Marie Brand und das mörderische Vergessen
(ZDF, Erstausstrahlung 16.12.2009) |
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| Handlung | Darsteller |
Produktion | Quote &
Kritiken |
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Als der Neuropathologe Dr. Jens Bergengrün von seiner Sekretärin
Nicola May in der Klinik tot aufgefunden wird, weisen zunächst
keine Anzeichen auf einen gewaltsamen Tod hin. Doch Kommissarin Marie
Brand findet schnell heraus, dass der Kaffee vergiftet war. Hat May
sich an ihrem hitzköpfigen Chef gerächt, weil der sie nach
einem schwerwiegenden Fehler in einem Wutanfall geschlagen hatte? Kommissar
Jürgen Simmel ist von ihrer Unschuld überzeugt, doch Marie
zweifelt an der Objektivität des Kollegen, der offenbar eine Beziehung
mit der Tatverdächtigen eingegangen ist.
Dann erfahren die beiden Kommissare von Polizeichef Engler, dass Bergengrün
früher in der Gerichtsmedizin tätig war, dort jedoch fehlerhafte
Gutachten ausgestellt und dadurch womöglich unschuldige Menschen
hinter Gitter gebracht hat. So etwa den undurchsichtigen Steffen Schmieder
, der erst vor kurzem aus der Haft entlassen wurde und offensichtlich
ein gefälschtes Alibi präsentiert hat. Während Simmel
Schmieder für den Mörder hält, fühlt Marie Bergengrüns
ehrgeizigem Chef Professor Jacobsen auf den Zahn und erfährt, dass
er dem talentierten Bergengrün eine zweite Chance geben wollte.
Doch Jacobsen scheint ein Geheimnis zu verbergen....
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| Produktion |
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| Regie |
Florian Kern |
| Buch |
Wolfgang Stauch |
| Kamera |
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| Produzentin |
Micha Terjung |
| Produktion |
Cologne Film GmbH |
| gedreht wurde |
von Anfang Mai bis Anfang Juni 2009 in Köln |
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| Quote & Kritiken |
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Einschaltquote:
Der Film hatte bei der Erstausstrahlung 6,11 Mio. Zuschauer und war
bei eine Einschaltquote von 19,4% bei den Gesamtzuschauern an dem Abend
Tagessieger. In der werberelevanten Zielgruppe der 14-49jährigen
erzielte der Film 9,4 % Marktanteil.
taz, 16.12.2009
[....] Sicher, die "Marie Brand"-Reihe gehört
nicht zu den allersmartesten Krimis des ZDF. Mariele Millowitsch
beruft sich auch in dieser Folge viel zu oft darauf, dass sie da
gerade so ein Gefühl hat, und der famose Hinnerk Schönemann
("Dr. Psycho") als Kripo-Sidekick darf hier leider nicht seine
beängstigend burschikose Feinnervigkeit ausspielen. Trotzdem gelingt
es, das Thema in ein paar Zwischenschritten in seiner ganzen Tragik
aufzuzeigen [....]
teleschau
[....] Auf diesem humorvoll und flott hochgezimmerten Gerüst breitet
sich eine leider allzu schwere Geschichte aus, die immer wieder die
eigentlich fahrlässig dünne Krimihandlung verlässt, um
etwas nervig zwischen ernsthaften Problemfeldern zu mäandern. Ärztlicher
Wahn, Kunstfehler, Demenzkrankheit, Liebesleid - alles kommt bei vielen
langweiligen Befragungen zu seinem Recht, eben so, wie man das schon
tausendmal gesehen hat.
Schade, man hätte den famosen Ermittlern mehr Tempo und einen spannenderen
Fall gewünscht. Und vor allem den Machern mehr Mut, die humorvollen,
das Fernsehkrimi-Genre persiflierenden Ansätze konsequenter durchzuziehen.
Am Ende bleibt also jede Menge Luft nach oben - oder, wie Simmel in
seiner unnachahmlichen Art final feststellt: "In jedem Ende wohnt
ja auch ein Anfang." Wem dieser Trost im Film gilt, wird hier aber
noch nicht verraten
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