"Liebling der Zuschauer und Kritiker"
(WAZ, 28.02.98)
 
Die Zuschauer lieben sie, die Fernsehproduzenten und Kritiker auch: Mariele Millowitsch (41) ist seit ihrem Durchbruch mit "girl friends" ausgebucht. Neben ihrer Rolle als Marie Malek in der erfolgreichen ZDF-Serie stand die studierte Tiermedizinerin auch in zwei 90minütigen TV-Filmen als Staatsanwältin und in der neuen RTL-Comedy Nikola als resolute Krankenschwester vor der Kamera. Am Samstag zeigt SAT 1 den Fernsehfilm "Nur eine Hure" (20.15 Uhr) mit Mariele Millowitsch als Staatsanwältin Anne Schickedanz. [....] Für die WAZ sprach Lisa Petersen mit der Kölner Schauspielerin Mariele Millowitsch.

Steht der Beruf bei Ihnen an erster Stelle?
Ja, ich muss sagen, ich arbeite sehr gern. Ich halte mich aber nicht für einen Workaholic, denn ich kann auch gut abschalten. Ich kann mit mir allein sein - was auch besser ist.

Wie wichtig ist Ihnen Ihre Karriere?

Der Weg ist das Ziel. Jetzt bin ich bis hierher gekommen - was habe ich davon, wenn ich noch berühmter werde und dann überhaupt nicht mehr unerkannt über die Straße gehen kann? Das reizt mich nicht.

Sie sind eine vielbeschäftigte Schauspielerin, ist es positiv für Sie, fast zwei Jahre ausgebucht zu sein?

Das ist einerseits natürlich wahnsinnig beruhigend. Viele Kollegen würden sagen: Hätte ich doch so lange Verträge. Denn die Aussichten auf dem Arbeitsmarkt werden auch nicht besser. Andererseits ist es ein bißchen schwierig, so lange festgelegt zu sein, aber ich finde es okay. Ich weiß ja, was ich mache.

Sie haben für "girl friends" den Goldenen Löwen bekommen. Was bedeutet Ihnen diese Auszeichnung?

Ich habe mich wie verrückt gefreut! Was ich wirklich nicht erwartet habe, ist, dass ich so einen Erfolg damit habe. Das hat mich ein wenig überrollt. Ich freue mich, dass aufgefallen ist, dass wir uns alle Mühe gegeben haben. Denn wenn man sich ein Leben lang abmüht, und keiner sieht's, ist das tragisch. Ich habe Glück gehabt.

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