Der Samstag - Prominenten-Rätsel
(WDR2, 01.08.09)
 
U. Schulz: Neun Minuten nach 11 und Prominenz ist am Telefon. Guten Tag.

Mariele:
Guten Tag, Guten Morgen.

U. Schulz:
Könnten Sie heute noch ein Ovarialfolikel an einer Stute tasten?

Mariele:
Nein. Ich glaube, das würde ich nicht mehr schaffen. Das Feeling in den Fingerspitzen lässt doch nach, wenn man das nicht öfter macht und das probt und das ausprobiert und insofern, das würde ich der Stute ersparen.

U. Schulz:
Aber Sie haben noch mit Pferden zu tun?

Mariele:
Ich hab mit Pferden zu tun, aber nicht wirklich auf tierärztlicher Ebene. Sondern eigentlich nur weil Freunde von mir zwei besitzen und ich ab und zu drauf sitze und das war's auch schon. Also auf den Pferden, nicht den Freunden...

U. Schulz:
Gehen Sie dieses Wochenende reiten?

Mariele: Kann sein. Das ist sogar gut möglich, dass ich das morgen mache. Es ist nur, man muss sehen, dass man sehr früh geht oder sehr spät, weil die Bremsen draußen auf dem Land, die machen einen wirklich fertig. Und die Pferde werden auch nervös, wenn dauernd. Diese Pferdebremse kennen Sie, die sind ja so daumenlang und die sind so ekelig, die tun so weh, wenn die stechen und da werden auch die Pferde ganz hektisch und dann lässt man es besser. Um die Mittagszeit reiten zu gehen, macht dann keinen Spaß.

U. Schulz:
Welche Prominenz ist am Telefon, die zwar Tiere mag, aber Bremsen ausdrücklich davon ausnimmt [Werbepause] Über Tiere haben wir schon gesprochen mit unserer Prominenz am Telefon und über Sport. Wie sogar beides zusammenhängen kann. Wasserski gehörte auch mal zu den Leidenschaften, machen Sie das auch noch?

Mariele:
Erstaunlich nein. Ich bin schon lang nicht mehr Wasserski gefahren, aber witzigerweise hab ich gerade mit einem Freund meines Kollegen Hinnerk Schönemann gesprochen. Und die haben oben in Mecklenburg-Vorpommern an der Seenplatte, der ist Bootebauer und wir haben darüber gesprochen wie schön es ist, da oben Wasserski zu laufen und ich hab zu ihm gesagt, da würde ich eigentlich sehr gerne noch mal machen. Also muss ich jetzt irgendwann mal nach Mecklenburg-Vorpommern zum Wasserski laufen. Aber wahrscheinlich würde ich ein jammervolles Bild abgeben, weil das letzte Mal dürfte 30 Jahre mindestens her sein.

U. Schulz:
Ach du Schreck, ich dachte, das wäre noch nicht so lange her.

Mariele:
Nee, doch, das hab ich schon ewig nicht mehr gemacht.

U. Schulz:
Aber Sie reisen gerne in Deutschland?

Mariele:
Ja, klar. Lohnt sich doch auch.

U. Schulz:
Gibt's da so Lieblingsgegenden für Sie?

Mariele:
Meine große Liebe im Moment ist ja das Bergische Land, also hier im Osten Kölns, weil das ist für mich so die deutsche Antwort auf die Toskana. Aber es gibt wunderschöne andere Ecken in Deutschland. Ich bin immer wieder erstaunt wie schön es ist, wenn ich zum ersten Mal irgendwo hinkomme und dann wird das gleich auch als nächstes zu meine Lieblingsecke erklärt. Ich bin da also sehr schnell zu begeistern.

U. Schulz:
War's in einem dieser Wälder als Ihr Dackel Zoppo total wild geworden ist?

Mariele:
(lacht) Ja, er hat ein Wildschwein aufgetan und seitdem hat er das Gefühl er ist Förster und muss also alle Wildschweine aufscheuchen. Der ist aber auch gar nicht mehr bei mir, deswegen ich konnte ihm das Leben hier mit meiner Schauspielerei auch nicht so bieten und deswegen ist der ausgewandert nach Wien, in den Osten von Wien XX Viertel, der Hund ist ja schlau. Und dort geht's ihm gut und auch dort kann er nur noch an der Leine gehen weil er sonst wie gesagt den Oberförster spielt. Und sein Vater, der ist noch bei mir.

