Damals warst du still (Mona Seiler III)
(RTL, Erstausstrahlung: 26. Mai 2005)
 
Handlung | Darsteller | Produktion | Quote & Kritiken

Die junge Sonja Martinez (Carolin Fink), die sich vollkommen aus ihrer Umgebung zurückgezogen hat, wird von Hannes Staller (Eckhard Preuß) besucht. Sonja und Hannes kennen sich aus einer Therapie - Sitzung bei dem berühmten Psychotherapeuten Fabian Plessen (Helmut Berger). Während Sonja noch versucht, Hannes freundlich wieder aus ihrer Wohnung zu lotsen, sticht er sie mit einer Spritze nieder.

Zur gleichen Zeit wird Samuel Plessen, der 17-jährige Sohn des Psychotherapeuten tot in einem abgelegenen Park aufgefunden.
Mona Seiler hat den erschreckenden Verdacht, dass der sogenannte "Beauty-Killer" dahinter steckt. Der Serienmörder, der seine Opfer immer geschminkt hat, konnte nie gefasst werden und nun deuten einige Indizien auf seine Handschrift.
Im Gegensatz zu den früheren Opfern sind in Samuels Hand jedoch die Buchstaben "CCH" eingeritzt, worauf sich Mona und ihre Kollegen keinen Reim machen können. Mona veranlasst, dass der Profiler Oliver Kern (Bernhard Schir) für den Fall hinzugezogen wird, der sich schon seit Jahren mit dem Serienmörder beschäftigt

Fabian Plessen reagiert völlig emotionslos auf den Tod seines Sohnes. Er erzählt Mona, dass er vor einigen Monaten Michael Hammer (Julian Schmieder)den Drogendealer seines Sohnes angezeigt hat. Hammer ist somit einer der Hauptverdächtigen.
Von seiner Tochter Lisa Plessen (Oona Devi Liebich) erfährt Mona, dass Hammer ihr Exfreund ist, der nun aber schon längere Zeit verschwunden ist.

Zum Leidwesen von Fischer, der glaubt, dass sie den Fall auch alleine lösen können, erhält das Team schnell Unterstützung durch den Profiler Oliver Kern. Mona und Oliver haben früher nicht nur zusammen gearbeitet, sondern sind sich dabei auch näher gekommen, was sie vor Monas Kollegen nicht lange geheimhalten können.

In Monas derzeitigem Liebesleben tut sich allerdings auch so einiges: Anton (Roland Koch) überrascht sie mit der Idee, zusammen zu ziehen. Bevor sie diese Frage vertiefen können, wird Mona zu einem weiteren Mordfall gerufen. Sonja Martinez. Auch sie ist ein Opfer des Serienkillers. In ihrer Handfläche finden sich die Buchstaben "IO". Von Sonjas Ehemann erfahren sie, dass Sonja dem Guru Plessen sozusagen verfallen war und auf seinen Rat ihn, ihre Familie verlassen hat.

Plessens arrogantes Verhalten beim Verhört bringt Mona zur Weißglut. Insbesondere, dass er für sich und seine Familie Polizeischutz ablehnt, obwohl es der Serienkiller anscheinend auf sein Umfeld abgesehen hat.

Mona hat den Verdacht, dass Plessen ihr etwas Wichtiges verheimlicht. Um herauszufinden was in Plessens Umfeld vor sich geht, schleust sie Fischer als Patient in Plessens Therapie-Gruppe ein.
   
Auch privat tun sich für Mona Rätsel auf. Anton verheimlicht ihr, dass eine Frau in seiner Wohnung zu Besuch war, obwohl die Indizien für Mona eindeutig sind. Ihre Mißtrauen wächst, als sie ihn am nächsten Tag mit einer Frau beobachtet und er sie bei ihrem "Kontroll-Anruf" per Handy anlügt.

Während einer Familien-Aufstellung bei Plessen, an der auch Hannes Staller teilnimmt, muss Fischer schmerzliche langverdrängte Erinnerungen wieder durchleben. Als er versucht seine Fassung wieder zu gewinnen, trifft er auf Lisa. Die beiden kommen sich näher und Fischer muss höllisch aufpassen, dass er nicht verrät, wer er wirklich ist.
   
