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Teil 3

SUSANNE:
Ok, ich äußere mich dann mal zur Szene, denn ich hab ziemlich viel davon mitbekommen. Ich laufe nämlich nur einmal kurz durchs Bild (das aber so RICHTIG, befürchte ich, also zwischen Nikola und Kamera) und konnte den Rest der Szene dann gut in Ruhe verfolgen.

Die Szene beginnt – wie Sabine schon erzählt hat – damit, dass ein Opa bei Nikola am Stationszimmer Schnaps und Gummibärchen kaufen will und als Nikola ihm erklärt, dass das nicht geht, beleidigt wieder abhaut. Dann taucht Tim auf und Nikola geht mit ihm aus dem Stationszimmer raus (auf der Fahrstuhlseite) und dann durch die Doppeltür doch wieder auf die Flurseite und den Flur runter.
Den Dialog kann ich allerdings jetzt nicht auswendig, aber in etwa ging es darum, dass Erik zu Nikola zum Abendessen kommen soll, um die Kinder besser kennenzulernen. Tim lädt sich selbstverständlich dazu ein, bzw. geht davon aus, dass er eingeladen ist, weil er ja auch noch bei Nikola wohnt. Nikola möchte Tim aber nicht dabei haben, weil die Kinder sich dann auf ihn konzentrieren würden usw. Und überhaupt macht sie Tim dann endlich mal klar, dass sie von ihm im Moment etwas genervt ist. Tim gibt sich dann am Ende geschlagen und lenkt mehr oder weniger widerwillig ein.
Da dieses Gespräch auf dem Flur ziemlich lange dauert, mussten auch ziemlich viele Komparsen hin und her laufen, damit es im Hintergrund eben nicht so leer ist. War alles gar nicht so einfach, hat dann aber überraschend schnell, nach drei Proben und zwei Drehs geklappt.

Und was war sonst noch? Mariele hat sich gleich zu Beginn, als wir wieder reinkamen, erkundigt, ob Walter bei uns war und das konnten wir ja freudestrahlend bestätigen. Sie meinte dann, sie kommt auf jeden Fall auch noch, hat aber nicht so viel Zeit. Kein Problem für uns, versicherten wir ihr.
Als die Techniker dann noch mal was herrichten mussten, kam Mariele noch mal zu mir und hat mich gefragt, wie’s mir bisher gefallen hätte und wer von uns jetzt eigentlich alles hier wäre. Ich hab also angefangen so rumzuzeigen und die anderen Mädels auf die Entfernung hin mal vorzustellen. Was Marion, die sich dann zu uns gesellte und mich, auch wieder schwer beeindruckt hat, war der folgende Dialog:

Mariele: (zu Marion) "Du warst doch auch auf dem Foto."
Marion: "Auf welchem Foto?"
Mariele: (zu mir) "Ihr habt mir doch mal ein Foto geschickt."
Ich: "Vom Fantreffen?"
Mariele: "Ja genau!"

Tja, da hat Mariele Marion wohl doch tatsächlich von diesem Foto her wieder erkannt. Und wir wußten bis dahin nicht mal, ob das Foto überhaupt je angekommen war...

SANDRA: Nachdem diese Szene eben so schnell abgedreht war, hingen wir dann wieder im Aufenthaltsraum rum, als sich irgendwann jemand zur Tür reinschob, den wir erst gar nicht registrierten. Schwupdiwup stand Mariele im Raum und keiner merkt´s, toll !! *g* Susanne hätte es bestimmt sofort bemerkt, aber die war auf´m Klo. Ich wollte sie ja holen gehen, aber dieser Vorschlag stieß nur auf Gelächter, was ich ja gar nicht nachvollziehen kann *menno*.

CLAUDIA: Mariele wollte sich sofort hinsetzen, entschloss sich dann aber doch noch stehen zu bleiben und meinte: "Ich mach jetzt erst mal die Runde" und gab jeder von uns die Hand und wollte unsere Namen wissen, die sie auch ziemlich schnell gut behalten hat. Und wenn ihr dann später der Name nicht sofort einfiel (wie beim "Foto machen" hinterher), dann hat sie sich dafür extra entschuldigt. Fand ich auch ziemlich beeindruckend.

VERENA: Ziemlich bald nachdem Mariele gekommen war, fragte sie, ob da nicht auch zwei Fans "aus dem Süden" gekommen seien! Antje von der Komparsen-Agentur fragte ja, ob nicht auch Leute "aus Würzburg" dabei sind und Walter hatte gehört, dass zwei von uns extra "aus Bayern" angereist wären. Die Ortsangaben der Herkunft von Claudia S. und mir wurden also immer ungenauer....

SUSANNE: Und als ich dann vom Klo zurückkam und den Raum betreten hab, dachte ich sofort: "Irgendwas stimmt doch hier nicht. Warum ist es hier denn so ruhig?" Ich schaue also mal so in die Runde und .... hoppla.... da saß Mariele schon inmitten der anderen Mädels. Hatte ich also wieder mal eine "Erscheinung" verpasst *g* Aber sonst wohl noch nicht so viel und ich hab mich dann auch ganz verstohlen erst mal an meinen Platz geschlichen, weil Mariele auch gerade in ein Gespräch mit irgendjemandem vertieft war.

