War schon ein komisches Gefühl mit VIP Bändchen
ausgestattet und in Ausgehuniform über den Rest roten Teppich zu laufen
bis in den riesigen Kinosaal. Wir hatten auch einen strategisch guten Sitzplatz
gewählt 2 Reihen vor den Plätzen der Darsteller - so dass
wir bald alle vom Kopf rumdrehen einen steifen Nacken hatten. Als ich dann
dank "da hinten" und "links von xy" Hilfe endlich auch
Mariele erspäht hatte, die wegen des troubles auf dem roten Teppich
erst ziemlich spät das Kino betreten konnte, hatte der Abend eigentlich
schon alle Erwartungen erfüllt.
Obwohl es mir eigentlich unangenehm war, mich so deutlich nach hinten umzudrehen,
um Mariele zwei Reihen hinter mir sehen zu können, habe ich es trotzdem
getan. Zwar war es echt nur ein kurzer Blick aus der Ferne, aber nah genug
um zu erkennen, dass sie wirklich sehr hübsch aussah und besser als
auf dem TV Bildschirm. Vor allem strahlte sie für mich da schon eine
große Freundlichkeit und Offenheit aus. Klingt jetzt vielleicht blöd,
wenn man einen Menschen zwei Reihen hinter sich betrachtet, aber es gibt
solche Momente, wo man einfach weiß, dass dir dieser Mensch sympathisch
ist und das er natürlich und nett ist.
Der Film war dann auch wirklich klasse. Am Anfang fanden wir ihn glaube
ich alle ein wenig melodramatisch und langatmig, doch das legte sich dann
schnell. Und die letzten ¾ die noch blieben waren wirklich schön.
Es war eine Mischung aus den typischen stereotypen Bildern, die man von
Schwulen so hat, doch da aus jeder dieser Klischeegruppen ein paar vertreten
war es eben umso witziger und echter. Ein Film, bei dem man wirklich gut
lachen kann und mitfühlen kann.
Auch wenn Marieles Rolle klein war (es hat zum neuen Traumpaar gereicht
*g*), sie hat wunderbar gespielt allein mit ihrer Mimik und Gestik. Und
das muß man als Schauspieler erstmal überzeugend können:
Mit wenig Text so viel rüberzubringen, dass der 6er Fanblock sprachlos
begeistert war *g*. Und der Rest des Publikums auch. Wie man nur mit Gesichtsausdrücken
so viel rüberbringen kann finde ich stark.
Nach der Vorstellung haben wir uns dann auf den Weg zum Parkhaus gemacht
um zur Premierenparty zu fahren. Einmal quer durch die City zum Geißbockheim.
Und wir haben es gefunden! Im Dunkeln! Ohne richtige Ortskenntnis möchte
ich mal behaupten. Mußten allerdings im Wald parken, aber egal.
Kiwein: Nachdem Ella und ich das Geißbockheim dank Kolonnenfahrens
relativ schnell gefunden hatten und die Frage "wo parken wir?"
mit "im Wald" beantwortet hatten, fuhr auch schon Mariele an
uns vorbei. Als wir ausgestiegen und langsam losgelaufen waren, merkten
wir dann auch recht bald, wer da vor uns lief: Mariele und Begleitung.
Ohne uns was dabei zu denken, folgten wir den beiden einfach mal. Sie
mussten ja wissen, wo der Eingang ist.
Als wir vor der Tür standen, ahnte ich es schon: ZU. Mariele zog
einmal kräftig daran, die Begleitung ebenfalls. Ich drehte mich schon
resignierend um, als ich merkte, dass uns etwa 40 Leute nachgelaufen waren
- ich meinte dann auch nur zu Mariele, dass uns das ganze "Rudel"
gefolgt ist. "Wie die Lemminge, wie Mariele später (bei
der weiter unten beschriebenen Begegnung) noch mal meinte. Denn am Anfang
waren wir da ja nur zu viert. Mariele und Begleitung und Ella und ich.
Also schlugen wir einen anderen Weg ein und haben ihn dann zum Glück
auch gefunden.
Melli: Auf der Party war es natürlich proppenvoll und wir
haben Promis von Kategorie A bis C erblickt ;-). Mariele haben wir am
Anfang knapp verpasst. Sie stand rechts im Gedränge und wir sind
links vorbei gelaufen. Später war sie dann im Gespräch mit den
anderen Darstellern. Aber den ganzen Abend nur danach zu schauen, wo sie
nun gerade ist ist irgendwie albern und schließlich war es ja nun
auch eigentlich nicht das Ziel ein "Meet & Greet" abzuhalten!