Mona und ihre Kollegen vermuten, dass sich jemand an Plessen rächen will. Die Frage ist nur aus welchem Anlaß und wie weit sie dafür in Plessens Vergangenheit zurück gehen müssen. Ihr Verdacht wird stärker, als sie herausfinden, dass Plessen nach seiner Flucht aus der DDR seinen frühren Namen Franz Schönblohm geändert hat. Die Stasi- Akte zu Schönblohm ist nicht mehr auffindbar.

Während Plessen seiner Tochter einschärft, aus Sicherheitsgründen nicht das Haus zu verlassen, findet Monas Team heraus, dass Plessen ihnen seine Schwester Helga Kayser (Isolde Barth) verheimlicht hat. Als Mona mit Helga Kayser telefoniert, erfährt sie Näheres zu den Umständen von Plessens Flucht über die Ostsee. Mona möchte Plessens Schwester unter Polizeitschutz stellen, aber noch während des Gesprächs taucht Hannes Staller in Helga Kayers Geschäft auf. Monas Warnung kam zu spät. In der Hand dieses dritten Opfers finden sich die Buchstaben "NO".

Allmählich ergiben die Buchstaben für Mona einen Sinn. Die Botschaft des Killers lautet "Pinocchio" und er buchstabiert das Wort von hinten nach vorne, genauso wie er mit seinen Opfern der Person Plessen immer näher kommt.
Mona ordnet für die Villa Plessen Polizeischutz an, da das nächste Opfer Plessen sehr nahe stehen müsste. Lisa Plessen ist in großer Gefahr. Noch führt aber keine der Ermittlungen auf die Spur von Staller.
Plessen hält den Polizeischutz für geschäftschädigend und er ist auch nicht bereit, Mona bei ihren Ermittlungen zu helfen. Er streitet vehement ab, dass irgendein Zusammenhang zwischen den Morden und seiner Vergangeheit besteht.
Mona kann ihm nichts weiter entlocken, aber schafft es immerhin, unbemerkt eine Wanze in seinem Arbeitszimmer zu platzieren.

Oliver Kern ist inzwischen davon überzeugt, dass der Drogendealer Hammer der Täter ist, obwohl er nicht ins ursprüngliche Täter - Profil passt. Mona hingegen glaubt, dass der Rachefeldzug des unbekannten Täters eher mit Plessens Flucht aus der DDR zusammenhängt. Monas Theorie erhärtet sich, als Fischer durch ein Telefonat von Plessen auf die Spur von Krakowski (Klaus Münster) kommt, ein ehemaliger Fluchthelfer aus der DDR. Bei seiner illegalen Abhöraktion wird er allerdings von Lisa Plessen ertappt.

Anton beobachtet das enge Verhältnis zwischen Mona und Kern argwöhnisch. Er verfolgt Kern und wird dabei von Staller angegriffen. Anton hat Staller gerade überwältigt, als er von einem unbekannten Täter einen Schlag auf den Hinterkopf bekommt. Im Keller von Staller kommt er gefesselt zu sich.

Mona und Fischer suchen Krakowski in dem Supermarkt auf, den er inzwischen betreibt. Krakowski ist bereit auszupacken, was damals bei der Flucht von Plessen passiert ist. Neben Krakowski und Plessen befand sich noch eine Mutter mit ihren beiden Kindern auf dem Boot "Pinocchio" mit dem Krakowski die DDR Flüchtlinge in den Westen bringen wollte.

Bevor Krakowski erzählen kann, was damals genau passiert ist, wird er von einem unbekannten Täter erschossen. Kurz darauf läßt Kern den Drogendealer Michael Hammer verhaften. Sollten sie den Täter damit rechtzeitig geschnappt haben?
   
Als Anton Lukas nicht wie verabredet von der Schule abholt, beginnt Mona sich allmählich Sorgen zu machen. In Antons Wohnung trifft sie neben Lukas auch die Frau, mit der sie Anton vor kurzem beobachtet hat. Eine Maklerin, die in Antons Auftrag nach einem Haus für ihn, Mona und Lukas gesucht hat. Ihre Eifersucht war also vollkommen unbegründet.