Mariele hat sich dann fast noch dafür entschuldigt, dass heute nichts Wildes passiert ist, also keine großen Pannen oder so. Aber wir fanden es auch ohne Pannen einfach schon alles ziemlich klasse. Ich hab sie dann direkt gefragt, ob das mit Erik und Nikola was Ernstes ist und das hat sie uns dann auch schon mehr oder weniger bestätigt. Also, dass er die ganze Staffel über dabei ist, ihr auch einen Heiratsantrag macht, ihr aber verschweigt, dass er noch verheiratet ist usw. Naja, dass Schmidt und Nikola nicht wirklich zusammenkommen können hat sie dann auch erzählt, aber das war uns ja eigentlich auch klar. Es gibt aber auf jeden Fall eben diese Staffel jetzt, dann 13 Folgen, die sie im Herbst / Winter drehen und dann sind für 2001 auch noch mal 16 Folgen bestellt. Was auch immer das nun genau heißen mag ;-)
In diesem Zusammenhang hat Mariele uns übrigens auch erzählt – so haben wir’s zumindest verstanden – dass die Schauspielerin, die im SAT1 Film ihre Freundin Olga gespielt hat, auch bei Nikola eine kleine Rolle hat. Sie habe ganz einfach gerne immer wieder die Leute dabei, mit denen sie sich gut versteht und gut spielen kann, hat Mariele dazu dann erklärt. Somit wissen wir jetzt endllich auch wie "Mutter Harsefeld", ihr Alexander und so einige andere zu ihren Nikola Auftritten kamen ;-)

Wir haben dann auch Mariele ziemlich bald unseren Oscar verliehen. Vor dem Auspacken hat sie uns allerdings noch mal gehörig verwirrt, als sie das rot und gelb eingegepackte Geschenk kommentierte: "Da fehlt ja noch ‘ne Farbe!" Ratlosigkeit auf all unseren Gesichtern. "Na "blau", erklärte Mariele ganz "ernsthaft". "Blau, Rot, Gelb – die RTL Farben!" Ahja, so sehr auf diesen Sender getrimmt ist sie dann also auch schon. Auch sie musste natürlich erst mal raten, um was es sich wohl handeln könnte. Ihre Ideen gingen da von "Fotos" über "Strumpfhosen" (laut Verena waren die tatsächlich früher mal so eingepackt... Damals...) zu ziemlich abstrusen Dingen. Bei unserem Hinweis von wegen "Computer" kam sie dann auf "CD-Rom?" Knickte das Geschenk noch ein paar Mal und meinte dann: "Selbst wenn, dann wäre sie jetzt hin."
Damit wir aber nicht noch Tage später da saßen, haben wir es ihr dann mal verraten: "Also, es ist ein Mousepad." und dann sagte Mariele erstmal nichts, sondern wartete wohl auf eine weitere Erklärung. Wir Mädels schwiegen betreten und man merkte förmlich, wie es in all unseren Gehirnen arbeitete so nach dem Motto: "Weiß sie womöglich nicht was ein Mousepad ist?" (Sorry, Mariele *g*) Sie selbst hat aber auch genau gemerkt, dass wir genau das "befürchtet" hatten, und sagte dann gespielt stolz: "Also, ich weiß, was ein Mousepad ist! Jaaaa, doch!" War echt zu gut! Sie durfte es dann auch endlich mal auspacken, erwischte aber zuerst nur die schwarze Rückseite, sagte dann noch "gequält": "Das ist ja .... hübsch ... und farblich auch so einfallsreich!" und grinste uns an.

So, und jetzt ruft euch bitte die GK Verleihung ins Gedächtnis, genauer gesagt, den Moment als Ulla Kock am Brinck sagt: "er ist extra von Dreharbeiten aus Köln hier hergekommen..." und wie Mariele dann "NEIN" sagt. Denn haargenau dieses "NEIN" durften wir dann erleben, als sie das Mousepad umdrehte und "ihren Oscar" sah. Und auch sie hat sich echt sehr gefreut ("Super! Das wird jetzt mein neues Mousepad!") und über den weisen Kritiker musste sie dann auch wieder lachen: "Walter, diese Pappnase!"
Das Beste war ja noch, dass auch sie wirklich nicht wusste, was eine Compiler-Schleife ist. Zitat: "Ich bin so froh, dass ich den Satz so rausbekommen habe. Aber wenn jemand weiß, was das ist, dann doch IHR!!!" Nee, leider auch nicht. Wir haben zwar jetzt unsere eigene Definition davon, aber das ist noch eine andere Geschichte.

VERENA: Mariele schlug uns ja vor, bezüglich der Compiler-Schleife mal ein Quiz im www ins Leben zu rufen. Zitat:" Könnte man da nicht mal ein Internet-Quiz machen: Was ist eine Compiler-schleife? Ich sehe in diesem Vorschlag übrigens eine echte Möglichkeit, jemals eine Antwort auf diese brennende Frage zu bekommen!!

