| Die Stimmen (RTL, Erstausstrahlung: 06.05.03) |
| Handlung | Darsteller | Produktion | Quote & Kritiken | Sonstiges |
| Mit durchschnittener Kehle liegt ein Mann am Boden. Eine
weibliche Hand schließt dem Sterbenden die Augen. Bizarre Stimmen
dröhnen im Kopf der geistig verwirrten Frau. Ihr Name ist Felicitas
(Ulli Maier)... Konni Steyer (Jens von Ahnen), ehemaliger Schüler eines Nobelinternats, wurde ermordet. Mona Seiler (Mariele Millowitsch), die neue Chefin der Münchner Mordkommission, nimmt die Ermittlungen auf. Schon beim Eintreffen am Tatort bemerkt Mona, dass ihr junger Kollege Fischer (Max von Thun) nicht sehr viel von ihr hält. Immerhin wurde sie ihm vor die Nase gesetzt. |
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| Schon bald stirbt ein weiterer Ex-Schüler. Der Verdacht fällt auf den Lehrer Michael Danner (Alexander Lutz), der aber seine Unschuld beteuert. | |
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| Monas Spurensuche führt in die Vergangenheit: Im Jahre 1983 haben Danner, die beiden Toten und ein weiterer Schüler namens Schacky von Behlendorf während eines Portugalurlaubs die Mitschülerin Felicitas Gerber vergewaltigt. Sie hat das Trauma nie verwunden und Jahre in der Psychiatrie verbracht. Noch heute wird sie von den schrecklichen Erinnerungen heimgesucht. Derweil wird Danner mangels Motiv wieder frei gelassen. | |
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Mona kann nicht verhindern, dass auch Schacky getötet
wird. In ihrem Dezernat gerät die Polizistin immer mehr unter Druck.
Als Chefin einer reinen Männer-Riege muss sich die angebliche "Quotenfrau"
beweisen. Monas Assistent Fischer (Max von Thun) will belegen, dass Anton (Roland Koch), der Vater ihres Sohnes, kriminelle Geschäfte betreibt. So will Fischer Mona in Misskredit bringen, um ihre Position zu erlangen. |
| Felicitas wird verhaftet, nimmt sehr schnell
alle Schuld auf sich und gesteht die Morde. Doch nach einem intensiven Verhör
kommt Mona zu der Überzeugung, dass Felicitas unschuldig ist und den
Mörder nur deckt. Während Fischer Anton nachspioniert, macht sich Mona allein auf die Suche nach dem wahren Täter. Sie entdeckt, dass Felicitas nach der Vergewaltigung ein Kind bekam. Ihr Sohn wurde zur Adoption freigegeben. Heute lebt der Junge, den alle Strobo (Ludwig Blochberger) nennen, als beliebter Schüler im Internat. Der 19-jährige rächt sich von dort an seinen "vier Vätern". Nur noch Danner ist übrig. Während Mona den Lehrer vor dem unmittelbar bevorstehenden Mordanschlag warnen will, bemerkt Anton, dass Fischer ihn observiert. Er stellt den Polizisten zur Rede. Als sie erfahren, dass Mona in tödlicher Gefahr schwebt, schließen die Männer ein Zweckbündnis und eilen zu ihr. In Danners Wohnung angekommen, findet Mona den verletzten Lehrer. Es kommt zum tödlichen Kampf zwischen der Polizistin und dem Mörder Strobo. In letzter Sekunde kann sich Mona mit Hilfe von Anton retten und den Täter überwältigen. |
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| Darsteller | |
| Mariele Millowitsch | Mona Seiler |
| Max von Thun | Kommissar Fischer |
| Alexander Lutz | Michael Danner |
| Ulli Maier | Felicitias Gerber |
| Roland Koch | Anton |
| Severin Sonntag | Lukas Seiler |
| Julia Dietze | Berit |
| Ludwig Blochberger | Heiko (Strobo) |
| tristano Casanova | Marco |
| Josefine Jacob | Sabine |
| Ben Wolter | Peter |
| Johnny Müller | Kommissar Höhner |
| Florian Teichtmeister | Shacky |
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| Produktion | |
| Regie | Rainer Matsutani |
| Buch | Peter Petersen nach dem Roman "Die Stimmen" von Christa von Bernuth |
| Kamera | Gerhard Schirlo |
| Produktion | Engram Pictures GmbH im Auftrag von RTL |
| Produktionsleitung | Silvia Tollmann |
| Redaktion RTL | Andrea Klüver, Sascha Mürl |
| Herstellungsleitung | Christine Rothe |
| Aufnahmeleitung | Thorsten Peil |
| gedreht wurde | von Mitte August - Ende September 2002 in München und Umgebung |
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| Quote & Kritiken |
