| Hallo Deutschland - Porträt (ZDF, 14.07.98) |
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| Anm.d.W.: "Off" bedeutet, es ist ein
Kommentar, während verschiedene Szenen gezeigt werden Off: Eine Rolle, die Mariele Millowitsch auf den Leib geschrieben wurde, und so sind die Grenzen fließend zwischen "girl friend" Marie und Schauspielerin Mariele. Und die musste sich erstmal auf Umwegen die Hörner abstoßen, bevor der Durchbruch kam. Bahn frei für die kleine Mariele, hieß es schon 1962, als sie das erste Mal mit Papa Willi Theater spielte. Die Bühne tauschte Mariele Millowitsch gegen die Fernsehkamera und die ZDF-Serie machte sie einem Millionenpublikum bekannt. Als Sekretärin in einem Hamburger Hotel spielt sie die ganz normale sympathische Frau von nebenan - kein Vamp, sondern Kumpel, halt die ideale Freundin. Die Grenzen zwischen Rolle und Person sind fließend. |
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| Mariele: Diese Frau ist mir insofern bekannt, als dass sie Emotionen hat und Ängste, die man einfach kennt, die auch ich kenne... Unsicherheiten und Momente, in denen man überhaupt nicht mehr Bescheid weiß. Und ansonsten sind nur so ein paar Dinge an der Marie Malek, die ich nicht leiden kann. Dass sie so ein Dickkopf ist oder mit dem Kopf durch die Wand und so undiplomatisch, da denke ich manchmal beim Lesen: "Du doofe Kuh, jetzt denk doch mal nach, jetzt mach doch mal in Ruhe." Aber wie gesagt, sonst sind wir uns da schon ein bißchen ähnlich. | ![]() |
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Off: Auch am Set bei den Dreharbeiten ist Mariele
Millowitsch die liebe und nette. Ihr Lächeln gilt als Geheimrezept
gegen schlechte Laune. Man mag sie einfach. Doch ist ihr Lächeln nicht
manchmal auch nur Schauspiel? Mariele: Ich bin ziemlich harmoniebedürftig sowieso und ich bin der Meinung, wenn ich schlechte Laune habe, muss ich die nicht an anderen auslassen. Es gibt sicherlich Tage - heute war es keiner - an denen ich hierher zum Drehen komme und denke: "Oh Shit!" und ich weiß hab schlechte Laune und habe schlecht geschlafen, aber ich versuche die Mundwinkel hochzuziehen, wenn ich hier bin, weil die anderen können nichts dafür. |
| Off: Auch Harald Schmidt schätzte ihre rheinische
Frohnatur als Mitglied im Rateteam seiner Quiz-Show Anfang der 90er, in
denen sich Mariele Millowitsch im Dritten Programm auch als Moderatorin
versuchte. Dem langen Schatten ihres Vaters zu entfliehen, war für
sie nie einfach und "Hey, das ist doch die Tochter von Willy" begleitet
sie bis heute. Mariele: Da bin ich auch nicht böse drum. Ich glaube, dass nehme ich mit ins Grab... "die Tochter von... ". Ist auch nicht tragisch, find ich okay. Off: Doch inzwischen liegt die Betonung mehr auf Mariele Millowitsch. Sie hat es geschafft, sich fern vom Millowitsch-Clan einen Namen zu erarbeiten. Der Preis....ein Workahololic ohne Zeit für sich selbst? Mariele: Für mich sind Ferien, wenn ich die Uhr ausziehen kann, wenn ich keinen Terminkalender habe, wenn ich sage: es ist egal, wann ich was heute mache. Außer Hans-Günther, der wird mir natürlich die Leviten lesen, wenn er erst mittags raus kommt, aber der Hund ist das Einzige, also die einzige Zeit, an die ich mich halten muss. Ansonsten mach ich wann ich will, was ich will und das sind dann so meine Abhängtage. Off: Und sollte es Hans-Günther mit der Bandscheibe haben, kein Problem. Mit einer Arbeit über alternative Behandlungsmethoden für den Dackel promovierte sie zum Doktor der Tiermedizin. Eigene Familie hat die Wahlhamburgerin nicht, aber sie hat ja auch kaum einmal richtig Zeit für ihren Hund. Mariele: Im Moment ist halt blöd für ihn. Er muss den ganzen Tag im Wohnwagen warten. Es findet sich zwar immer jemand, der mit ihm spazierengeht, aber das sind seine Langweiltage, wenn ich so ein großes Pensum habe. Aber an den Wochenenden machen wir jetzt immer alles wieder wett. Off: Für Hans-Günther bliebt Mariele trotzdem das einzige girl friend, denn er weiß, bei ihr hat er eine Hauptrolle. © 1998 ZDF |
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