Um unseren Hunger zu stillen haben wir uns dann am Büfett bedient
(Maiskolben waren nicht zu empfehlen) und erstmal was gegessen. Kurz vor
halb eins, als Diana und Heidi leider schon weg waren, lief Mariele dann
an unserem 4er Grüppchen vorbei und dank Susanne hat sie ein paar Worte
mit uns gewechselt.
Kiwein: Und nein, sie kam mir nicht unheimlich klein vor. *g* [Anm.d.W:
das bezieht sich darauf, dass das irgendwie mein allererster Eindruck
war, als ich Mariele damals bei der HSS 2000 zum 1. Mal getroffen habe]
Im Gegenteil. Naja, ich weiß jetzt nicht, wie hoch ihre Schuhe waren,
aber als sie neben mir stand, war sie ja ungefähr so groß wie
ich und so hatte ich sie auch geschätzt.
Und für das allererste Mal: es war ja vielleicht nur eine halbe Minute,
aber sie ist eigentlich genauso, wie ich sie mir vorgestellt hatte: nett,
natürlich und hat jede Menge Ausstrahlung. Am meisten hat mir imponiert,
dass sie, als sie da kurz bei unserer Runde stand, JEDEM in die Augen
geschaut hat. Ist das jemandem aufgefallen? Sowas macht nämlich auch
nicht jeder. Das ist mehr als nur ein feiner Zug. Bei diesem Blick hatte
ich irgendwie das Gefühl, dass, falls ich ihr irgendwann noch einmal
begegnen sollte, sie sofort wüsste, wer ich bin und wo sie mich gesehen
hat *g*. Ein sehr einprägender Blick war das.
Melli: Tja und wie soll ich das jetzt beschreiben ohne dabei total
blöd zu klingen? Ich kam mir erstmal irgendwie vor wie ein Leuchtturm,
ziemlich groß. Obwohl ich Mariele nicht als klein empfand. [Anm.d.W.:
Ja, ist ja gut jetzt... hätte ich das bloß nicht erwähnt
*g*] Von der Körpergröße war sie genau so, wie ich
es mir vorgestellt hatte. Lag wohl daran, dass ich ihr gegenüber
stand. Und sie sah von nah gesehen auch wirklich gut aus. Was mir wie
Kiwein auch aufgefallen ist, sehr positiv, war dass Mariele jeden wirklich
direkt angesehen hat beim Sprechen. Da fühlt man sich irgendwie ruhiger
(Ich zumindest).
Sie wollte die Feier gerade verlassen und war wohl auch müde, hat
sich aber trotzdem wirklich noch die Zeit genommen kurz mit uns zu sprechen.
Auf so einer Party, wo dauernd irgendwelche Leute auf einen einströmen
und man als Schauspieler wohl selten eine ruhige Minute hat, hat sie sich
die Zeit genommen. Das finde ich wirklich super nett und mehr als sympathisch.
Ich kann da auch Kiwein wieder zustimmen was die Ausstrahlung angeht.
Die war wirklich sehr positiv und "freundschaftlich". Ich hatte
entgegen meinen Befürchtungen auch nicht mal Schiß was zu sagen
:-) und war auch nicht so nervös, wie ich es befürchtet hatte.
Mariele ist mir einfach noch sympathischer geworden, als sie es durch
das TV schon war. Was allerdings ein seltsames Gefühl war, war, dass
sie eben plötzlich vor einem stand und Stimme und Person dann live
zu erleben war irgendwie Wahnsinn, wenn man vorher noch nie so etwas erlebt
hat.
Schade, dass ich Mariele nicht mehr sagen konnte, dass die rote Grütze,
die ich probieren wollte (was ich ihr auch gesagt hatte) wirklich eklig
geschmeckt hat *g*. Und es ist auch ein wenig schade, dass wir kein Foto
mehr machen konnten, doch danach zu fragen wäre meiner Meinung nach
eine Zumutung gewesen. Sie wollte gerade gehen und da fragt man nicht
noch mal eben so was um seinen eigenen Fantrieb zu befriedigen.
Und im Prinzip: Was soll man mit einem Foto????
Kiwein: Fazit: Es war großartig. Jede einzelne Sekunde hat
sich gelohnt! Noch schöner hätte ich es mir gar nicht vorstellen
können.
© 2004 M. Tönnies & K. Ohlwein
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im Forum gibt es (neben diesen) auch noch andere Berichte zur Premiere. |