Einschaltquote (Erstausstrahlung) Der Film hatte 5,88 Mio. Zuschauer (20,5 %) und lag damit an dem Abend auf auf Platz 1 (!!!) vor den Nachrichtensendungen und "Julia". FAZ, 06.05.03 [....] Mariele Millowitsch spielt heute abend in einer Romanverfilmung nach Christa von Bernuth die Kommissarin Mona Seiler. Und dabei gelingt es ihr recht schnell, frühere Serienrollen vergessen zu machen. Die Kommissarin Seiler muss sich in einer feindlichen Männerwelt behaupten. Das vermag sie mit ausgesprochener Zurückhaltung. Mit den Augen rollt sie nur in den Szenen mit ihrem Freund, einem Ex-Ganoven. [....] Sächsische Zeitung, 08.05.03 Die Kommissarinnen haben die TV-Nation seit langem erreicht, nicht zum Nachteil der Zuschauer. Hannelore Hoger als vielschichtige "Bella Block" oder Iris Berben als modebewusste "Rosa Roth" haben viele Nachfolgerinnen bekommen. Nun versuchte auch Mariele Millowitsch ihr Glück im Genre - und sie machte eine ausgesprochen gute Figur. Regisseur Rainer Matsutani ließ sie in seinem effektvoll inszenierten Thriller gleich eine Mordserie in einem Luxuxinternat lösen. Das ist zwar kein besonders origineller Schauplatz für einen Krimi, auch manche Klischee - wie die üblichen Schwierigkeiten der "Neuen" mit ihren männlichen Kollegen - sind einem aus der Serienwelt nur zu vertraut. Doch Regisseur Matsutani hat es verstanden, die Spannungsschraube bis zur letzten Sendeminute anzuziehen. Mariele Millowitsch hinterließ einen so sympathischen und wirklichkeitsnahen Eindruck, dass man sie gern, wie vom Sender erwogen, später einmal als Serienheldin wiedersehen möchte. Lippische Landeszeitung, 06.05.03 [....] Von Beginn an scheinen Regisseur Rainer Matsutani und Autor Peter Petersen keinen Hehl daraus zu machen, wer für die Morde verantwortlich ist: Das Mädchen von einst ist offensichtlich geistig umnachtet. Immer wieder erwachen die von ihr geschaffenen Skulpturen zum Leben und wanken bedrohlich murmelnd auf sie zu. Matsutani (Nur über meine Leiche), der ohnehin ein Faible für das Übernatürliche besitzt, inszeniert das wie einen Horrorfilm, zumal die Spezialeffekte ungemein überzeugend sind. [....] Endgültig sehenswert aber ist Die Stimmen wegen Mariele Millowitsch, die hier konsequent gegen ihr Girl Friends- und Nikola-Image agiert und die man als Mona Seiler gern öfter sehen würde. Hamburger Abendblatt, 07.05.03 Gruppenvergewaltigung, Rache des Opfers, Serienmord: Der Film war nicht gerade undurchschaubar, und wer sich am Ende als der eigentliche Täter entpuppte, ließ einen auch nicht vor Überraschung lang hinschlagen. Umso größer das Kompliment an Regie und Kameraführung, die den Spannungsbogen fast durchweg erhielten. Kompliment auch für die Darsteller der Lustbuben, so richtig nette, charmante Ekelpakete. Problematisch hingegen die Verbindung hin zur neuen Hauptkommissarin, die gleich auch ihre eigene Geschichte (Liaison mit einem vermeintlichen Autoschieber, Mobbing der lieben Kollegen) mitbrachte. Das war denn fast zu viel des Spannenden und weichte die Konzentration des Haupthandlungsstrangs bedenklich auf. Wenn auch Mariele Millowitsch, mal ganz und gar nicht komisch, als Kriminalerin nicht nur äußerlich eine gute Figur machte. Westfälische Rundschau, 06.05.03 [....] Keine Frage, Mariele Millowitsch vermag auch als Kommissarin zu überzeugen. Ihr Pech, dass auf nahezu allen Kanälen inzwischen schon so viele TV-Fahnderinnen im Einsatz sind, die ganz ähnlich wie jene Mona Seiler gestrickt sind. Als alleinerziehende Mutter, deren Beziehung mit dem Ex offenbar noch nicht ganz verarbeitet ist, hat Mona obendrein gegen Neid und Missgunst ihrer männlichen Kollegen zu kämpfen. In diesem Fall ist es vor allem ihr junger Kollege Fischer (Max von Thun), der sich mit der neuen Vorgesetzten schwertut. Und das nicht nur, weil dem schwer Nikotinabhängigen die Überlandfahrten mit der militanten Nichtraucherin ein Graus sind. Dabei ist der von Rainer Matsutani inszenierte Krimi durchaus spannend gemacht, bis zum Finale nach vielen falschen Fährten der wahre Mörder arg unvermittelt aus dem Hut gezaubert wird. Ostthüringsche Zeitung, 09.05.03 Regisseur Rainer Matsutani baut geschickt die Spannungsbögen auf und liefert einen fesselnden Krimi. Zum Gruseln sind allerdings auch einige Details des Films. So fahren die Polizisten stets ohne den Sicherheitsgurt anzulegen zu ihren Einsätzen. Obendrein bewahrt die Kommissarin, alleinerziehende Mutter eines kleinen Jungen, ihre Dienstwaffe im unverschlossenen Küchenschrank und die Munition in einem Bohnenglas auf. Aber sonst spielt Mariele Millowitsch ihren Part klasse. Fortsetzung erwünscht. TV Neu, Mai, 2003 Nun ist auch noch eine neue [TV-Kommissarin] hinzu gekommen. Mariele Millowitsch. Und sie macht, ausnahmsweise ernst und zugeknöpft, ihre Sache gut. Fernsehwoche, Mai 2003 |
| Sonstiges | |
| Artikel, Interviews, Berichte | |
| Interview mit der Autorin Christa v. Bernuth (Ausschnitte) | (März 2003, Krimi-Net) |
| Punkt 6 | (06.09.02, RTL, Mitschrift) |
| "Geduld und Ruhe fernab der Großstadt" | (2002, Teleschau) |
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