"Klappe, die Erste... "
"Nikola" - Setbesuch am 31.03.00
 
Falls wir in diesem Bericht versehentlich etwas falsch widergeben sollten, bitten wir den / die Betroffene(n) - v. a. natürlich Mariele und Walter - hiermit aufrichtig um Entschuldigung. Aber diese Erzählung beruht vor allem auf der sehr subjektiven Erinnerung von mir (Susanne), Sandra und den anderen dabeigewesenen Internet-Mädels. Und unsere Erinnerung wurde durch kurzzeitige "Amnestie" (siehe unten) hin und wieder etwas getrübt ...

Teil 1

Susanne:
Das Ganze begann damit, dass einige von uns Internet-Mädels für Februar 2000 in Köln ein kleines Fantreffen geplant hatten. In diesem Zusammenhang hatte Mariele uns vorgeschlagen, dass wir sie dann doch mal am Set besuchen kommen könnten. Das klappte damals zwar wegen eines Außendrehs doch nicht, aber diesen Besuch haben wir - Marion, Claudia, Diana, Sabine, Verena, Claudia S., Sandra und ich - am 31.03.00 nachholen können.
Eine so große Besuchergruppe ist am Set aber eigentlich nicht so gerne gesehen, weil sie das Team sehr schnell bei der Arbeit stören könnte und das Set auch eigentlich gar nicht so groß ist. Aber auch dieses Problem wurde sehr einfach dadurch gelöst, dass wir dann von der Casting-Agentur als Komparsen eingesetzt wurden.

SANDRA: Die Mission "Setbesuch" fing damit an, dass mich auf der Fahrt zu Susanne (sprich: 6.45 Uhr, in Worten sechsuhrfünfundvierzig) ein polnischer Schwertransporter massiv davon abhielt, die vorgeschriebene Höchstgeschwindigkeit auch nur annähernd zu erreichen, weshalb ich erst 10 Minuten später als verabredet eintraf (ca. 7.10 Uhr).
Marion und Claudia, die schon am Abend zuvor angereist waren und bei Susanne übernachtet hatten, rutschten schon ungeduldig auf den Sitzen von Susannes Auto hin und her, während Susanne und ich damit beschäftigt waren die Taschen im Kofferraum zu stapeln. Gerade hing ich kopfüber in irgendwelchen Rucksäcken, da erreichte mich auf dem Handy der Anruf von Verena:

Verena: "Wo seid Ihr gerade?"
Ich: "Im Kofferraum!"
Verena: "Wir sind in Königsforst!" (Wo immer das auch ist) "Wir brauchen noch ungefähr ´ne halbe Stunde."

Wie schön!!! Gut, dass wir noch gar nicht losgefahren waren und noch ´ne Strecke von knapp 70 km vor uns hatten. Wir sollten uns dann wohl auch mal auf den Weg machen. Gesagt, getan!

VERENA: 6.45 Uhr klingt doch recht human. Claudia S. und ich mussten bereits um 3.30 aus den Federn. Da wir aber vor lauter Aufregung eh nicht geschlafen hatten, fiel uns das nicht allzu schwer und wir waren erleichtert, endlich aufstehen zu können. Wir steckten unsere Köpfe schon um 4.20 in den Kofferraum meines Golfes, um das Taschenverstauungsproblem, das nicht viel kleiner war als vor einem 2-wöchigen Urlaub, in den Griff zu kriegen.
Als Ihr Euch endlich auf den Weg gemacht habt, waren wir schon lange unterwegs und an der Raststätte "Königsforst Ost" angelangt. Das liegt übrigens an der A3, kurz vorm Dreieck Heumar. Dort verlebten wir ca. 45 Minuten und ich versuchte permanent, telefonisch die Schule von Claudia S. zu erreichen, um sie für den Tag zu entschuldigen (wer geht schon mit einer so üblen Magen-Darm-Grippe in den Unterricht*g*??)

SUSANNE: Um 7.20 Uhr näherten wir uns dann unaufhaltsam der A1 und eher wir uns versahen, steckten wir schon in einem Schlagloch des Produktionsgeländes (kurz nach 8). Das Studio war auch gar nicht so schwer zu finden... v.a. dann nicht, wenn man per Handy hin dirigiert wird.

Verena: "Wo seid ihr denn?"
Wir: "Wir fahren gerade auf den Parkplatz. Und wo seid ihr?"
Verena: "Wir sind schon da. Was fahrt ihr denn für ein Auto?"

und so ging’s weiter bis unsere Autos mit einem Mal nebeneinander standen. Verena und Claudia waren also schon dort, Diana traf nur ein paar Minuten nach uns ein und Sabine stieß ein wenig später zu uns, als wir schon im Komparsen-Raum saßen.
   