U. Schulz:
Der Hans-Günther?

Mariele:
Hans-Günther genau.

U. Schulz: Was für ein schöner Name für einen Teckel.

Mariele: (lacht) Als er aus dem Tierheim kam hieß er Jerry, glaube ich, und da fand ich irgendwie ein bisschen , das war mir nicht individuell genug und dann dachte ich, für einen langen Hund muss ein langer Name her und so passte das ganz gut.

U. Schulz:
Ich weiß, wenn meine Kollegin Heike Knispel, die jetzt zuhört , dann wird sie eins interessieren: Obwohl sie Walter Sittler schon persönlich gegenüber gestanden hat in einem Interview: Ist er auch dauerhaft so ein charmanter, liebreizender, sexy Kollege?

Mariele:
Absolut. Was soll ich sagen? Absolut. Ich freue mich jetzt, wir fangen bald wieder miteinander an hier eine schöne Komödie zu drehen und wir hatten ja lang nicht mehr miteinander zu tun und jetzt dürfen wir wieder und ich scharre schon mit den Hufen.

U. Schulz:
Wenn ich Ihre Äußerungen in den letzten Monaten richtig verstanden habe, werden Sie nie wieder für eine Privatfernsehen-Station produzieren?

Mariele: Naja, Nie ist so eine Sache. Aber ich überleg's mir drei Mal, das sage ich also ganz offen auch, ja.

U. Schulz: Woran liegt's?

Mariele: Naja, sagen wir einfach mal so. Die Filme, oder sagen wir auch Serien, die ich, ich bin ja selbst auch ein Seriengucker und ich drehe auch Serien sehr gerne, und sagen wir jetzt ohne böse werden zu wollen, es ist die Sorgfalt im Umgang mit solchen Formaten ist mir bei den Privaten oft nicht gut genug. Da bin ich bei Öffentlich-Rechtlich besser aufgehoben und hab auch ein besseres Verhältnis oder besseren Kontakt zur Redaktion und so, da fühle ich mich einfach besser aufgehoben.

U. Schulz: Das sind Sie jetzt auch, ich glaube, die WDR2 Hörer haben Sie schon erkannt. [....] Frau Millowitsch, wenn Sie sagen, Sie haben mit Herrn Sittler schon bald wieder was vor, was kommt denn da auf uns zu?

Mariele: Eine Komödie, ab Dienstag geht's los.

U. Schulz:
Und wo?

Mariele:
In Köln. Was natürlich angenehm für mich ist. Der arme Walter muss dann von zu Hause weg, von Stuttgart, aber ich kann zu Hause drehen und dann kann ich abends in mein eigenes Bett, was ich immer sehr schön finde.

U. Schulz: Frau Millowitsch, ich habe diesmal nichts gefragt wegen der großen verwandtschaftlichen Zusammenhänge, mit Willy und den Geschwistern. Ich glaube, Sie können's auch langsam nicht mehr hören, oder?

Mariele: Nö, das ist ok. Weil Millowitsch ist halt, wir sind ja die sechste Generation und das finde ich in Ordnung, dass die anderen Generationen auch dann immer wieder mit in die Gedanken hineinfließen und auch die Geschwister, da hab ich überhaupt kein Problem mit. Und ich bin eben immer die Tochter von und das finde ich in Ordnung.

U. Schulz: Jetzt sind Sie die Prominenz von. Danke dass Sie für uns da waren.

Mariele: Ja, sehr, sehr gerne.

U. Schulz: Und viel Spaß noch an diesem Wochenende. Und eines Tages beim Wasserski. Ich hoffe, ich sehe irgendwann mal Fotos von Papparrazzis.

Mariele: (lacht) Hilfe. Bloß nicht! Wissen Sie wie ich in so einem Taucheranzug aussehe? Das möchte ich nicht erleben.

U. Schulz: Das will ich ja wissen

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