| "Zum ersten Mal spricht sie über den
Tod ihrer geliebten Mutter" (Das neue Blatt, 25.05.04) |
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| Sie ist gefragt wie nie: Mariele Millowitsch ("Untreu",
25. Mai, RTL, "Nikola") trotz aller Arbeit achtet die Schauspielerin
(48) darauf, dass die Pausen nicht zu kurz kommen. EIne Lektion, die sie
am Sterbebett ihrer Mutter gelernt hat. In "Das neue Blatt" erinnert
sie sich an den traurigen Abschied von Gerda Millowitsch (81, verstorben
im März), die nach ihrem zweiten Schlaganfall im Koma lag. Vor zwei Monaten ist Ihre Mutter gestorben... Ich war bei ihr, als sie ging. Ich habe ihr gesagt, sie solle im Jenseits endlich die Dinge tun, die ihr Spaß bereiten. "Jetzt bist du dran!", hab ich ihr gesagt. Ob sie es verstanden, weiß ich nicht. Ich habe mich gefragt, warum meine Mutter so kurz nach dem Tod meines Vaters (1999) so krank werden musste. Endlich hatte sie ein bisschen Zeit für sich selber und ich hatte gehofft, sie würde viel reisen und es sich gut gehen lassen. Daran sieht man einmal mehr, dass man das Leben nicht auf später verschieben kann. Es ist falsch zu sagen: "Ich mache es mir später schön!" Man sollte versuchen, sich jeden Tag was Schönes zu schenken. Und wenn es ein leckeres Butterbrot ist oder ein Lesestündchen auf dem Balkon. Haben Sie Erinnerungsstücke an Ihrer Mutter? Ich habe mir ein paar schöne Gläser genommen, die sie gerne mochte. Wo waren Ihre Geschwister, als Ihrer Mutter im Krankenhaus lag? DIe waren vorher die ganze Zeit bei ihr. Ich habe freiwillig die Nachtschicht übernommen. Ich hatte schon Vaters Tod "verpasst". Das sollte mir nicht wieder passieren. Wie meinen Sie das? Ich war damals auf Elba. Wegen eines starken Sturms fuhr die Fähre nicht und ich bin nicht von der Insel heruntergekommen. War Ihr Lebensgefährte Alexander Isadi ein trost? Natürlich. Es ist toll, wenn man nicht allein ist. Das Privatleben ist mein ruhender Pol. Sie bewohnen zwei Wohnungen im gleichen Haus. Bewahrt man sich so sein Glück? Man vermeidet zumindest Probleme, die entstehen, weil man sich ständig auf der Pelle hockt. Ich hatte noch nie ein Enge-Gefühl oder den Eindruck, bevormundet zu werden. Das ist das Schöne. Ich sage ja (sie lächelt): Ich habe echt viel Glück und keinen Grund zu jammern. Was sind Ihre nächsten Pläne? Demnächst drehe ich eine Krimikomödie, dann noch einmal die "Mona Seiler" und im Januar kommt die neunte Staffel von "Nikola." © 2004 Das neue Blatt, U. Schankat |