Nach der großen Begrüßung – einige von uns hatten sich schließlich lange nicht gesehen; andere kannten sich noch gar nicht persönlich – machten wir uns also auf die Suche nach dem richtigen Eingang, der auch gar nicht nicht so schwer zu finden war. Auf dem Weg dorthin konnten wir schon einen Blick in irgendeinen Catering-Room werfen, der unserer Meinung nach nun nicht so wahnsinnig luxuriös ausgestattet war. "Das speist bestimmt das einfache Volk", meinte jemand von uns.

Tja, falsch gedacht, denn da hatten wir den Komparsen-Raum für "das einfache Volk" noch nicht gesehen. So schlimm war’s aber auch da nicht ;-) und wir haben dann erstmal zwei der Bänke besetzt.
Kann mir aber mal jemand erklären, warum wir uns nicht einfach um einen Tisch gruppiert haben? Wäre doch vielleicht etwas bequemer gewesen... Im Komparsenraum an der Wand hängen übrigens ziemlich witzige Hinweis - Schilder (siehe links)
Komparsen Anweisung
 
Wir waren dann allerdings viel zu früh da und das Warten auf die anderen Komparsen und die Mitarbeiterin der Casting-Agentur machte uns alle wohl noch nervöser, als wir sowieso schon waren. Und gewartet wurde natürlich auch auf die Ankunft von einigen anderen, um genauer zu sagen ZWEI anderer Menschen.
So nach und nach trudelten auch die anderen Komparsen ein und irgendwie hatte es sich wohl rumgesprochen, dass da heute ein "Fanclub" auftaucht und wir wurden von den anderen schon etwas belächelt. Aber ... leicht abgewandeltes Schmidt-Zitat "Da stehen wir drüber" - oder? Im Nachhinein waren einige der Komparsen für unsere Anwesenheit dann doch ganz dankbar, denn sonst wären sie bis heute ohne Walter - Autogramm. Aber dazu später noch mal mehr.

Am Anfang haben wir dann alle auch den Parkplatz draußen sehr genau im Auge behalten, um bloß niemanden zu verpassen, aber nach zahlreichen Falschmeldungen sank bei einigen die Aufmerksamkeit doch rapide und sie reagierten gar nicht mehr auf ein "Guck mal da!!!" Selber schuld, kann ich nur sagen, denn irgendwann sahen einige von uns draußen dann einen süßen kleinen Dackelmischling mit grünem Halstuch herumtollen. Konnte sich ja nur um Hans-Günther handlen. Und prompt sahen wir auch Hans-Günthers Frauchen – übrigens mit Brille! – schon zur Studiotür sprinten. Wie gesagt, diese "Erscheinung" hatten leider nicht alle. Die sie verpasst haben, wurden dann aber später durch eine andere entschädigt...

Irgendwann wurden dann die vier Mädels von uns, die im Vorfeld zum Patientinnen-Dasein verdonnert worden waren – nämlich: Marion, Verena, Sandra und ich – "ins Kostüm" geschickt, sprich: in die Komparsen-Umkleide im 2. Stock.

SANDRA: Und während Susanne, Marion und Verena zum größten Teil ihr mitgebrachtes Outfit anbehalten durften, wurde meins wegen zu hoher Farbintensität (dabei war das so ein schönes Blau) und Schleichwerbung abgelehnt. Stattdessen musste ich einen hässlichen dunkelrosanen Schlafanzug und einen noch hässlicheren Bademäntel tragen, der nicht nur hässlich war, sondern auch noch ein sehr dickes Frottierfutter hatte, was bei den vielen Scheinwerfen im Studio zu vermehrter Schweißbildung führen sollte. Aber dazu später mehr.

Und als wären wir jetzt noch nicht gestraft genug, mussten wir, zurück im Komparsenraum, auch noch erfahren, dass Walter bereits während unserer Abwesenheit angekommen war :-(((. Jaa, man hat´s nicht leicht! ;-)) Dann kam auch schon Nancy, die Maskenbildnerin rein, die uns "Patientinnen" mit Verletzungen ausstattete. Und als hätte ich´s geahnt, auf wen ging sie mit der Halskrause los? Genau, richtig!! Ok, dann auch noch ´ne dicke Schaumstoffhalskrause, war ja auch so noch nicht warm genug. Aber ok, genug gememmt, was nimmt man nicht alles auf sich *g*. Oder wie Nancy es so schön formuliert hat: "Was tut man nicht alles für die Kohle. Oder für die Kunst."

