| "Eine starke Freundin" Interview mit Mariele Millowitsch (ZDF Pressemappe, Januar 2004) |
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| Frau Millowitsch, für Sie ist dies die letzte Staffel
der "girl friends". Der aufwendige Dreh in Südafrika wirkt
da ja fast wie ein Abschiedsgeschenk des Drehbuchautors. Allerdings! Man kann es schlechter treffen als in Kapstadt auszusteigen. Ich war vorher noch nie dort und habe es wirklich sehr genossen. Wird Kapstadt vielleicht sogar einmal eine Ihrer schönsten Erinnerungen an die "girl friends" sein? Ganz sicher, weil der Dreh in Südafrika schon etwas sehr Besonderes war: das Licht, die Menschen - all das werde ich nie vergessen. Christian Pfannenschmidt ist als Drehbuchautor ja bekannt dafür, seinen Schauspielern die Rollen quasi auf den Leib zu schreiben. Hat sich das im Laufe Ihrer langen Zusammenarbeit verstärkt? Nein, eigentlich nicht. Er sieht sich seine Schauspieler von Beginn an sehr genau an, schaut ihnen auf die Finger, auf den Mund und legt dann einen Rollencharakter fest. Und dieser Linie bleibt er dann bei all seinen Figuren brillant und blitzsauber treu. Was ist es, dass die Zuschauer seit fast zehn Jahren an ihren "girl friends" so lieben? Die Figuren sind keine Kunstprodukte. Sie sind einfach authentisch und ganz normal: als Vorbilder, abschreckende Beispiele oder als Lebenshilfe. Susanne Hoss wird als Barbara Malek zusammen mit Franziska Stavjanik als Iris Sandberg in den Mittelpunkt von "girl friends" rücken. Was verbindet Ihre Rolle der Marie Malek mit der von Susanne Hoss? Susanne Hoss stellt ja meine jüngere Halbschwester dar. Und obwohl Marie Malek und Barbara Malek getrennt und ganz unterschiedlich aufwuchsen, haben beiden einen gemeinsamen Vater, von dem sie sehr enttäuscht wurden. Das verbindet die beiden sehr. Fast zehn Jahre "girl friends" liegen nun hinter Ihnen. Was bedeutet Ihnen die Serie? Die "girl friends" bedeuten mir sehr viel! Sie waren meine Karriereleiter, die ich mit knapp vierzig Jahren ja erst sehr spät erklommen habe. Durch die Produzentinnen Jutta Lieck-Klenke und Katharina Trebitsch bekam ich alle Chancen. Und ich hatte das Glück, diese Chancen nutzen zu können. In der Serie hat Ihre Rolle Marie Malek auch in den vergangenen neun Jahren persönlich sehr an Stärke gewonnen. Gilt das auch für Sie persönlich? Was sich bestimmt verändert hat, ist mein Selbstwertgefühl und Selbstbewusstsein: Man wird sich bewusster, was man kann. Zu Beginn der ersten Staffel war ich voller Ängste und sehr, sehr aufgeregt. Mit dem Erfolg legte sich das. Aber eins ist geblieben: das innere Korrektiv, das dafür sorgt, dass man nicht bequem wird und nicht immer nur in den eigenen Fußstapfen läuft. © 2004 ZDF, Claudia Maxelon |