Theater - Infos und Bilder 1965 - 1984

Das Glücksmädel
(Volkstheater Millowitsch, Köln, 1984)
 
Der ehrbare Handwerksmeister Andreas Bollmann (Willy Millowitsch) könnte mit seinem Leben zufrieden sein, wäre da nicht sein zukünftiger Schwiegersohn Waldemar von Lerchenfeld, in Bollmanns Augen ein wahrer Windhund. Sein ganzer Stolz ist seine Tochter Lotte (Barbie Steinhaus - Millowitsch), die wiederum von Waldemars Vater Karolus von Lerchenfeld als "Bürgerliche" für nicht standesgemäß angesehen wird. Doch der verarmte Baron wird hellhörig, als er erfährt, dass Bollmann dank seines Fleißes sehr wohlhabend ist und willigt in die Verbindung ein.

Mariele spielt in diesem Stück Bollmanns Dienstmädchen Marie, die den Schlossermeister Hempel (Peter Millowitsch) heiratet.
   
Das Glücksmädel 1
Das Glücksmädel 2

In diesem Stück standen (zumindest bei der Jubiläums-Vorstellung anlässlich Willys 75. Geburtstag) alle vier Millowitsch Kinder mit ihrem Vater auf der Bühne.
   

v.l. n.r. Susanne, Barbie, Peter, Willy, Mariele, Katarina


Die Sache Mensch
(Düsseldorfer Kom(m)ödchen, 1983)
 
 
Angela Fischer, Mariele, Thomas Freitag
 


Drei kölsche Junge
(Volkstheater Millowitsch, Köln, 1979-80)
 
Drei kölsche Junge 1978/79
   


Ett fussig Julche
Volkstheater Millowitsch, Köln, 1977)
 
19. Jahrhundert, zur Zeit des Biedermeier: Das Kölner Wäschermädchen Julchen (Mariele) hat ein Faible für den Adelsstand und fühlt sich auch selbst zu Höherem berufen. Aus diesem Grund gibt sie allen möglichen Heiratskandidaten, darunter auch dem jungen Jagdgehilfen Karl (Peter Millowitsch) einen Korb - sie wartet lieber auf einen Prinzen. Julchens republikanischem Vater (Willy Millowitsch) behagt dieses Verhalten gar nicht.
Prinzessin Melanie (Barbie Steinhaus), die die Stadt und auch die Wäscherei besucht, ist von der Wäscherin und ihren Faible für den Adelstand amüsiert. Gemeinsam mit ihrem Hofstaat leistet sie sich einen Scherz mit Julchen.

Die Angestellten der Schloß-Gärtnerei machen Julchen betrunken und als sie von ihrem Rausch erwacht, findet sie sich als Prinzessin Melanie im Schloß wieder. Gezwungermaßen muss Julchen ihre Traum-Rolle spielen.

Als sie am nächsten Tag wieder in der Wäscherei erwacht, gibt es noch etliche Irrungen und Verwirrungen bis sich die Sache schlußendlich klärt und Julchen von ihrem Adels-Tick geheilt ist.

Willy Millowitsch schrieb über dieses Stück:
Wenn ich nun heute "Et fussig Julche" spiele, eines der Stücke, die mein Großvater schreib, denke ich jedesmal an ihn. Und daran, dass die Hauptrolle von allen Millowitsch-Frauen gespielt wurde, die dann kamen.
Zuerst von seiner eigenen Frau, meiner Großmutter, der Emma. Danach von ihrer Tochter Hilde Fuchs-Millowitsch, dann von meiner Schwester, der Lucy, und heute von Mariele, die dabei dieselbe Begeisterung und das gleiche Temperament an den Tag legt wie alle ihre Vorgängerinnen.

aus: Willy Millowitsch "Heiter währt am längsten Die Bühne meines Lebens" - Kapitel "Der große Zauberer", Seite 68, 1988
 
Hier gibt es einen kleinen Ausschnitt aus dem Stück zu sehen - dazu braucht man den RealPlayer.


