"Einsatz mit Köpfchen, Gefühl und Wumme"
(Express, 06.05 03)
 
Mariele Millowitsch (47) – bisher die patente Frau, die Familienkrisen meistert, Freundinnen zusammenhält, in allen Lebenslagen ihren Mann steht. Die Frau für die heiteren Stunden vorm Fernseher. Jetzt gibt‘s den Image-Wechsel: Die Kölner Schauspielerin ist als Leiterin der Münchner Mordkommission im Einsatz. Sie spielt die Mona Seiler, die mit Köpfchen, Gefühl (und in äußersten Notfällen mit ihrer Wumme) Fälle löst. Ihr erster Fall: „Die Stimmen“ (Dienstag, 20.15 Uhr, RTL). EXPRESS sprach mit der neuen Kommissarin.

Was spielen Sie lieber – die heiteren oder die dramatischen Filme?

Ich habe meine Probleme mit dem Schubladen-Denken. Und auch bei Mona Seiler geht‘s nicht nur dramatisch zu, ist nicht alles schrecklich traurig. Auch sie hat zum Glück ihre heiteren Momente.

Wie war es für Sie, mit einem Revolver in der Hand zu spielen?
Es war mir erst sehr unsympathisch. Etwas in der Hand zu haben, womit man andere töten kann, macht mich nicht fröhlich.

Was zeichnet Ihre Mona Seiler aus?
Zum Glück nicht dieses Rumgeballere. Viel interessanter sind die Gespräche, das Zuhören, das Gucken, wie jemand reagiert, wenn man ihn in die Enge getrieben hat.

Haben Sie Ihre Action-Szenen selbst gespielt?
Wenn es richtig gefährlich wird, lasse ich mich natürlich lieber doubeln. Aber ich habe es auch bei »Nikola« gern, wenn die Komik ab und zu physisch wird, und wenn ich einen Stunt selber machen kann. Nach einigen Szenen in »Die Stimmen« hatte ich sogar einige Würgemale am Hals – so etwas passiert halt mal.

Wer sind Ihre Lieblings-Krimi-Autoren?

Ich bin keine Fachfrau. Aber wenn Krimis – dann Henning Mankells Kurt-Wallander-Romane und die Krimis von Donna Leon.

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