| Johannes B. Kerner Show (ZDF, 31.03.05) |
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| Neben Mariele waren Dieter Hildebrandt und Oliver Geissen
zu Gast in der Johannes B. Kerner Show. JBK: In dieser Sendung werden Fragen beantwortet, die wirklich bedeutend sind. Zum Beispiel die Frage an Mariele Millowitsch, was sie neuerdings mit Lack und Leder zu tun hat. (Mariele lacht) Herzlich Willkommen, Schön dass Sie da sind. [....] |
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JBK: (zu D. Hildebrandt): Wollen Sie eigentlich auch
noch schauspielern? Oder mehr schauspielern? Sie haben ja legendäre
Sachen gespielt in Filmen und Fernseh-Serien. Oder ist das für Sie
durch? D. Hildebrandt: Ich habe gar keine Zeit mehr. Ich bin mit 160 Lesungen im Jahr unterwegs und ich habe jeden Abend ein wunderbares Publikum. Ich brauch das nicht mehr, dass mir ein Regisseur sagt, wo ich lang gehen soll und wie ich die Hand heben soll und dass ich den Satz SO sagen muss... Das muss ich nicht mehr haben. JBK: Die Nummer ist durch, oder? |
| Mariele: (lacht) Die muss ich aber auch nicht haben,
die Regisseure. JBK: Ja, aber die gibt's natürlich, oder? Mariele: Ja, aber ein bisschen Entscheidungsfreiheit hat man schon zu sagen, wann man welchen Satz wo macht. Es gibt Wünsche, die der Regisseur äußert, z.B. dass man bitte in dem Moment an dem Fenster stehen soll, aber ob das dann klappt, das sei dahin gestellt. JBK: Aber es gibt ja auch die Wünsche einer Schauspielerin. Gibt es bei Ihnen den Wunsch mal so eine richtig Böse zu spielen? So eine Intrigantin, eine Hinterlistige, eine Gemeine? |
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| Mariele: Ich träume jetzt nicht davon. Wenn's
käme, wäre es auch in Ordnung, aber es ist jetzt nicht so, dass
ich mich nachts im Bett wälze und mir sage: "Ich möchte mal
das Rollenfach wechseln." So schlimm ist es nicht. JBK: Am Montag sieht man Sie im ZDF Film "Das geheime Leben meiner Freundin". Sie sind dort zu Besuch - ich weiß nicht ob zu Besuch, aber filmisch zu Besuch - im Sado-Maso-Milieu. War das interessant? Mariele: (schmunzelt) Ich bin ja nicht bis rein [in den Club] gekommen, aber alleine schon das Kostüm auszusuchen war sehr spannend. Das war für mich absolut neu, denn privat laufe ich eigentlich nicht damit rum. Ich beichte jetzt, ich hatte es noch nie an. (allgemeines Gelächter) JBK: Schon ok, das kann man bekennen. Mariele: Obwohl: Schwarz streckt. Das war schon ok, dass die Sachen schwarz sind. Aber es ist einfach furchtbar auf diesen Stiefeln zu stehen den ganzen Tag. Erst hat man diese Overknees an und so eine kurze Hose und dann stand ich so vorm Spiegel.... JBK: Overknees? Mariele: Das sind diese hohen Stiefel. Die übers Knie gehen. "Overknees" wie man neudeutsch eben sagt. Und mit wirklich solchen Absätzen... |
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JBK: Mit Highheels. Mariele: Genau, auch neudeutsch. Und dann stand ich vorm Spiegel und dachte: "Ach, guck mal, geht doch. Ist doch gar nicht so schlimm!" Aber wenn man die Schuhe zehn Minuten an hat, möchte man Gesundheits-Latschen. Man träumt von flachen Schuhen, von den Kartons der Stiefel und man möchte diese Dinger ausziehen. Also das ist nicht mein Beruf. JBK: Und wie ist es sonst so? Lack- und Leder-technisch? Denn das ist ja doch alles sehr enganliegend, geschmeidig. Schönes Gefühl? Mariele: Das Zeug gibt nach mit der Zeit. (Gelächter im Publikum) Wenn man eine Weile drin steckt, geht's (sie lacht). Aber wie gesagt... |
| JBK: Wir erklären hier auch noch mal an Eidesstaat:
Es war ja nur für den Film. Mariele: Es war nur für den Film. Ich habe dieses Kostüm NICHT zurückgekauft. JBK: Aber wir wollen dem Zuschauer natürlich die Illusion vermitteln. Also: die Produktion heißt "Das geheime Leben meiner Freundin". Am nächsten Montag sieht man im ZDF die ganze Geschichte, das wesentliche Bild schon jetzt. Es wird der Ausschnitt gezeigt, in dem Roos und Fred die SM Klamotten anprobieren und es gibt großes Gelächter und Applaus vom Publikum JBK: Nun gibt es ja alle möglichen Geschichten. Wenn man
als Schauspielerin im SM-Mileu spielt, ist das eine Rollenverwandlung
wie jede andere auch? Also ob Sie nun ein Dirndl anziehen oder eine "Schwarzwald-Mädel-Uniform"
- was Sie ja nicht tun, aber tun könnten als Schauspielerin - oder
so eine SM-Tracht, ist das völlig egal? |
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| JBK: Und macht man sich dann Gedanken darüber,
was für Leute der Reiz seien könnte? Denn auch beim Dirndl kann
man ja darüber nachdenken, warum die Menschen im Dirndl rumlaufen.
