WSPA - Kampagne gegen das gewaltsames Stopfen von Enten und Gänsen
 
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Aufruf der WSPA Deutschland - Weihnachten 2000

Sie zergeht auf der Zunge. Sie gehört zu den teuersten Delikatessen der Welt. Je weißer und fetter der Rohstoff, desto besser wird sie: die Gänseleberpastete.
Der Stoff, aus dem diese Feinschmeckerträume gemacht sind, steht bei Gourmets und Küchenchefs hoch im Kurs: besonders fette Ente- und Gänseleber. Doch der Preis, den Enten und Gänse dafür zahlen, ist zu hoch.

Damit ihre Leber möglichst rasch fett wird, dürfen sich die Tiere nicht bewegen und werden in winzigen Käfigen gehalten. Nur Kopf und Hals ragen aus den engen Gitterstäben heraus. So kann man sie leicht am Hals greifen. Dann wird der Schnabel mit Gewalt geöffnet und das Futter hineingestopft. In Sekundenschnelle mit Druckluft ein halbes Kilo Fett und Getreide. Zwei bis dreimal am Tag. Das ist grausame Quälerei!
Die Hälse werden gezerrt und geprellt. Dabei brechen und verkleben die Halsfedern. Durch die unnatürliche Vergrößerung der Leber bekommen die Tiere kaum noch Luft. Sie hecheln nur noch. Immer wieder ersticken Vögel, weil ihnen der Schlauch der Stopfmaschine versehntlich in die Luft- statt in die Speiseröhre gesteckt wird.

Ein Wissenschaftler drückt es so aus: "Die Kunst des Geflügelstopfes besteht darin, zu erkennen, wann der richtige Moment ist, aufzuhören und ein Tier zu schlachten, bevor es an den Folgen des gewaltsamen Stopfens verendet." Nach etwas drei Wochen ist es soweit: Schlachttag. Zu diesem Zeitpunkt leiden viele Tiere an mehrfachen Knochenbrüchen und Nierenschäden. Sie stehen unmittelbar vor dem Kollaps.

Die WSPA Welttierschutzgesellschaft hat eine Kampagne gestartet, damit die qualvolle Zwangsernährung von Enten und Gänsen aufhört. Zwar ist in Deutschland das Geflügelstopfen verboten. Aber das alleine reicht nicht aus. Wir müssen so viele Menschen wie möglich davon überzeugen, die Stopfleber endlich von ihrem Speiseplan zu streichen! Auch von den Speisekarten der Restaurants muss die Stopfleber verschwinden.

Darum wende ich mich heute an Sie: Spenden Sie damit wir diesen armen Tieren helfen können. Lassen Sie nicht länger zu, dass jährlich zwanzig Millionen Enten und Gänse für den Gaumenkitzel unbelehrbarer Gourmets gequält werden!
Ein Kilo Stopfleber kostet 600 DM. Stellen Sie sich vor, wieviel wir erreichen könnten, wenn dieser Betrag in den Schutz der unschuldigen Mitgeschöpfe fließen würde. Dann müsste kein Tier mehr unnötig leiden.

Schon mit 50 oder 100 DM helfen Sie wirkungsvoll. Jede Mark trägt aktiv dazu bei, grausamste Tierquälerei zu beenden!

Die WSPA informiert, setzt sich für eine Importverbot von Gänsestopfleber und Gänseleberpastete ein und kämpft gegen die barbarische Massentierhaltung.

Dafür brauchen wir Ihre Unterstützung. Machen Sie mit. Spenden Sie!

Herzlichen Dank.

Martin Riebe

WSPA - Welttierschutzgesellschaft

Am Michaelshof 8-10
53177 Bonn
Spendenkonto 80 42 300
Bank für Sozialwirtschaft
BLZ 370 205 00
 
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