| "Ein Hund, ein Mann - und der Alptraum vom Brautkleid"
(Frau im Spiegel, 15.07.98) |
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| Sie drehen gerade die letzte Staffel von "girl friends".
Geht mit dem Abschluß eine persönliche Ära zu Ende? Ja, natürlich, wir drehen seit Mai 1994, und mir hat die Rolle der "Marie" eine Riesenkarriere ermöglicht. Fürchten Sie, jetzt in Vergessenheit zu geraten? Nein, gar nicht, dazu habe ich zu viele Rollenangebote auf dem Tisch. Das läuft im Moment - ganz schnell auf Holz klopfen - wie's Brezelbacken. Ich bin ausgebucht bis Mitte 1999. |
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Ich vermisse Hans-Günther, Ihren Yorkshire-Dackel.
Den habe ich zu Hause gelassen, der benimmt sich im Restaurant daneben, bellt Leute an. Aber ich bin froh, dass ich ihn habe. Er ist sehr lieb. Frech wird er nur bei Hunden, die mindestens viermal so groß sind wie er. Die greift er an. Ich gehe dann dazwischen, denn wenn ein Rottweiler sauer wird, hat Hans-Günther schlechte Karten. Versteht sich Hans-Günther mit Alexander Isadi, dem anderen Mann in Ihrem Leben? Ja, große Liebe. Wenn ich mal morgens oder abends ganz furchtbar müde bin, geht er auch mit ihm spazieren. |
| Gilt nach einem Jahr Beziehung für Sie noch der Begriff
Lebensabschnittsgefährte? Natürlich. Wenn mir ein Mann sagen würde, "du und keine andere in meinem ganzen Leben", würde ich sagen: "Huh, denk mal drüber nach." Es gibt keine Garantie für ewiges Zusammensein. Wir genießen unsere gemeinsame Zeit, wissen aber auch, wieviel Freiräume der andere braucht. Verlassen Sie nach "girl friends" Hamburg? Das ist geplant. Ich muss in Köln erst etwas Adäquates finden, ehe ich hier wegziehe. Mein Traum ist es, mit Freunden ein Mehrfamilienhaus zu kaufen. Was würden Sie für einen Mann nie aufgeben? Meine Selbstständigkeit. Nie. Ich will entscheiden, wo ich wann welches Geld ausgebe, wo ich wann welche Rollen spiele, wann ich zu Hause sitze und hausfraulich tätig bin und wann nicht. Vorschriften kann ich nicht ertragen. Was ich mache, mache ich freiwillig. Unter Druck werde ich bös. Wünschen Sie sich jetzt doch manchmal, Ehefrau und Mutter zu werden? Wozu soll ich denn noch auf den letzten Drücker ein Kind in die Welt setzen? Und heiraten: wozu, für wen? Für die Anwälte, wenn man sich scheiden läßt? Das halte ich nicht für nötig. Aber es gibt Frauen, die träumen ganz plötzlich von traualtar und weißem Brautkleid ... Diese träume habe ich überhaupt nicht! Meine Mutter musste mir einst ein Kommunionkleid kaufen. Ich habe es so gehasst! Ich wollte viel lieber einen Anzug anziehen. Das war das erste Mal, dass ich mit dem Begriff "Kleidchen" ein Problem hatte. Also, in Weiß heiraten: nie!! Denken Sie jetzt für zwei? Lesen Sie zwei Horoskope? Natürlich denke ich jetzt nicht mehr "ich", sondern "wir". Aber der andere hat ja auch seine Vorstellungen. Meine Zukunft ist sicherlich, dass ich viel arbeite. Ich sorge für Unterbrechungen, in denen ich Zeit für mich habe und Zeiten, die für uns reserviert sind. (lacht) Na klar lese ich jetzt zwei Horoskope. Schütze und Stier. Und denke bei beiden: So'n Quatsch! Wie gehen Sie damit um, wenn Ihr Partner im Streß ist? Wenn ich gerade Zeit habe, kümmere ich mich abends um ihn. Das mache ich auch hier in unserer Hausgemeinschaft. Die Jungs, die um mich herum wohnen, sind Singles, die viel ackern müssen. Ich bereite Mozzarella mit Tomaten vor oder koche Spaghetti und mache einen Rundruf. Die freuen sich, wenn sie nach Hause kommen und bei der Nachbarin essen können. Haben Sie was über seinen Beruf - Alexander Isadi ist RTL-Generalsekretär - dazugelernt und er über Ihren? Das ergibt sich automatisch. Wobei ich allerdings von Juristerei, mit der er zu tun hat, nicht viel verstehe. Ich weiß nur, dass das arbeitsaufwendig ist, und sehe, was der Mann leisten muss. Dagegen schiebe ich einen richtig ruhigen Lenz. Gibt es gemeinsame Hobbys? Ich habe von ihm eine ganze Menge über Musik gelernt. Alexander spielt Gitarre. Ich spiele leider kein Instrument, habe aber vor, wieder Gesangsunterricht zu nehmen. Ansonsten: Spazierengehen, Lesen, oder nur einfach Zusammensein. © 1998 Frau im Spiegel, U. Schankat |
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