Und es gibt bestimmt viele guten Gründe... Mariele: Ja, beim Dirndl ist es ja klar, da hat man immer ordentlich das Dekolletee, darum geht's ja. JBK: Ist das der Grund warum man Dirndl trägt? Mariele: Ja ich weiß es nicht... |
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| D. Hildebrandt: Damit man die Bierkrüge draufstellt.
Mariele: Ja, das geht aber erst ab Doppel-D. JBK: Ein Münchner darf das sagen. Ein in München lebender Schlesier darf da sagen. (zu Mariele) Nein, macht man sich Gedanken darüber, was den Leuten daran gefallen könnte? Was das ist? Mir ist es - ich oute mich da auch - mir ist es völlig fremd. Mariele: Mir ist es auch vollkommen fremd. O. Geissen: Outen wäre ja, wenn man es kennen würde. Das wäre ja das Outing jetzt. Mariele: Stimmt. JBK: Insofern lüge ich auch jetzt gerade. (Gelächter im Publikum) Nein, bitte jetzt keine Briefe. Mariele: Nein, ich kann es auch nicht nachvollziehen. Wie gesagt, schwarz streckt, man sieht ganz nett drin aus, aber beruflich... nein. |
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JBK: Und Jürgen Vogel hat sich offensichtlich
auch ganz wohl gefühlt in dem Kostüm?
Mariele: Saß wie 'ne Eins! Und das war auch improvisiert.
Dass ich sagte "Dreh dich mal rum" stand eigentlich nicht im
Drehbuch. Ich musste wirklich lachen, es war eigentlich nicht vorgeschrieben,
was wir da gemacht haben. Und er sagt dann noch am Schluss: "Findest
du das jetzt komisch, oder was?" Und ich so "Nein!" Und
das ist drin geblieben, obwohl es eigentlich schon nicht mehr im Drehbuch
war. |
| D. Hildebrandt: Und eine Pointe. Schön. Mariele: Was einem mit Jürgen schnell passieren konnte, dass Pointen dazu kamen. Der ist wirklich ganz schnell, unglaublich. JBK: Von wem sind Sie eigentlich aufgeklärt worden? Mariele: Von wem? (sie überlegt) Ich glaube, man hat mir ein Buch in die Hand gedrückt. Ich glaube, das war weiß mit blauen Querstreifen. "Woher kommen die kleinen Jungen und Mädchen" hieß das Buch, glaube ich. Und das hat man mir in die Hand gedrückt. Das Thema wurde bei uns dann schon gemieden, da wurde nicht so gerne drüber gesprochen. JBK: Aber das war doch eine ganz offene Familie... Mariele: (schüttelt den Kopf) Nicht bei allen Sachen. JBK: Also das heißt nach außen offen, auch in der Darstellung des Familienlebens offen, aber an sich prüde? |
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| Mariele: Nee, das kann man so nicht sagen. Ich glaube,
das war meiner Mutter oder meinem Vater einfach unangenehm mit den Kindern
über dieses Thema zu reden. Also offen war es immer. Der bunte Hund
konnte kommen, meine Mutter hatte immer ein offenes Haus für jeden.
