| "Heiraten ist zur Zeit kein Thema für
mich" (neue Woche, 15.03.00) |
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| Der Händedruck des blonden TV-Lieblings verrät viel: Selbstbewusstsein, Herzlichkeit, Temperament. Mariele Millowitsch (44) hat ein Lachen, das sogar Mauern lautlos zum Einfallen bringen könnte - wie in der ZDF Serie "girl friends", in der RTL Comedy "Nikola" oder im SAT.1 Film "Ich kaufe mir einen Mann". Für ihr Publikum tut sie alles - mit einer Ausnahme. | |
| Haben Sie eigentlich auch mal schlechte Laune? Klar. Wenn ich morgens aufwache und schon sauer bin, dann gehe ich mit Hans-Günther um den Block. Hans-Günther? Mein Dackel ... Also, den lüfte ich dann und mich hole ich wieder auf den Teppich runter. Dass Türen zufliegen und ich mit Sachen schmeiße, erlaube ich mir nur, wenn ich alleine bin, nie, wenn Kollegen dabei sind. Ihr Vater, Super-Komödiant Willy Millowitsch, war da anders... Papa war impulsiver. Wenn er aus er Haut fuhr ich so einen Anschnauzer abkriegte, war es ihm egal, was für Leute dabeistanden. Und ich schämte mich dann so (sie lächelt sanft.) Er hat es aber nie böse gemeint. |
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Denken Sie oft an Ihren Vater? Täglich. Manchmal bedanke ich mich bei ihm, wenn der Tag besonders schön war. Was ist Ihr kostbarster Besitz? Ein paar Käthe-Kruse-Puppen, ein Bauernschrank von meinen Urgroßeltern und eine Handvoll Briefe von Pater Anselmus aus einem Kloster in Dinslaken. Mit ihm stritt ich über Gott und die Welt. 44 Jahre alt und immer noch keine Lust zum Heiraten? Alexander Isadi und ich leben in getrennten Wohnungen in Köln. Heiraten ist kein Thema. Ewige Liebe ist natürlich ein besonderes Glück. Aber oft haben die Menschen zu wenig Zeit füreinander, und jeder macht nur noch seinen eigenen Stiefel. |
| Wovor haben Sie Angst? Im Kopf einen Schaden zu kriegen, ich meine damit, eine Sprach- und Gedächtnisstörung zu erleiden, zwar alles mitzubekommen, aber sich nicht mehr äußern zu können - eine absolute Horrorvision. Und in einen Sessellift setzte ich mich nur unter Prügelandrohung rein. Ich bin nicht gerade ein Fan von Höhe. Worüber haben Sie sich mal ganz toll gefreut? Zwischen 1989 und 1991 war ich zusammen mit Elke Heidenreich im Rateteam der Quiz-Show "Pssst". Ich war anfangs felsenfest davon überzeugt, das ich das nicht kann, reagierte sehr ängstlich und habe dann auf alle verfügbaren Papiere geschrieben: "Alles wird gut!" Irgendwann ist Elke dann die Hutschnur geplatzt, sie hat einen Stempel machen lassen und ihn mir geschenkt: "Damit es schneller geht." Heute benutze ich ihn nicht mehr so häufig. Dafür habe ich einen Ring aus Silber, auf dem dieses "Alles wird gut" eingraviert ist. Gibt es etwas, was Sie für eine Rolle nie tun würden? Ich ziehe mich nie wieder aus. Ein einziges Mal habe ich es getan. Nur in einer einzigen Szene! Am nächsten Tag stand dieses Foto auf Seite 1 einer großen deutschen Boulevardzeitung. Das war mir so peinlich, da habe ich mir geschworen: nie wieder! Angenommen, Sie werden auf eine einsame Insel verschlagen. Was hätten Sie gerne bei sich? Meinen Freund, einige Fässer Rotwein, mehrere Kühe und jemanden der aus Milch Käse machen kann. Eine Tonne gute Bücher, ein, zwei Freundinnen, meine Familie, meine Geschwister, meine Mutter, Hans-Günther (sie lacht schallend). Nee, so eine einsame Insel ist wirklich nichts für mich. Ihr Lieblingsspruch? Wenn das Dach über Dir zusammenbricht, kannst Du die Sterne wieder sehen! © 2000, neue Woche; Heide Uthoff |
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