Als die ersten Komparsen - von uns Mädels leider zuerst mal nur die "Besucherin" Diana und die "Patientinnen" Marion, Diana, Susanne und ich – dann ins Studio gerufen wurden, dackelten wir also wie ´ne Entenfamilie in Richtung Kulisse, wo Walter auch schon stand und uns entgegengrinste. Dann hatte er wohl Susanne erkannt und gab ihr die Hand und auch die Nachfolgenden wurden mit Handschlag begrüßt – wir waren eben "VIP-Komparsen" *g*. Muss ich erwähnen, dass ich dabei erstmal über den Scheinwerferständer gestolpert bin? Nee, glaub nicht. Jeder blamiert sich eben so gut er kann ;-).

SUSANNE: Am Set hat Mariele Sandra und mich dann auch sofort erkannt - unser Treffen bei der HSS war ja auch erst zwei Wochen her – und hat uns direkt "Hallo" gesagt. Ansonsten gab es aber während der gesamten Zeit am Set wenig Gelegenheit sich mit Mariele und/oder Walter zu unterhalten, bzw. keine von uns hat die beiden von sich aus irgendwie angesprochen. Uns allen war einfach klar, dass das kein guter Zeitpunkt gewesen wäre, denn immerhin machen die beiden - und das gesamte Team - da in erster Linie ihren Job und das erfordert von allen Beteiligten schon genug Aufmerksamkeit! Und da wir uns sicher waren, dass Mariele und Walter sich auf jeden Fall zwischendurch mal Zeit für uns nehmen würden, konnten wir uns am Set also aufs Beobachten beschränken. Und darauf unseren Komparsen - Job zu erledigen, denn das erforderte für uns Neulinge hin und wieder doch auch eine gewisse Konzentration *g*

Zu Beobachten und zu "Lernen" gab’s aber auch so schon jede Menge. Wir wissen jetzt z.B. dass Mariele und Walter während der Proben immer noch einen anderen Kittel tragen als während des eigentlichen Drehs oder dass "Pick-up" nicht nur der Begriff für ein amerikanisches Auto ist. Lange Zeit ein großes Rätsel war uns allerdings etwas, dass sich immer anhörte wie "Set-luutsche". (Falls Mariele und Walter das hier lesen, werden sie sich jetzt vermutlich kaputtlachen, aber egal) Zuerst dachten wohl die meisten von uns an "sutsche" und Milka und die HSS. Aber das war es dann ja zum Glück doch nicht... Die Fremdsprachler in uns kamen dann irgendwann mal auf eine Idee: "luce" = "Licht" und dass erklärte dann wohl auch, warum nach dem Ruf "Set-Luce" immer gleich irgendwelche Techniker hin- und herwuselten. Zumindest ist das unsere Interpretation...

In der Folge geht es übrigens darum, dass Tims Wohnung beinahe abgebrannt wäre, bzw. bei der Lösch-Aktion ziemlich unter Wasser gesetzt wurde. In dieser ersten Szene, die gedreht wurde, spazieren Tim, Nikola und ein dritte Schwester (der Elke-Ersatz??) von dem Flur auf der einen Seite des Stationszimmers zu den Aufzügen auf der anderen Seite. Ich habe leider nur Teile des Dialogs mitbekommen, aber das ging in etwa so:
 
Tim jammert darüber, was er bei diesem Brand, bzw. der Lösch-Aktion alles verloren hat...

Tim:
...und deine braunen Lederstiefel.
Nikola: DU hast meine Lederstiefel?
Tim: Ja! Und ich kann sie auch tragen.
Nikola: Aber nur mit Stützstrümpfen.
 
Dann treffen sie auf der anderen Seite des Stationszimmers auf Erik, der – Achtung unsere eigene Interpretation – nicht nur der (neue) Verwaltungsdirektor, sondern auch Nikolas neue Flamme ist. Was dort dann genau gesprochen wird, habe ich leider nicht verstehen können, nur, dass Erik Nikola eben unter vier Augen sprechen möchte. Soviel also zum Inhalt der Szene.