Es war egal. Ob jemand schwarz, grün, gelb, blau war oder wie er aussah
oder wie er sich gab, da war wurscht. Aber Aufklärung war jetzt so
ein ganz heikles Thema, das wurde dann lieber vermieden. Da hat man dann
die Schule rangelassen, dass die sich darum kümmern. JBK: Ok, das war dann auch nicht eher Vater oder eher Mutter, sondern das war generell zu Hause kein Thema. Mariele: Nein, nicht so wirklich. JBK: Frage der Zeit gewesen? |
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| Mariele: Vielleicht. Das war immerhin Ende der 50er,
Anfang der 60er... [....] JBK: Also über Aufklärung haben wir genug gesprochen, reden wir über Erziehung. Wer hat das denn bei Ihnen gemacht: war das Gerda oder war das Willy? Mariele: Das war wohl Gerda. Willy war ja selten zu Hause... JBK: Das ist doch interessant. Das ist doch DER Familienmensch, in der Wahrnehmung der Leute. Der Familienmensch schlechthin: Willy Millowitsch. Es gibt nicht mehr Familienmensch eigentlich. Und der war nie zu Hause? |
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Mariele: Der war nie zu Hause. Deswegen war er ja
so ein Familienmensch, wenn er dann am Wochenende da war, war Familie und
dann hat es ihm aber auch gereicht. Da war er ganz froh, wenn er wieder
weg war. Nee, also das war schon Gerda zu Hause, die alles am Laufen gehalten
hat. JBK: Haben Sie den Papa da mal vermisst in dieser Zeit oder kannten Sie es nicht anders? Mariele: Ich kannte es nicht anders. Hätte ich einen Vater gehabt, der um 9 aus dem Haus geht und um 5 zurückkommt, hätte ich es auch in Ordnung gefunden. Aber bei uns war's jetzt halt so und er war am Wochenende oft da und dann wurde sehr viel auf Familie gemacht mit gemeinsam Frühstücken und gemeinsam am Sonntag zu Abend essen. Das ist mir dann später schwer auf den Wecker gegangen. Aber als ich klein war, fand ich's ok. |
| JBK: Weil Sie einfach keine Lust mehr hatten...? Mariele: Ja, da hatte ich keinen Bock aufs Frühstücken und keinen Bock aufs Abendessen und fand die sowieso alle blöd. Das war so ab 14. |
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| JBK: Na gut, 14 ist ja schon die erste Phase der Rebellion.
Mariele: (schreibt es sich quasi auf die Stirn) Ich bin dagegen! JBK: Ja genau, das ist dann zumindest immer zu sehen, auch wenn
es nicht da steht. Ist Ihnen dieses öffentliche Leben früher
manchmal auf den Geist gegangen? |
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| Mariele: Ja, das war leider so. Das ist mir schon
sehr schwer auf den Keks gegangen. Es gibt auch Bilder von uns, als wir
klein waren, da sieht man, dass es vorher noch ein paar Backpfeifen gehagelt
hat, damit wir auch mitmachen. Also da sieht man verklemmte Kinder-Gesichter.
Ist halt so. JBK: Also links und rechts eine, damit das Kind fröhlich guckt? |
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Mariele: (lacht) Ja, und wenn's um seinen Beruf ging,
da konnte unser Vater mitunter schon mal arg sauer werden. O. Geissen: Echt? War das so? Mariele: Ja, da verstand unser Vater keinen Spaß, da hatten wir mitzuziehen. O. Geissen: Der Express kommt, also lachen und wenn das nicht passiert, dann gab's...? Mariele: Ja, das gab's schon mal. O. Geissen: Im Ernst? Aber dann lacht doch ein Kind dann gerade nicht. |
| Mariele: Das meinte ich. Man sieht auf den Fotos verklemmte
Kindergesichter. Ja. Daraus resultiert heute meine etwas größere
Abneigung gegen Presse in jeglicher Form. Also wenn ein Fotograf irgendwo
ist, bin ich weg. JBK: Also das haben Sie gar nicht gerne? Mariele: Nein, ich mag's nicht. |
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| JBK: Ich bin zusätzlich dankbar, dass Sie hergekommen
sind. Das ehrt mich ja zusätzlich. Wir haben eine Szene rausgesucht,
ich weiß nicht ob das Ihre erste Bühnen-Geschichte ist, aber
da haben Sie mit dem Papa zusammen gespielt. Hieß das "drei kölsche
Jungen"? Gibt's so ein Produktion? Mariele: Ja, "drei kölsche Jungs". Die habt ihr hier? JBK: Die haben wir hier. Mariele: Ich wird verrückt. JBK: Weder Kosten noch Mühen gescheut, sagt man an dieser Stelle. Unabhängig davon, ob es stimmt. Wir haben es halt. Und so sieht es aus. So sieht Mariele Millowitsch aus im zarten Alter von... acht Jahren, würde ich sagen. |
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| Mariele: Keine Ahnung. Sieben, acht, neun?