Die Waffe mit der Krakowski erschossen wurde, wird in Hammers Wohnung gefunden; der Dealer streitet jedoch jegliche Beteiligung an der Sache ab.
Monas Kollegin Krieger (Lavinia Wilson) findet es immer merkwürdiger, dass Kern sich so sehr auf Hammer einschießt und sogar den Polizeischutz von Plessen wieder abziehen läßt. Sie wirft Mona vor, dass sie Kerns Verhalten aus persönlichen Gründen nicht kritisch genug sieht. Und auch Fischer findet, dass Kern den Fall zu sehr an sich zieht.

Mona hat jedoch ganz andere Sorgen: Fischer hat Antons Wagen aufspüren können. Von Anton jedoch keine Spur.

Anton kann sich aus Stallers Keller befreien und schafft es mit letzter Kraft Mona anzurufen und ihr mitzuteilen, dass Hannes Staller ihn entführt hat. Mona wird nun einiges klar und sie beordert Einsatzkräfte zu Plessens Villa.
Fischer kann Lisa rechtzeitig warnen, so dass sie das Haus in Panik verläßt. Vor der Villa wird sie allerdings von einem unbekannten Täter entführt.

Mona und Fischer kommen gerade noch rechtzeitig um zu verhindern, dass Staller Plessen ermordet. Als Mona die Situation schon unter Kontrolle haben, erscheint Kern am Tatort. Er schießt Staller nieder.
   
Der Fall scheint gelöst, aber es bleiben dennoch Fragen offen: Warum ist Lisa Plessen nicht aufzufinden? Wer ist Stallers Komplize, von dem Anton Mona erzählt? Und warum hat Kern Staller erschossen?

Mona ist immer noch der Meinung, dass die ganze Geschichte etwas mit Plessens Flucht aus der DDR zu tun hat. Sie beauftragt ihre Kollegin Krieger damit, herauszufinden, wer Plessens Stasi-Akte zuletzt eingesehen hat, um damit dem möglichen Täter auf die Spur zu kommen.

Kern sucht Mona auf, um sich bei ihr zu entschuldigen. Ihr Gespräch wird von einem Telefonanruf von Krieger unterbrochen, die herausfinden konnte, wer Plessens Stasi-Akte zuletzt ausgeliehen hat: Oliver Kern.

Mona wird nun alles klar: Kern hatte Staller schon vor Jahren als den "Beauty-Killer" identifiziert, ihn aber mit diesem Wissen erpresst und für seine Zwecke eingespannt.

Kern verschleppt Mona auf ein Boot, auf das er auch Plessen bestellt hat. Kern verlangt von Plessen, dass er Mona erzählt, warum sie sich nach fast 30 Jahren wieder auf dem Wasser treffen. Ansonsten würde Plessen seine Tochter Lisa, die Kern versteckt hält, nie wieder sehen.
Kern war eins der beiden Kinder, die damals mit Plessen im Boot saßen. Als die Grenzpolizei das Boot entdeckt hatte, stieß Plessen die Mutter mit ihren beiden Kindern ins Wasser, so dass die Grenzpolizei von dem fliehenden Boot abgelenkt wurde und sich auf die Rettung der Schiffbrüchigen konzentrierte. Die Mutter und die Schwester ertrinken und nur Kern überlebte.

Nachdem die Wahrheit ans Licht gekommen ist, bringt Kern Plessen durch einen Trick dazu auf ihn zu schießen. Er stirbt in Monas Armen und Mona verhaftet Plessen wegen Mord. Genau das, was Kern immer geplant hatte...