Wir Komparsen (Patienten, Besucher, Schwestern) wurden dann gleich zu Beginn recht schnell mal auf den Fluren verteilt und bekamen auch gesagt, was wir wann tun sollten, also in welche Richtung wir zu gehen hatten. Das war in der 1. Szene noch recht einfach, weil einfach nicht so viele Komparsen unterwegs waren. Ich z.B. durfte auf der "Flur"seite des Stationszimmers einmal von links nach rechts "humpeln" und wieder zurück (alles auf Krücken versteht sich - ich war ja Patientin) und dann war die Szene auch schon zu Ende. Marion hatte übrigens den besten Job erwischt, denn sie humpelte einfach nur mal kurz zur Sitzecke auf der Flurseite des Stationszimmers, durfte sich dort setzten und sitzen bleiben. Auch in der 2. Szene und sie hatte somit auch die ganze Zeit den besten Blick auf alles und jeden.

SANDRA: Diana und ich waren derweil auf der anderen Seite des Stationszimmers (also der Fahrstuhlseite) damit beschäftigt, rechtzeitig zwischen Schauspielern und Kamera hin und her zu laufen, ohne gegen die Kamera, die Schauspieler oder die Kameraassistentin zu rennen. Das erforderte ein hohes Maß an Konzentration, zu dieser frühen Stunde also nicht ganz ungefährlich. Nach einigen Proben haben wir das dann aber auch recht gut hinbekommen, glaub ich.
Das alles wurde dann einige Male geprobt und dann auch einige Male gedreht, da mal Ulli Baumann was auszusetzen hatte oder die Tontechniker oder die vom Licht oder sonstwer. Irgendwas gab's immer :-) Es wurde aber wirklich nie langweilig, denn das alles mal zu erleben (mit der Technik, der Organisation des Ganzen etc) fande wir eigentlich alle schon ziemlich spannend.

SUSANNE: Und was ist dort sonst noch so passiert? Mariele hat - wenn sie uns schon nicht direkt angesprochen hat – uns Internet-Mädels, die wir so rumstanden hin und wieder sehr nett zugezwinkert, und alleine für sowas hat sich dieser Besuch ja schon fast gelohnt ;-) Dann wurde eine der Mitarbeiterin auch noch auf ziemlich witzige Weise mit einem Geburtstagständchen überrascht, denn da lief schon die Kamera und sollte Mariele und Oliver filmen, aber dann schwenkte die Kamera auf einmal auf das Geburtstagkind um. Alle fingen an "Happy Birthday" zu singen und Mariele rief: "Wer ist es? Wer ist es?" und kam aus dem Flur gesprintet, damit sie auch noch mitsingen und gratulieren konnte.

Eine Panne gab's in dieser Szene auch, aber die ist ungeeignet für den Abspann, weil das eben eine eher technische war. Der Typ mit der "Ton-Angel" (keine Ahnung, ob das der richtige Ausdruck ist - also dem Mikro, dass man so ÜBER die Schauspieler hält) musste rückwärts vor Mariele und Oliver herlaufen, stolperte dabei über irgendwas und geriet ins Straucheln. Mariele hat dann auch noch versucht weiterzuspielen, musste dann aber doch losprusten und die Szene war ruiniert. Der Kommentar des "Ton-Manns" war aber auch so witzig: "Wieso bin ich damals eigentlich freiwillig zum Ton gegangen und nicht zum Licht?"

SANDRA: Die zweite Szene, bei der dann auch die andere von uns Internet-Mädels dabei waren, begann mit einem Dialog, den ich und einige andere (Susanne und Diana z.B.) nur hören, aber nicht sehen konnte. Ich stand nämlich in einer anderen Ecke des Sets und wartete auf meinen Einsatz.

SABINE: Ich auch! Und siehe da, während einer Probe der Szene sah Mariele mich im Türrahmen rumstehen, und kam dann gleich zu mir. (Wir kennen uns seit fast 15 Jahre oder so...) Sie fragte mich unter anderem, was "Arnold" (mein Hund, den ich vor 10 Jahre von Mariele bekam, als Sophie und Karl-Heinz, damals Marieles Hunde, es für nötig hielten, sich fortzupflanzen, und 7 Junge in diese Welt gesetzt haben) mache, und ich habe ihr dann erzählt, dass er eine Menge Knoten am Körper verteilt habe, und außerdem herzkrank sei. Mariele erzählte mir dann, dass das bei Sophie genauso war, und Sophie ist fast 17 Jahre alt geworden.
Claudia hatte wohl gedacht, wir sprechen über Kinder, und nicht über krebs- und herzkranke Hunde, und schaute etwas entgeistert, bis sich die Sache dann aufgeklärt hatte.

