3 Fragen an... Mariele Millowitsch
(tz, 24.04.02)
 
Die ZDF-Serie "girl friends" gehört zu den Quotenrennern des Senders. Nicht zuletzt wegen der symphatischen Hauptdarstellerin Mariele Millowisch. Doch die Kölnerin will aussteigen.

Frau Millowitsch, warum hören Sie bei "girl friends" auf?

Walter Sittler und ich waren der Meinung, dass 60 Folgen genug sind. Das hat nichts mit Frust zu tun, es war auch niemand beleidigt - und außerdem kann man uns ja weiter in Nikola sehen. Es ist ja auch nicht so, dass ich keine Serie mehr machen wollte. Ich sag immer: Lieber eine gute Serie als drei schlechte 90 Minüter.

Haben Sie schon einmal bereut, dass Ihnen eine Rolle aus Zeitgründen durch die Lappen gegangen ist?

Natürlich, aber was man im Leben lernt, ist, dass man mit einigem Abstand versteht, wofür etwas gut war. Manche Rolle, bei der man sich wohin gebissen hat, weil sie zeitlich nicht machbar war, entpuppte sich später als halb so wichtig, oder man bekam noch eine viel bessere. Hier gilt: In der Ruhe liegt die Kraft.

Wer Sie kennt, weiß dass Sie nicht wirklich ruhig sitzen können. Was machen Sie in der frei gewordenen Zeit?

Daran hat`s mir ja bis jetzt gemangelt. Also kann ich jetzt endlich Bücher lesen, neue Reisen planen und mich fortbilden. Ich will noch mehr Sprachen lernen damit ich mich unterwegs besser verständigen kann - und ich gehe so oft wie möglich zu meiner kranken Mutter.

© tz, 2002