Es folgt ein Ausschnitt aus "Drei kölsche Junge" von 1965. O. Geissen: Aber Willy war doch da noch nicht schwerhörig.
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JBK: Jetzt sind Sie gerade ins Kölsche verfallen.
Sprechen Sie noch Kölsch heute? So tagsüber? Mariele: Jein. Wenn ich dann versuche mitzuhalten, wenn ich einen kölschen Taxifahrer hab, dann ernte ich manchmal mitleidige Blicke nach dem Motto: "Was versucht sie denn da jetzt?!?!?" Es geht nicht mehr so flüssig. JBK: Ich will jetzt nicht in Schlagzeilen, aber "die Millowitsch Tochter kann kein Kölsch mehr" das ist ja dramatisch. Mariele: Doch ich kann's schon. Ich kann's auch noch vom Blatt ablesen, wenn man mir Zeit gibt. Das geht gerade noch. Aber so improvisieren und frei Schnauze Kölsch, das geht dann nicht mehr so gut. |
| JBK: Haben Sie mit Ihren Geschwistern, das sind ja
drei - zwei ältere Schwestern und ein Bruder - immer ein gutes Verhältnis
gehabt... Mariele: Ja! JBK: ... oder war das immer ein Kämpfchen? Mariele: Sagen wir mal so: Peter und ich waren ja am Theater. Und es war irgendwie klar, dass mein Bruder das Theater übernehmen würde, weil er eben ein Mann war. Mein Vater hatte nun mal aus der Generation diese Erbhofmentalität... JBK: Hätten Sie es gerne gehabt? Mariele: Es gab Zeiten, da hab ich mir gedacht, das wäre ganz schön, ja. Ich hab mich dort sehr wohl gefühlt. Aber dann war klar, Peter übernimmt das Haus und dann dachte ich: für zwei ist der Platz nicht da. Das hing aber auch damit zusammen, dass ich alle komödiantischen Rollen - Dienstmädchen und irgendwelche Geliebte die plötzlich auftauchen und alles durcheinander bringen - schon so oft gespielt hatte und dann dachte ich auch: sieh besser zu, dass du wegkommst. Das war ein bisschen schwierig, weil mein Vater es auch nicht so ganz verstanden hat, er war dann auch ein bisschen traurig und auch sauer auf mich deswegen. Aber ich glaube, der Schritt damals das Haus zu verlassen, war absolut richtig,. Und die beiden Mädels haben ja mit dem Theater nicht viel zu tun. Katarina hatte wohl mal mehrere freie Theater in Köln, da hab ich auch mit ihr gespielt. Das war eine super Zusammenarbeit. Und wir telefonieren eigentlich fast täglich. JBK: Und die Tatsache, dass Sie als Kind, in der Familie in der Sie aufgewachsen sind, so öffentlich gelebt haben oder stellenweise auch leben mussten, wie Sie gesagt haben. Ist das mit ein Grund, dass Sie gesagt haben: "Ich möchte keine Familie haben"? |
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| Mariele: (zögert kurz) Das kann ich nicht so
beantworten. Das ist sicher ein Zusammenspiel von vielen Geschichten. Es
hat auch zeitlich nicht gepasst und dann hatte ich mir auch überlegt,
dass ich kein Kind möchte, dass schon früh mit dem Kindermädchen
rumgezerrt wird. Und ein Einzelkind hab ich mir gedacht, ist dann auch blöd.