SANDRA: Die Schauspieler starteten in dieser Szene dann wohl vom Schwesternzimmer und sagten folgendes:
     
Erik: Wir sollten uns mal Glastüren zulegen.
Tim: Ich glaub, ich brauche neue Schnürsenkel.
Nikola: Glaubst Du, dann hörst Du besser?
 
 
Erst beim Schreiben dieses Berichtes konnten wir uns nach langem Grübeln ungefähr vorstellen, was es damit auf sich hatte. Unsere Interpretation: Nikola und Erik sind im Schwesternzimmer - Tür ist geschlossen - Tim lauscht (wie immer) - Nikola und Erik kommen raus - Tim kniet vor der Tür und versucht sich rauszureden. So, und jetzt den Dialog noch mal lesen!! *g*

Die Szene geht dann damit weiter, dass sie vor dem Schwesternzimmer auf Schmidt treffen, der durch die Doppeltür links neben den Fahrstühlen die Station betritt. Zu dritt (Erik geht ab) gehen sie Richtung Stationszimmer. Ich musste mich währenddessen aufs rechtzeitige Loslaufen und Schauspieler beobachten konzentrieren, weshalb ich den Dialog nicht in voller Länge mitbekommen hab.

SUSANNE: An dieser Stelle muss mal erwähnt werden, dass Diana und ich in dieser zweiten sehr sehr langen Szene nicht dabei sein durften, weil einfach schon zu viele Komparsen am Set waren. Und dann memmt noch jemand wegen seines dämlichen Patienten-Outfits!!

SANDRA: Höre ich da vielleicht einen leicht beleidigten Unterton raus?

SUSANNE: Ok, Vielleicht ein klein wenig. Aber dass – laut Claudia – Mariele meine Abwesenheit dann sogar bemerkt und nach mir gefragt hat ... ich sag nur: VIP Komparse *g* ... gleicht diese Ungerechtigkeit dann doch fast wieder aus ;-) Diana und ich standen dann also zusammen mit noch einem Besucher und zwei Schwestern, die auch warten mussten, hinter der Kulisse und alles, was wir von der Szene mitbekommen haben, war eben der Dialog. Und wie Walter hinter der Doppeltür konzentriert auf seinen Einsatz wartet.
Und wir warteten auch ... und warteten und warteten und warteten. Wie gut, dass Diana in ihrer Tasche dann irgendwann noch was zu Essen gefunden hat, denn sonst hätte mein Magenknurren schon bald ziemlich laut und störend werden können. Und da wir wirklich nichts anderes tun konnten außer warten...

SANDRA: Jaaaaaaaaaaaaaaaaa, wir wissen´s!!!!

SUSANNE: ... haben wir uns dann gezwungenermaßen auf’s Zuhören des Dialogs konzentriert. Der ging in etwa so:
 
 
Schmidt: Herr Schenk, gut dass ich Sie hier treffe. Ich habe eine gute und ein schlechte Nachricht für Sie. Welche möchten Sie zuerst hören?
Tim: Die schlechte...
Schmidt: Es dauert eine Woche bis Sie wieder in Ihre Wohnung zurück können.
Tim: Und die gute?
Schmidt: Sie zahlen den Schaden und nicht ich.
Nikola: Wieso denn Tim? Ich dachte es war ein Kurzschluß?
Schmidt: Nein! Herr Schenk, wieviele Geräte haben Sie an der Steckdose in Ihrem Wohnzimmer angeschlossen?
Tim: Nur die Stereoanlage.
Nikola: Ein Gerät.
Tim: Und die Höhensonne.
Nikola: Zwei Geräte.
Tim: Naja und den Ventilator. Sonst geht man ja ein unter der Höhensonne.
Nikola: Na gut DREI Geräte. Da fliegt aber doch höchstens mal die Sicherung raus.
Tim: Nee, die habe ich doch überbrückt, sonst hätte ich ja dauernd zum ...... Sicherungs.... (er gerät ins Stocken) .... Kasten ... rennen ... müssen.
Nikola: Ja und jetzt darfst Du zur Bank rennen. Mensch Tim, Du MUSST zahlen.
Schmidt: Danke, Schwester Nikola. Eine lückenlose Beweisführung.

Dann geht Schmidt ab und Nikola und Tim bleiben zurück.

Tim: Wenn ich den Schaden zahlen muss, kann ich mir die Woche Hotel nicht mehr leisten.
Nikola: Tim! Du brauchst kein Hotel. Du kannst doch bei uns wohnen.
Tim: Wirklich?
Nikola: Klar. Du gehörst doch praktisch zur Familie.
Tim: Ach, Nikola. Du bist für mich die Schwester, die ich niemals hatte.
Nikola: Du für mich auch.