Drei Tage aus dem Kölner Leben
(Volkstheater Millowitsch, Köln, 1975-76)
 
Mariele, Willy und Peter
Mariele, ???, Willy und Peter


Im Nachtjackenviertel
(Volkstheater Millowitsch, Köln, 1974)
 
Große Aufregung im Haushalt des Bäckermeisters Heinrich Surbrod (Poldi Reinecke). Er erwartet die Erbschaft seines Onkels Möller, was vor allem seine Frau Appolonia (trude Schneider) in Vorfreude versetzt. Tochter Lorchen (Barbie Steinhaus) freut sich hingegen über etwas ganz anders: Hans Voss (Harry Bong) Matrose und Nachbars-Sohn ist von einer Seefahrt zurück und macht ihr endlich einen Heiratsantrag.
Lorchens Mutter will jedoch nicht einwilligen, weil sie glaubt, dass Hans es vor allem auf die Erbschaft abgesehen hat. Dass Hans' Vater Anton (Willy Millowitsch) dem Alkohol nicht abgeneigt ist, und ihr die Familie Voss außerdem nicht standesgemäß erscheint, ist für sie ein weiterer Grund, eine Heirat nicht zu erlauben.
Als sich herausstellt, dass Onkel Möller als Alleinerbe nicht die Familie Surbrod eingesetzt hat, sondern Anton Voss, der ihm vor 20 Jahren einmal das Leben gerettet hat, ändert sich die Situation für alle Beteiligten. Für Anton Voss hat die Sache nur einen Haken: An das Erbe ist die Bedingung geknüpft, dass er ein Jahr lang fleißig arbeitet und keinen tropfen Alkohol trinkt. Anton nimmt die Herausforderung an. Es gibt noch einige Intrigen und Verwirrungen bis nach einem Jahr nicht nur Anton Voss seine Erbschaft "verdient" hat, sondern auch Hans und Lorchen endlich zueinander finden.

Mariele spielt in diesem Stück die Bäckerei-Angestellte Liesbeth, die im Verlauf der Handlung den Verwaltungsbeamten Walter Schröder (Peter Millowitsch) heiratet.

Anm.d.W.: Als Mariele in ihrer Rolle zum ersten Mal den Namen "Walter" ausspricht, hab ich fast am Boden gelegen... natürlich weil ihr Lover ausgerechnet SO heißt, aber auch weil sie den Namen auf 2. Silbe betont, echt zum Schießen!

Laut "Ein roter Teppich..." (26.07.03) war das in diesem Stück übrigens auch ihr erster Bühnen-Kuss :-)
 
Im Nachtjackenviertel
Im Nachtjackenviertel
Im Nachtjackenviertel


Drei kölsche Junge
(Volkstheater Millowitsch, Köln, 1965)
 
Mariele spielt in diesem Stück die Rolle des "Karlemann" (alias Karolinchen)
 
Drei kölsche Junge 1
Drei kölsche Junge 2
 
"Eine Rolle, mit der viele Familienmitglieder ihr Debüt geben. Eine Rolle, die nach Peter seine kleine Schwester Mariele spielt, mit kurzgeschnittenem Haar und Lederhosen. Bei der Live-Sendung fürs Fernsehen verpatzt sie ihrem Vater die Pointen: Sie hat seinen Text im Kopf, findet seine Pausen zu lang, kommt ihm mit seinen Sätzen zuvor. Eine furchtbare Situation für einen Schauspieler - aber das erwartete Donnerwetter nach der Vorstellung bleibt aus. Willy Millowitsch ist stolz auf die kleine Tochter, die schon seine Rolle auswendig kann. Denn er braucht Schauspielernachwuchs."
Text aus "Willy Millowitsch: Lebensbilder - Theaterbilder"von Dorothea Renckhoff, 1996