"Ein neuer Mann in ihrem Leben"
(Frau im Spiegel, Sommer 1997)
 
Kleine Komplimente können auch den stressigsten Tag erträglicher machen. Walter Sittler ist ein Mensch, der immer ein nettes Wort für seine Kollegen hat. Für Mariele Millowitsch war’s sogar ein ganz großes Kompliment, als er sagte, dass er gerne mit ihr arbeitet: "Darüber habe ich mich sehr gefreut. Er sagt immer so nette Kleinigkeiten zwischendurch. Er ist eben ein freundlicher Mensch." Sie muss es wissen.
Die Serie "girl friends" hat die beiden zum Traumpaar gemacht, und mit der 13 teiligen Comedy "Nikola" beweisen sie aufs neue, dass sie sich gegenseitig wunderbar die Bälle zuspielen können. Jetzt bereiten sie sich schon auf die Fortsetzung vor. Drei Jahre ununterbrochene enge Zusammenarbeit führt bekanntlich nicht selten zu privatem Techtelmechtel. Mariele kann darüber nur lachen: "Wir sind uns charakterlich ähnlich. Wir haben es beide gern friedlich, sind beide sehr konzentrierte Arbeiter. Aber es wird nie ein Liebesverhältnis zwischen uns entstehen. Niemals!" In ihrem Privatleben ist die Rolle des Liebhabers bereits wieder besetzt.

Seit Februar gibt es einen neuen Mann im Leben des Fernsehstars. Der erste gemeinsame Urlaub liegt gerade hinter ihnen. Er ist Kölner Jurist und heißt Alexander Isadi. Wie lebt ein Liebespaar mit zwei Wohnsitzen? Mariele: "Man sieht sich halt nicht so oft. Manchmal ist es natürlich nervig, dass man nur aufs Telefonieren angewiesen ist. Dass man sich nicht in den Arm nehmen kann, wenn einem danach ist. An einen Umzug von Hamburg nach Köln, denke ich trotzdem erst einmal nicht."

Seit einigen Monaten ist Mariele Millowitsch jedes zweite Wochenende in Köln, aber nicht nur seinetwegen. Auch um Freunde zu treffen oder mit der Familie den 70. Geburtstag ihrer Mutter Gerda zu feiern. Und wie geht’s Papa Willy? "Eigentlich gut. Aber mit 88 ist für ihn alles mit Anstrengungen verbunden, und mit Bandscheibenvorfällen ist man ohnehin kein Springinsfeld mehr. trotzdem fährt er noch ins Theater, hat zwei CDs aufgenommen, ist im Karneval aufgetreten." Arbeit ist für ihn nun mal der Lebensinhalt. Und dasselbe gilt für Mariele. "Wenn ich durch Krankheit aufs Nichtstun reduziert würde - das wäre ein Drama!"

© 1997 Frau im Spiegel, U. Schankat