"Haben Sie ein wenig Angst vor Weihnachten?"
(das neue, 18.12.99)
 
Drei Monate ist es her, dass Willy Millowitsch im Alter von 90 Jahren gestorben ist. Ein schwerer Verlust, auch für Tochter Mariele Millowitsch (43, [44, Anm.d.W.]). Der erste Schock ist überwunden, doch die trauer bleibt. "das neue" traf die Schauspielerin in Hamburg bei Dreharbeiten zu dem SAT.1 - Film "Ich kaufe mir einen Mann".
   
Was fühlen Sie, wenn Sie an Weihnachten denken? Haben Sie ein wenig Angst vor dem Fest?
Naja, es wird immerhin der erste Heiligabend, den wir ohne unseren Vater meistern müssen. Aber wir werden es wie immer feiern. Die ganze Familie kommt zusammen, wir essen gemütlich miteinander, halten ein Schwätzchen. Ganz ruhig und entspannt. Das Zusammensein mit meinen Lieben ist für mich das Wichtigste auf der Welt.

Wie haben Sie die letzten Monate überstanden?
Mit großer Rückendeckung von zu Hause. Darüber war ich sehr froh. Mein Freund (Alexander Isadi, 41, d. Red. [39, Anm.d.W.]), der sehr um mich herum war, und auch mein Freundeskreis, der mich aufgefangen hat, haben mir Geborgenheit gegeben.
Mariele Millowitsch
 
Haben Sie sich in die Arbeit gestürzt, um sich abzulenken?
Nein, im Gegenteil. Ich hatte das Glück, dass ich in der Zeit gerade nicht arbeiten musste. Ich konnte mich in Ruhe mit dem Tod meines Vaters auseinander setzen und mich um meine Mutter (Gerda Millowitsch, 76, d.Red.) kümmern. Ihr geht es jetzt wieder recht gut, so dass ich das Film - Angebot annehmen konnte. Jetzt freue ich mich aber schon wieder sehr auf zu Hause. Wir sind in der schweren Zeit enger zusammengerückt, sind uns alle wieder sehr nahe gekommen.

© 1999 das neue, Jana Schwarz