Ein Fall für den Fuchs I - Göttergatte und Ganove
AT: Das Schlitzohr ist nicht zu fassen
(SAT.1, Erstausstrahlung: 11.05.04)
 
Handlung | Darsteller | Produktion | Quote & Kritiken
 
Max Kerner scheint mit seiner Ehefrau Andrea und dem pubertierenden Sohn Lukas ein ganz normales Leben zu führen. Weit gefehlt. Hinter der Fassade des spießigen Antiquars steckt nämlich der berüchtigte Meisterdieb „Fuchs“ – tagsüber Göttergatte, nachts Ganove. Der „Fuchs“ ist jedoch kein kalter Krimineller, sondern ein liebenswerter Gentleman-Ganove, der von den Bösen nimmt, um an die von ihnen unter Druck gesetzten Guten zu verteilen. Da die Polizei ihm aber schon seit langem auf den Fersen ist, möchte Max seiner Robin Hood Karriere nach einem letzten Coup an den Nagel hängen. Er möchte nur noch dem durchtriebenen Auktionator und Spekulant Leclair (Wilfried Baasner) die Summe an Schwarzgeld aus dem tresor klauen, die dessen Mieterin, die arme Restaurant-Besitzerin Frau Delvecchio (Ilse Holtmann) benötigt, um ihr Häuschen nicht an Leclair zu verlieren.
 
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Anstatt des Geldes können Max und seine Mitstreiter - der konfuse René (Dieter Landuris) und die attraktive Sandra (Esther Schweins) - jedoch nur ein Gemälde ergattern, dass sie nun in kürzester Zeit und im Geheimen zu Geld machen müssen.
   
Max’ Frau Andrea ahnt natürlich nicht, dass ihr angepasster Mann ein Doppelleben führt. Als Journalistin und Hobby-Ermittlerin arbeitet sie an der Aufklärung eines dubiosen Einbruchs in Leclairs Büro. Da Andrea vermutet, dass der „Fuchs“ hinter der Sache steckt, ist sie mit Feuer und Flamme dabei: Diesem gerissenen „Robin Hood“ will sie unbedingt auf die Schliche kommen, den Mann will sie haben!
Ihre Freundin und Chefin Brigitte (Silke Matthias) gibt ihr grünes Licht für die Story, und auch Kriminaloberrat Schander (Peter Lerchbaumer) unterstützt sie, während Kommissar Breuer (Gerhard Naujoks) sich gar nicht für den eifrigen Presse-Maulwurf begeistern kann.
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Göttergatte und Ganove 2 Obwohl Max die Polizei und seine Familie souverän, clever und lässig an der Nase herumführt, rückt Andrea erst der patenten Sandra und dann dem „Fuchs“ auf den Pelz. Max muss sich immer mehr verstellen und in Notlügen verstricken, um vor Andrea sein Cover zu halten und gleichzeitig seine Mission zu erfüllen.

Auch Leclair ist dem Fuchs auf den Fersen, handelt es sich bei dem Gemälde doch um eine Fälschung, was seine Versicherung natürlich nicht erfahren soll. Leclairs Handlanger können die drei aber gerade noch rechtzeitig ausschalten, bevor er ihren Plan gefährdet.
 
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Denn als Max, Rene und Sandra von dem gefälschten Gemälde erfahren haben, fassen sie den Plan, bei einer großen Auktion Leclairs tresor ausräumen, in dem sie jede Menge Schwarzgeld vermuten. Ein gewagtes Spiel in einem Haus voller Leute und unter den wachsamen Augen der Polizei, die auf Andreas Tipp hin ebenfalls bei der Auktion erscheinen.

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Göttergatte und Ganove 6 Während Max und seine Komplizen auf Leclairs Anwesen ihren großen Coup in Angriff nehmen, wird auch Andrea endlich klar, wer sich hinter dem Fuchs verbirgt und sie fährt ebenfalls zu Leclairs Auktion um Max vor der Polizei zu warnen. Zu spät.
Aber Max und Co ziehen alle Register ihrer Kunst um nicht nur Leclairs Bewacher und die Polizei auszutricksen, sondern auch um Leclair wegen des Versicherungsbetrugs ans Messer zu liefern.

Max ist fest entschlossen, seinem Ganoven-Dasein Lebewohl zu sagen, aber da hat er die Rechnung ohne seine Frau gemacht, die überhaupt kein Lust auf ein langweiliges Leben mit einem gewöhnlichen Buchhändler hat...