Wenn Familie dann gleich mit zwei oder drei Kindern, denn es ist schon ganz
schön für ein Kind, wenn es nicht alleine immer auf die Liebe
oder Nicht-Liebe der Eltern angewiesen ist. Und dann wusste ich, ich bin nicht bereit das einzugehen, also ich bin nicht bereit das abzugeben, ich möchte arbeiten. Ich hab eine Zeitlang immer die Männer ein bisschen beneidet, weil die im Sandkasten waren und konnten mit Förmchen spielen und die Vernünftigen waren immer wir Frauen. Und irgendwie hab ich gedacht: Nee, ich will auch in den Sandkasten. Ich will auch meinen Spaß haben im Leben! Und dazu passt nicht die Verantwortung einer Familie. Muss ich ganz einfach so sagen. |
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| JBK: Eine ganz bewusste Entscheidung. Mariele: Auch ein bewusste Entscheidung, das muss ich schon sagen. JBK: Wie viele Entscheidungen ja ganz bewusst sind. Zum Beispiel, dass Sie mit Ihrem Lebensgefährten, mit dem Sie ja auch schon eine Reihe von Jahren zusammen sind, nicht zusammen leben. |
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Mariele: Nee. Das ist auch gut so. Also, dass jeder
seine eigene Wohnung hat, ist schon in Ordnung. JBK: Ja, ich kann mir auch Situationen vorstellen in denen das gut ist, das ist schon klar. Aber im Prinzip... wenn man zusammen ist, dann denkt man doch, dass man auch miteinander sein will. Mariele: Sind wir ja. Ganz viel. Aber ganz freiwillig. Und nicht, weil man zusammen eine Wohnung hat und man denselben Schlüssel benutzen muss. Sondern bei uns beruht es wirklich darauf, dass man freiwillig beisammen sein will. JBK: Sie betonen "freiwillig" so. Deswegen heiraten Sie auch nicht? |
| Mariele: Richtig. Denn auch das brauche ich nicht.
Ich bleibe ja gerne freiwillig zusammen mit jemandem. Und nicht weil der
Staat es dann absegnet oder ich irgendwas schriftlich gegeben habe. Mir
ist das nicht wichtig, dem Alex ist es nicht wichtig, also können wir
es auch lassen. [....] JBK: Also von unserer Freundin Mariele Millowitsch wissen wir jetzt ein bisschen mehr. Das Leben ist nicht mehr ganz so geheim, aber "das geheime Leben meiner Freundin" sehen wir dann am Montag um 20.15 Uhr im ZDF. Wir freuen uns drauf und ich bedanke mich sehr herzlich für den Besuch. Mariele: Ich danke auch. |
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| JBK: Und wenn bei Oliver Geissen alles gut gegangen
wäre, dann säße heute eigentlich ein Berufskollege von Mariele
Millowitsch hier. Der wollte mal Tierarzt werden. Mariele: Echt jetzt? O. Geissen: Ja. Sie auch? Mariele: Ja, ich bin's. |
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| Mariele: Bandscheibenvorfälle beim Dackel. (Gelächter
im Publikum) O. Geissen: Die Dackellähmung? Mariele: Ja. JBK: Jetzt mal ganz ehrlich, Frau Millowitsch, wenn ein Drehbuchautor sich ausdenken würde, wir haben eine Tierärztin, die hat promoviert über Bandscheibenvorfälle beim Dackel, da würde man doch sagen: "Nee, das können wir nicht nehmen, das ist..." Mariele: "Nee komm, lass mal, das geht nicht." Genau. |
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O. Geissen: Man unterschätzt das immer. Das ist
so schwierig, diese Tiermedizin. [....] Mariele: Und warum haben Sie [das Studium] dann nicht gemacht? O. Geissen: Ach Gott, das, was man da mitbringen muss: so ein bisschen Talent in naturwissenschaftlichen Fächern... da hab ich nicht so laut "Hier!" gerufen, als der liebe Gott das verteilt hat. Mariele: Hab ich aber auch nicht. Durch Chemie und Physik habe ich mich durch laviert. Das ging dann irgendwie. |
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