Die beiden umarmen sich.

Jaaaa, Sandra, ich weiß DU hast es gesehen... aber WIR konnten es uns auch so denken ;-)

Nikola: Außer ich erwische Dich an meinem Sicherungskasten!
 
 
Und dann herrschte Stille und Diana und ich hinter der Kulisse haben nie verstanden, warum Ulli Baumann erst "Stunden" später "CUT" rief....

SANDRA: Aber hier kommt auch schon die Auflösung! Nikola geht in "meine" Ecke ab, Tim muss dankbar, gerührt hinter ihr her schauen. Das musste auch mehrmals wiederholt werden, da Oliver den Gesichtsausdruck nicht so passend hin bekam. Mariele, die außerhalb des Kamerabereiches bei uns in der Ecke stand, aber ihn noch ansah, war daran vielleicht nicht ganz unschuldig *g*.

Was gibt’s sonst noch zu erzählen? Die Szene hat ziemlich lange gedauert (fast1,5 Std.), weil erstmal lange geprobt wurde und auch sonst einiges schiefging. Für uns und selbst für die Schauspieler, war es manchmal unersichtlich, warum Szenen spontan abgebrochen wurden. Zwischendurch wurden Mariele und Walter wieder "hergerichtet", Walter musste einen "frischen" Kittel anziehen, während jemand anders noch in seinen Haaren rumzupfte. "Richtige" Pannen gab´s leider keine, aber immerhin "Pännchen":

Walter, der sich ein Bonbon in den Mund stecken sollte, brach zwischendurch den Dialog ab: "Scheiße, die kleben ja alle zusammen!" Worauf Mariele ganz trocken meinte: "Die hast DU doch bestimmt alle angelutscht!" Dazu ein Kommentar von "Erik", der neben mir in der Ecke stand: "Das warst Du (Mariele) doch sicher selbst."

CLAUDIA : Also, Walter hat sie nicht angelutscht, das kann ich bestätigen *g*: wenn er aus dem Schwesternzimmer raus ging und auch aus der Kamera raus war, dann hat er die Bonbons sofort wieder eingerollt – ohne dran zu lecken...

SANDRA: Mariele und Oliver umarmen sich dann mal falsch herum oder Mariele geht in die falsche Richtung ab. Ach ja und Sabine stößt mal mit Walter zusammen.

SABINE: Richtig, ich bekam mein Zeichen und sollte vor dem Schwesternzimmer von links nach rechts gehe. Gerade als ich in Höhe der Tür war machte Walter einen Schritt hinaus...und prompt war‘s geschehen. Ich konnte im letzten Moment noch einen Schlenker machen, dass wir nicht richtig zusammenstoßen. Schade eigentlich ;-))

SANDRA: Und was gab´s sonst noch zu lachen? Claudia rennt, während einer Einstellung mehrmals mit einem Päckchen von rechts nach links, von links nach rechts, usw. ohne das mal irgendwo abzugeben. Und Mariele beherrscht, wie wir uns überzeugen konnten, eine große Bandbreite von Dialekten: hessisch, schwäbisch, "Richie" usw.

An dieser Stelle sollten wir vielleicht auch mal erwähnen, dass wir an diesem Tag wohl echt Glück hatten, was den Drehplan anging. Denn nur ein paar Tage vorher wurden die Komparsen einfach so nach Hause geschickt, weil sie doch nicht gebraucht wurden (oder so was in der Art... ) und an einem anderen Tag wurde der Dreh abgebrochen, weil Mariele ‘nen Hexenschuß hatte. Wir haben dann später leider gar nicht mehr dran gedacht, zu fragen, wie’s ihr inzwischen geht, aber sie macht doch eigentlich einen recht fitten Eindruck ;-)

Irgendwann waren wir dann auch mal wieder im Komparsenraum, wo wir uns die Zeit dann mit einem witzigen Kartenspiel - wie hieß das noch, Susanne? ....

SUSANNE: Karrierepoker!!! Und ich find immer noch, es ist ein klasse Spiel!!

SANDRA: .... vertrieben haben, dass aber zu Beginn keiner so recht verstanden hat, und bei dem Diana schließlich als Tellerwäscher endete, worauf wir uns abrupt entschieden das Spiel zu beenden bevor es eigentlich richtig losgegangen war.
 
hier geht's weiter... (Teil 2)