Darsteller
 
Walter Sittler Max Kerner
Simone Thomalla Andrea Kerner
Esther Schweins Sandra
Dieter Landuris René
Wilfried Baasner Leclair
Ilse Holtmann Frau Devecchio
Silke Matthias Brigitte
Sergej Moya Lukas
Peter Lerchbaumer Kriminaloberrat Schander
Gerhard Naujoks Kommissar Breuer


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Produktion
   
Regie Thorsten Schmidt
Buch Daniel Maximilian, Thomas Pauli
Kamera Nathalie Wiedmann
Produktion U5 Filmproduktion für SAT.1
Produzenten Karl-Eberhard Schäfer, Norbert Walter
gedreht wurde vom 11.November - Mitte Dezember 2003 in Frankfurt und Umgebung
   
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Quote / Kritiken
 

Einschaltquoten:
Der Film hatte bei der Erstausstrahlung im Mai 2004 leider eine ziemliche schlechte Quote: 12,5% (1,55 Mio) in der Zielgruppe der 14-49jährigen und nur 8,7 % (2,57 Mio) bei den Zuschauern ab 3 Jahren. Schuld daran waren villeicht die leider auch nur mittelmäßigen Vorab-Kritiken. Bei der Wiederholung im März 2005 waren es immerhin 13,5% (1,39 Mio) in der Zielgruppe und 13,4% (3,16 Mio) insgesamt.

TV - Movie, 18.03.05
Tages-Tipp. Kurzweilig - davon sehen wir gerne mehr.

Bild am Sonntag, 27.03.05
TV. Tipp. So flott, amüsant und spannend sind TV-Movies selten. Gewitzt und charmant narrte Walter Sittler als verstaubter Antiquar Max nach James-Bond-Manier Polizei und üble Verbrecher. Wie für 007 wurde es für Walter Sittler erst brenzlig, dann romantisch. Max ist nämlich der gesuchte Ganove "Fuchs". Gut, dass der nächsten Mittwoch wieder auf Beutefang gehen darf.

taz, 30.03.05
[....] Vor einer Woche wiederholte Sat.1 die erste Folge, die (nicht nur für Sat.1-Verhältnisse überdurchschnittlich prima ausgestattet, ausgeleuchtet, inszeniert und abgefilmt) ziemlich hübsch anzuschauen war. [....]

FAZ, 11.05.04
[....] Mit schnellen Schritten, amerikanischer Krimimusik, pointierten Dialogen und Wortwitz zelebrieren Walter Sittler als Gentlemangauner und Simone Thomalla als zunächst nur eifrige, dann misstrauische und schließlich überraschte Journalistin, ein sich liebendes, neckendes, streitendes Ehepaar. Dazu gesellt sich ein Ensemble aus lustvoll auftretenden Edelchargen: Wilfried Baasner gibt den Bösewicht mit Glatze, Dieter Landuris überzeug als wuselig-nervöser Diebesgehilfe und Esther Schweins ist als cool-charismatische Kleinkriminelle die Dritte im Bunde der Robin-Hood-Connection. Gerhard Naujoks ermittelt mit tieftraurigen Augen als verzweifelter, ständig missverstandener Kommissar ganz nah am Abgrund zur Depression.
Sicherlich hält „Göttergatte und Ganove“ nicht unbedingt dem Vergleich mit den Screwball-Komödien aus den besten Hollywood-Zeiten stand, aber Thorsten Schmidt (Regie), Daniel Maximilian und Thomas Pauli (Drehbuch) haben doch ein Stück bessere Fernsehunterhaltung entwickelt: eine flotte, abwechslungsreiche, unterhaltsame Gaunerkomödie mit Verve, Tempo und Esprit.

Kölner Stadtanzeiger, 12.05.04

[....] Aber im Fernsehen findet dieses Genre vor lauter Melodramen und Beziehungskomödien selten Platz. Eine augenfällige Ausnahme bildete da der Sat-1-Film „Göttergatte und Ganove“von Thorsten Schmidt. Konsequent hielt sich der Jungregisseur an Stil und Ambiente der „Rififi“-Komödien, vom nächtlichen Großstadtglitzern über Rollblenden bis zur „Goldfinger“-Musik. Herrlich nostalgisch war das, flott geschnitten, mit Verve und Wortwitz gespielt.[....]

Hamburger Abendblatt, 12.05.04

Ach, man gönnt es ihnen ja so: Drei liebenswerte Gauner beklauen einen miesen Immobilienhai, Versicherungsbetrüger und Geldwäscher (Wilfried Baasner als Bilderbuch-Bösewicht), um die Beute für Bedürftige zu versilbern. Und sie kommen am Ende ungeschoren davon! Bis es so weit war, entwickelte sich ein naives Märchen vom modernen Robin Hood, dem nicht nur die böse Polizei, sondern auch die pfiffige Ehefrau auf den Fersen ist.
Das machte den eigentlichen Reiz dieser Komödie aus. