Lattenknaller - Kurzinterview
(Pressemappe zum Film, 2003)

Kannten Sie den Begriff "Lattenknaller" und wenn nicht, was haben Sie sich zuerst darunter vorgestellt?
Nein. ich kannte den Begriff nicht. Ich habe schon an Fußball gedacht, aber ich wusste nicht genau, was damit gemeint war.

Sie spielen die "Elke", ein Ruhrpott-Original mit dem Herz am rechten Fleck. Was hat Sie an der Rolle gereizt?

Dass es einmal etwas anderes war, als das, was mir sonst angeboten wird. Eine Wirtin hatte ich noch nicht gespielt. Besonders hat mich gereizt, mit Sherry Hormann zu arbeiten.
Mariele Millowitsch
 
Sind Sie persönlich Fußballfan? Und wenn ja, welchem Verein drücken Sie die Daumen?
Ich sehe gerne guten Fußball, bin aber persönlich keinem Verein besonders verbunden.

Schwule und Fußball: Eines der letzten Tabus unserer Gesellschaft wird gebrochen. Sehen Sie das ähnlich?

Ich erkenne die Problematik. Fußball ist natürlich eine Männer-Domäne. Und sicher gibt es unter den Spielern auch Homosexuelle - nur dürfen die sich nicht outen, dann bekämen sie große Probleme.

Auf welche Szene freuen Sie sich am meisten?

Ich freue mich am meisten auf die Busfahrt. Elke chauffiert an einer Stelle der Geschichte die gesamte Mannschaft im Bus quer durch die Gegend - darauf freue ich mich.
 
Auszug aus dem Interview mit Rolf Zacher
 
Mit Elke - alias Mariele Millowitsch - verbindet Karl eine enge Freundschaft, wenn nicht sogar mehr. Wie würden Sie das Verhältnis der beiden beschreiben?
Im Gegensatz zu mir ist mein Film-Charakter Karl ein introvertierter Typ, der seine Gefühle nicht artikuliert, sondern eher für sich behält. Elke und Karl lieben sich auf eine bestimmte Art; ob und wie sich diese Liebe in ihren Nuancen entwickelt und entfaltet, das lasse ich im Verlauf der Dreharbeiten auf mich zukommen.

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