| "Ich zähle keine Falten. Und ich kann auch gut allein
sein ..." (Bildwoche, 07.01.99) |
| Mehr als zehn Millionen Zuschauer freuen sich jede Woche auf sie. Sechs Millionen auf die liebenswerte Gästemanagerin in der ZDF-Kult-Serie "Girl friends", die anderen lachen sich über "Nikola" schlapp. Bildwoche-Interview mit Mariele Millowitsch, jüngste Tochter von Schauspiel-Legende Willy Millowitsch. |
| Montag, 10.00 Uhr, Guten Morgen, Frau Millowitsch,
ausgeschlafen? Na klar! Ich war schon mit meinem Dackel Hans-Günter draußen. muss gleich zum Dreh, der Tag ist proppenvoll. Sie drehen bis Ende Februar neue "Nikola"-Folgen, danach steht ein Film für den NDR an. Wie sieht's mit Urlaub aus? Gut! In den Schnee nach Zermatt. Leider darf ich laut Vertrag nicht Skilaufen - zu gefährlich! Sie leben in Hamburg. Wollen Sie irgendwann zurück in Ihre Heimat Köln? Ihr Freund Alexander Isadi lebt ja auch dort ... Hmmh. Vielleicht. Aber wann, weiß ich noch nicht Kommt drauf an, wann ich eine passende Wohnung finde. Die eigenen vier Wände sind für mich enorm wichtig. Und in Hamburg habe ich eine sehr schöne ... Außerdem bin ich bei diesem Thema sowieso sehr zerissen, weil ich Hamburg so liebe. |
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| Sie leben allein. Soll das so bleiben? Ja! Ich fühle mich sehr wohl so. Ich brauche meinen Freiraum und meinen eigenen Rhytmus. Es ist nicht mein Ziel, mit meinem Partner zusammenzuleben, Alexander findet's auch gut, wie's jetzt ist. Fühlen Sie sich nie einsam? Nein, wirklich nicht. Ich kann sehr gut für mich sein und auch mal nichts tun. Es ist für mich der totale Luxus, mal nicht mit Uhr leben zu müssen, und frei entscheiden zu können, wann und wie lange ich z.B. mit meinem Hund spazieren gehe. Sie sind gerade 43 geworden. Schon am Faltenzählen? Ach was. Die interessieren mich nicht - ehrlich! Und ich bin noch nicht so alt, dass ich körperliche Probleme habe. Dagegen habe ich - zugegeben - ein bißchen Bammel. Wenn ich mir meinen Vater so ansehe: Der ist im Kopf noch so jung, aber der Körper spielt halt nicht mehr so mit. Tja. Woll(t)en Sie mal Kinder? Nachwuchs ist für mich kein Thema mehr. Vor ein paar Jahren habe ich mir schon darüber Gedanken gemacht. Zu dem Zeitpunkt war war aber sowieso niemand da, mit dem ich das hätte verwirklichen können. Tja, und heute bin ich - so blöd wie's klingt - wunschlos glücklich, auch ohne Kind. Sie sind promovierte Tierärztin, haben aber nie praktiziert. Könnten Sie sich vorstellen, das irgendwann nachzuholen? Also man soll nie - nie sagen. Wer weiß, wie sehr sich der Jugendtrip in der Fernsehlandschaft entwickelt.Vielleicht bin ich ja irgendwann zu alt fürs TV. Aber um als Tierärztin arbeiten zu können, müsste ich erstmal ins Trainingslager. Verarzten Sie Hans-Günther selbst? Klar! Da muss er durch ... Wie stellen Sie sich Ihr Leben in 20 Jahre vor? Also, ich bin kein großer Planer. Jemand hat mal zu mir gesagt: "Wie bringst Du den lieben Gott zu Lachen? Antwort: Erzähl ihm Deine Pläne" - Ich finde, das paßt. Es kommt ja doch immer anders ... Aber ich könnte mir gut vorstellen, später eine Hausgemeinschaft zu gründen. Mit guten Freunden ein Mehrfamilienhaus zu beziehen, in dem jeder seinen eigenen Bereich hat, aber trotzdem zusammenlebt. Wieviele Freunde haben Sie? Nicht so viele. Eine Handvoll. Aber das sind dafür wirkliche Freunde. Haben Sie Feinde? Bestimmt. Warum auch nicht? Man kann nicht everybodys darling sein. Früher war ich verbindlicher als heute, war zu allen nett. Heute nicht mehr. Manche Menschen legen mir das als Arroganz aus. Das ist dann eben so. Ich zumindest weiß, dass ich nicht arrogant bin. Was tun Sie gegen schlechte Laune? Ich schimpfe, tobe, schmeiße manchmal mit Sachen. Aber nur für mich alleine. Z.B. im Auto kann ich wunderbar fluchen. Aber ich lasse meine Wut nie an anderen Menschen aus. Die können schließlich nichts dafür. Wenn ich griesgrämig zum Job komme, versaue ich doch allen den Tag. Ich bemühe mich dann immer, die Mundwinkel hochzuziehen. Das klappt meistens! © 1999 Bildwoche; Birgit Levin |
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