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Darsteller
 
Mariele Millowitsch Mona Seiler
Max von Thun Kommissar Fischer
Roland Koch Anton
Helmut Berger Fabian Plessen
Bernhard Schir Erich Kern
Oona Devi Liebich Lisa Plessen
Eckhard Preuß Hannes Staller
Severin Sonntag Lukas Seiler
Thomas Darchinger Klaus Degenhardt
Lavinia Wilson Jasmin Krieger
Julian Schmieder Michael Hammer
Klaus Münster Hubert Krakowski
Carolin Fink Sonja Martinez
   
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Produktion
 
Regie Rainer Matsutani
Buch Peter Petersen & Don Schubert nach dem Roman "Damals warst du still" von Christa von Bernuth
Kamera Clemens Messow
Produktion Olga Film GmbH
gedreht wurde vom 5. Oktober bis 11. November 2004 in München und Umgebung
   
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Quote & Kritiken


Einschaltquote:

Der Film hatte bei der Erstausstrahlung eine Quote von insgesamt 3,94 Mio (15,9%) und in der Zielgruppe der 14-49jährigen von 19,3% (1,87 Mio). Damit lag der Film bei allen Zuschauern auf Platz 3 hinter der Tagesschau und dem Grand Prix der Volksmusik (ZDF) und in der Zielgruppe auf Platz 2 hinter Schillerstraße.

Funkuhr, 13.05.05
Durchschnitt: [....] Aber im Gegensatz zu den spannenden Vorgängern hat dieser Fall doch einige Längen. [....] Versierte Krimizuschauer wissen bald, wie der Hase läuft.

TV Today, 13.05.05

Auch ihren dritten Fall löst Mariele Millowitsch mit Charme und Eigensinn.

TV Spiefilm, 13.05.05

Gut! Feiner TV-Krimi mit Psycho Touch. Auch in ihrem dritten verzwickt konstruierten Fall überzeugt Mariele Millowitsch als Kommissarin, die den Spagat zwischen Beruf und Privatleben mit Bravour besteht.

Stern, 19.05.05
[...] Der hübsch verzwirbelte Fall kommt nicht ohne düster-diffuse Rückblenden aus und ist gut gespielt. Besonders Helmut Berger, der seit vier Jahrzehnten verlässlich Skandalschlagzeilen für Klatschkolumnen liefert, spielt den Unsympathen mit Genuss.

Der Spiegel, 23.05.05

Schnörkellos inszeniert (Rainer Matsutani) und schnörkellos gespielt (vor allem Mariele Millowitsch als Kommissarin) wirkt dieser TV-Krimi. Ein undurchsichtiger Psychoguro (Helmut Berger), ein mysteriöser Sonderfahnder (Bernhard Schir), dazu eine Prise Liebelei und unheilvolle DDR-Vergangenheit - ein überzeugender Film.

teleschau, Mai 05

Es ist großes Gänsehaut-Kino, das RTL mit "Damals warst du still" abliefert. Der Polizisten-Thriller nach dem gleichnamigen Roman von Christa von Bernuth ist bislang die dritte Verfilmung eines Buchs der Münchener Journalistin. In ihrem neuen Fall macht sich die eigenwillige Ermittlerin Mona Seiler, hervorragend gespielt von Mariele Millowitsch, auf die Suche nach einem Serien-Killer, der seine Opfer nach dem Mord schminkt, aufwändig drapiert, und dann auch noch mysteriöse Zeichen am Tatort hinterlässt. Doch die Wurzeln des Bösen wuchern tiefer, als zunächst angenommen.
Es ist dunkel, nass und kalt. Zwei Kinder kämpfen in kalter See ums Überleben. "Jenny", kreischt der kleine Junge verzweifelt, doch seine Schwester ist in der pechschwarzen Stille des Wassers untergegangen. Die ersten Minuten des Thrillers beginnen mit erschütternden Bildern, die sich über die gesamte Handlung erstrecken. Der Einstieg bilden im Folgenden den Rahmen eines durchdachten Krimis, der nicht zimperlich daherkommt. [....]
Doch der Strom an Leichen reißt nicht ab: Informanten werden vor den Augen der Ermittler erschossen, Monas Lebensgefährte Anton (Roland Koch) wird entführt, und Polizisten kommen bei der Observation ums Leben. Nur langsam durchblickt die Ermittlerin das Gewirr der verschiedenen Spuren, bis sich am Schluss doch noch alles anders darbieten soll, als zuvor gedacht. "Damals warst du still" (Regie: Rainer Matsutani) ist ein Meisterstück des modernen TV-Thrillers: atmosphärisch dicht inszeniert, mit falschen Fährten und obligatorischen Einblicken in den Polizei-Alltag, der auch Härten aufweist - Spannung bis zum letzten Atemzug.

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