SUSANNE: Was hat sie denn sonst noch so erzählt, bzw. wir sie noch gefragt? Also, sie wollte auch noch wissen, wo wir alle herkommen, bzw. heute noch zurück müssen und wie lange wir da unterwegs sein werden. Sandra und ich konnten uns einen Kommentar zum Stau nach der HSS ja nicht verkneifen und Mariele meinte auch nur: "Ja und Alex sagt noch, ihr kommt bestimmt gut durch!" Tja, von wegen. Dafür lief es ja aber diesem Tag auf der Hin-und Rückfahrt ganz problemlos...

Mariele hat uns dann auch schon erzählt, dass der Feindin Film von den Kritikern nicht so gut angenommen wurde, also eher so "Daumen nach unten". Konnten ich gar nicht verstehen, v.a. da ich bisher nur Gutes über den Film gehört hatte. Ich hatte irgendwo auch gelesen / gehört, dass vor allem Doris Kunstmann so klasse sein soll. Fast noch besser als Mariele eigentlich, was ich ihr dann auch – mit leicht entschuldigendem Unterton *g* - erzählt habe.
Mariele fing daraufhin aber an, eine Lobeshymne auf Doris Kunstmann zu singen und meinte auch, dass sie sich niemals mit Doris Kunstmann auf eine Bühne stellen würde, denn ... Zitat: "Die spielt Dich in Grund und Boden!" Mariele war echt schwer begeistert und hat uns auch nahe gelegt Doris Kunstmann auf jeden Fall mal auf der Bühne anzuschauen, wenn wir die Möglichkeit dazu haben.

Mit Blick auf die Uhr meinte Mariele dann aber irgendwann, dass wir Patientinnen uns mal so langsam umziehen gehen sollten, weil die Mädels oben auch nach Hause wollen und sie selbst hatte es eigentlich auch eher eilig. Sie hat sich dann von allen "Besucherinnen" verabschiedet und ist mit uns Patientinnen rauf zu den Garderoben.

CLAUDIA: Ich gehörte ja zu den "Besucherinnen" und stand unten im Flur und dachte schon:"so’n Mist, kein Foto und kein Autogramm" *schmoll*, aber es kam ja noch anders...
   
Mariele
SANDRA: Als wir mit Umziehen fertig waren, trafen wir Mariele auf dem Gang wieder, wo sich dann wieder ähnlich Szenen wie bei Walter abspielten. "Könnte ich wohl ein Autogramm haben für meine Mutter, Oma, Opa, Hund, Katze, Maus, usw.?" und "Halt sie auf, ich hol mal eben schnell was zum Signieren von unten!" (Ne, Susanne?) *lach*

SUSANNE: Dazu sage ich doch jetzt gar nicht mehr *g*

CLAUDIA:
Marion kam auch die Treppe runtergestürzt zu uns Wartenden, um uns Bescheid zu sagen. So schnell bin ich, glaube ich, noch nie die Treppe hochgerannt!!! Und dann hatte ich doch noch mein Autogramm.


SANDRA: Und Mariele hat auch alles geduldig mitgemacht und hat sich auch durch unsere ständigen Entschuldigungen nicht beirren lassen - wir wollten sie ja nicht nerven, jedenfalls nicht mehr als nötig ;-) Wir konnten dann auch noch einige Fotos machen und sie hat sich sehr nett von uns verabschiedet.

Wir haben uns dann auch bald vom Acker gemacht, sprich auf dem Parkplatz noch ausgiebig diskutiert, wer denn jetzt mit wem wohin fährt. Oder kurz: Was ist der kürzeste Weg zu Burger King?? Gut, dass wir mit Sabine wenigstens eine Ortskundige unter uns hatten, die uns dann in die Stadt gelotst hat. An dieser Stelle vielleicht ein kleiner Hinweis: Versucht niemals am Freitag Nachmittag zügig durch den Kölner Stadtverkehr zu kommen. Zwischenzeitlich traten bei uns doch Zweifel auf, ob wir jemals den Bahnhof erreichen würden.
Gruppenfoto mit Mariele
Wider Erwarten hat das dann aber doch noch geklappt und wir fanden uns bei Burger King zu einem "Realisierungs-Essen" ein, bei dem alles noch mal ausführlich besprochen wurde. Einzelheiten sparen wir uns an dieser Stelle, wer weiß, wer das hier alles liest.*g* Gestärkt und doch wieder einigermaßen bei Sinnen haben wir uns dann schließlich auf den - bei den einen mehr, bei den anderen weniger - kurzen Heimweg gemacht.

Wir alle möchten uns jetzt noch mal bei allen Beteiligten, die uns diesen Besuch so kurzfristig ermöglicht haben, beim gesamten Nikola Team und natürlich ganz ganz herzlich bei Mariele und Walter bedanken! Und Susanne und Sandra danken auch noch ganz besonders "McDonalds" für die unglaublich Kreativität fördernde Atmosphäre in all ihren Läden. Und das meinen wir echt im Ernst *g*
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