"Mariele legt die Knarre weg"
(Kölner Express, 21.05.05)
 
Als Schwester "Nikola" hat sie gerade den Kittel ausgezogen. "Zum Glück ging's ohne Taschentücher. Aber es war schon traurig", sagt TV-Star Mariele Millowitsch (49) über das Finale mit Walter Sittler (52) - die Abschlussstaffel zeigt RTL im Herbst. Aber schon Donnerstag gibt es ein Wiedersehen mit ihr. Millowitsch ermittelt als Kommissarin Mona Seiler in München.


"Damals warst du still" (Do, RTL, 20.15 Uhr). Gleich aus zwei Gründen ein besonderer Krimi. Erstens, weil es für die Kölnerin vorerst der letzte "Seiler" ist: "Wir legen eine Pause ein. Mal schauen, wie's danach weitergeht." Mit der Waffe in der Hand, gesteht Millowitsch, habe sie sich eh immer etwas unwohl gefühlt. "Das mag ich nach wie vor nicht. Sogar die Platzpatronen sind noch unglaublich laut."

Zweitens, weil die Schauspielerin an der Seite eines großen Hollywood-Stars agiert, der ihr privat richtig ans Herz gewachsen ist: Helmut Berger (60), Visconti-Legende und Enfant Terrible des Films. Er spielt im Film einen undurchschaubaren Psychotherapeuten, der scheinbar gefühllos die Ermorderung seines Sohnes hinnimmt.


"Er ist einfach ganz anders, als man ihn aus irgendwelchen Talkshows kennt. Ein Riesenherz - so was wie Geiz oder Engstirnigkeit kennt er nicht", sagt Millowitsch. "Am Set musste er sich zwar erst mal reinfinden, weil er länger nichts mehr gemacht hatte. Aber dann war er da, ein absoluter Profi.
Und auch nach Feierabend stimmte die Chemie - "Amtssprache" war Italienisch (sprechen beide fließend). "Wir haben rumgeflachst und uns prächtig amüsiert." Jetzt telefonieren die beiden mitunter. Millowitsch: "Er ist nicht einfach. Aber man kann schon sagen, dass wir befreundet sind."

Und wie geht's nun für sie weiter? Ab Juni dreht Mariele Millowitsch eine neue Serie für RTL: Die Familienanwältin. "Da sind zwar viele Leute aus der Nikola-Crew beteiligt - aber es gibt eher wenig zu Lachen." Zur Vorbereitung aufs Juristendeutsch hat sie einen ganz besonderen Trainer - ihren Lebensgefährten Alexander Isadi. "Er ist ja Anwalt und coacht mich jetzt, wie man welche Paragraphen auszulegen hat. Mit dem Fachjargon kenne ich mich jetzt schon ganz gut aus." Im Namen des Zuschauers - es wird bestimmt ein Hit.

© 2005 Kölner Express; Jörg Philippi-Gerle