass ICH mal politik-süchtig werde *lach*

Aber ich ertappe mich zugegebenermaßen inzwischen auch schon dabei - partei-intern hier bei uns vor Ort - „Strippen zu ziehen“, also mich vor allem mit den Leuten gut zu stellen, mit denen ich inhaltlich auf einer Linie liege und eben versuche gewissen Dinge und Entscheidungen so zu beeinflussen, wie ich es eben gerne hätte. Und dass ich das, was ich von anderen „Partei-Flügeln“ *g* erzählt bekomme, sehr genau darauf hin auseinander nehme, ob mir selbst das irgendwie weiterhilft oder eher im Weg steht. Und dass ich auch ein bisschen „intrigiere“, und „meinen Leuten“ natürlich schnellst möglichst erzähle, wenn ich den Eindruck habe, das da andere womöglich in einer Richtung aktiv sind, die uns anderen nicht so passt. Wer hätte gedacht, dass das auch bei einem OV von ca. 10 Aktiven in einer Stadt mit 30.000 Einwohnern schon so läuft. Spannend, spannend ;-)

Ok, genug aus dem Nähkästchen einer Lokalpolitikerin geplaudert. Ich werde euch auf dem Laufenden halten, wie’s bei uns ausgeht, zumindest vorläufig.

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schwere Geburt
Samstag, der 25. September 2004 00:26 Uhr

Also mit dieser Blog-Idee hab ich mir ja ganz schön was aufgehalst...

...was das Layout und die Struktur hier angeht, mit dem bzw. der ich noch nicht so ganz zufrieden bin, aber für den Anfang reicht es ja mal so simpel. Man muss es ja nicht gleich übertreiben und sich 'nen tollen Blog-Anbieter suchen, wenn diese Funktion im bezahlten Forum-Paket mit drin ist. Umziehen könnte ich ja immer noch

... was den Titel des Ganzen angeht. Das Verb "bloggen" gibt es nämlich im Deutschen so noch gar nicht und man streitet sich jetzt, ob es mit einem oder zwei Gs geschrieben wird oder werden soll. Mir gefallen 2 besser und außerdem heißt es zwar "to blog" aber "Blogger" und überhaupt. Meine Meinung zur Rechtschreibreform ist ja bekannt ;-) Darüberhinaus ist gar nicht so ganz klar ob man sagt: "bloggen über" (berichten über) oder "bloggen von" (erzählen von) oder ob man "etwas bloggt" (etwas erzählt). Zumindest benutzt dieses Wort jede(r) wie er/sie lustig ist. Im Englisch heißt es ziemlich sicher (zumindest was ich so gefunden habe) "to blog about", deswegen bleibe ich auch über "bloggen über". Aber über was man sich mit so einem Blog echt alles gedanken machen muss *g*

Ansonsten weiß ich noch nicht so genau, wie's hier nun weitergeht, man wird es sehen. Bis dahin ein klassischer Weblog-Hinweis auf ein Interview, das ich ziemlich gut fand und ein Buch, das ich sicherlich bald mal lesen werde.

Eine Droge namens Politik - Interview mit Jürgen Leinemann über sein Buch "Höhenrausch" (ZEIT, 23.09.04)

Und sonst? Die Roosters haben trotz (oder wegen? *g*) meiner Anwesenheit 1:2 verloren, die Haie sind mit 3:7 in Berlin untergegangen *heul*, was mich in unserer Tipprunde kurzzeitig erstmal wieder etwas zurückgeworfen hatte, bis aber dann doch die Ergebnisse ALLE nachgetragen waren und da hatte ich schon den zweiten Spieltag in Folge gewonnen. So muss es sein ;-)

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Shopping, die 2.
Freitag, der 24. September 2004 10:27 Uhr

So, dann wollen wir mal. Eigentlich will ich hier ja nicht allzu viel Privates erzählen, aber am Anfang ist es vielleicht noch erlaubt und mit irgendwas muss ich ja mal anfangen. Vorsichtig das Terrain betreten hier *g*

Als ich heute morgen also in gestern neu erstandener Hose und neuem Pulli vorm Spiegel stand, musste ich mir dann doch eingestehen, dass ich den Pulli doch besser mal eine Nummer größer hätte kaufen sollen. Hab mich also wieder mal zu einem "ach, das passt schon" hinreißen lassen. Aber so bei "Tageslicht" sah es halt doch anders aus. Ich war dann kurz davor, es unter "Fehlkauf" abzuhaken und den Pulli im Schrank verstauben zu lassen, weil es ja schon peinlich ist, sich so was eingestehen zu müssen. Aber dann dachte ich mir, das ist ja auch albern und rausgeschmissenes Geld. Zwar nicht viel, aber immerhin. Und somit werde ich also nachher von Düsseldorf über Dortmund nach Hause fahren und den Pulli entweder gegen eine größere Nummer umtauschen oder zurück geben. Selbst schuld. Vielleicht erlebe ich dann aber doch auch wieder so was Nettes wie gestern. Sie (Mitte 40) kauft ein, er (Ende 40, gutmütig, ich tippe mal auf Lehrer *g*) sitzt geduldig vor dem Umkleidekabinen während das Anprobieren und Wechseln dauert und dauert. Also, ich bin ja schon 3x mit wechselnden Klamotten rein und raus und er saß immer noch da. Irgendwann hörte ich dann nur seine erstaunte Frage: "Aber kannst du dich damit denn hinsetzen?" Woraufhin sie nur so was antwortet wie "Dann setzte ich mich halt nicht!"

Tja, so können wohl wirklich nur Frauen einkaufen. Aber ich will nicht lästern, ich hab auch 2-3 Teile im Schrank, die eigentlich nur für Stehpartys geeignet sind. Aber immerhin ab heute nachmittag keinen falsch-gekauften Pulli mehr :-) !

2 Kommentare

Shopping, die 1.
Donnerstag, der 23. September 2004 17:25 Uhr

Dann hoffe ich mal, dass das Blog diesen Eintrag chronologisch richtig einsortiert...

Shopping, die 1.

Denn das ist ja eigentlich der Usprung des Ganzen hier

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