| "Kein Freitag ohne "Nikola" " (Stippvisite, Dezember 2002) |
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| Es greift immer mehr um sich, das "Nikola-Fieber". Immer freitags um 21.15 Uhr tragen die beiden Dickköpfe, Schwester Nikola und Dr. Schmidt, ihren persönlichen Geschlechterkampf bei RTL aus - und das seit vier Jahren. Wann kommen sie denn nun endlich zusammen? Birgit Russell fragte Mariele Millowitsch. | |
| Frau Millowitsch, wann ist es endlich soweit? Nie! Wir dürfen nicht zusammenkommen, dann ist Schluss. Ich schätze mal, wenn überhaupt, dann in der letzten Folge. Aber die kommt noch lange nicht. Nächstes Jahr gibt's neue Folgen von "Nikola". Angenommen Walter Sittler müsste aus irgendwelchen Gründen die Serie verlassen. Könnten Sie sich einen Ersatz vorstellen? Nein, dann wäre Schluss. "Never change a winning team", wie der Russe sagt, und dann sollte man das auch lassen. |
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| Verschlägt es Ihnen beim Drehen nicht häufig
vor Lachen die Sprache? Ja, zum Beispiel bei der "Schmidt'schen Spezial-Psychologie". Diese Szene musste ich mehrfach wiederholen. Als es endlich klappte, fing mein Kollege Oliver Reinhard an zu kichern. In einer anderen Szene ging es um eine Band, in der mein Sohn auftritt, die "Hirsedicken Windelschwinger". [Anm.d.W.; es ging um eine Band, deren Konzert Peter sehen wollte - Folge 3 "Die Intelligenzbestie"] Da bin ich jedes Mal vor Lachen zusammengebrochen. Sonst arbeiten wir eigentlich sehr diszipliniert. Wie ist es zu Hause mit Ihrem Lebenspartner? Ist Ihr Temperament ähnlich wie das der "Nikola"? Naja, ein wenig ruhiger geht's schon zu. Als Eigenbrötler haben wir getrennte Wohnungen. Wir verbringen sehr viel Zeit miteinander, aber ich finde es gut, dass man die Möglichkeit hat zu sagen: Jetzt mal eben bitte nicht. Es gibt ruhige Tage, aber wenn ich einen "guten Tag" habe, stehe ich ziemlich unter Dampf. Dann komme ich Nikola schon sehr nahe. Eigentlich sind Sie ja Frau Dr. Millowitsch? Ja, ich bin Tierärztin. Ich dissertierte zum Thema: Bandscheibenvorfälle bei chondrodystrophen Rassen - das sind übrigens Dackel. Allerdings lockte mich Kai Lorenz gleich nach dem dritten Staatsexamen ans Theater. Danach hab ich nicht mehr zurückgefunden. Es reichte gerade noch für die Doktorarbeit, aber um in ernsthaft in dem Beruf Tiermedizin weiterzumachen... ich wollte wieder zur Schauspielerei. Aber das Herz für Tiere haben Sie trotzdem behalten? Absolut. Ich habe auch meinen Haushund, der alles über sich ergehen lassen muss. Hans-Günther, ein Dackel-Yorkshire-Mischling. Er hat die freundliche Reisegröße fürs Flugzeug. Er sitzt mit in der Kabine. Ich bin froh, dass ich ihn habe. Er ist immer dabei und der aufmerksame Zuschauer wird ihn in jedem Film irgendwo im Hintergrund sehen. Waren Sie im wirklichen Leben schon mal Patientin im Krankenhaus? Ja, auch schon. Als Kind habe ich mich mal mit einem Motorrad angelegt, Resultat: schwere Gehirnerschütterung. Später hatte ich eine Not-OP wegen einer richtig ekligen Peritontitis (Bauchfellentzündung). Das war knapp! Danach ging es mir auch wirklich bescheiden. Ansonsten habe ich Glück gehabt, toi toi toi. Haben Sie weitere Pläne? Ich habe jetzt einen neuen Lieblingsspruch in mein Repertoire aufgenommen. Der ist von Oscar Wilde und den finde ich einfach genial: "Wie bringst du den lieben Gott zum Lachen? - Erzähl ihm deine Pläne!" So ist das. Was würde Schwester Nikol unseren Lesern mit auf den Weg geben? Geduld, Geduld, Geduld. Aber das ist auch nicht mein Fall. Das Wort schreibe ich nicht gerne. Man sollte aber versuchen, die positiven Kräfte in sich selber zu mobilisieren. Ich hoffe nur für alle Patienten, dass sie ihre ganzen Kräfte aktivieren und kämpfen - es lohnt sich. Frau Millowitsch, herzlichen Dank für das nette Gespräch. © 2002 Stippvisite; Birgit Russell |
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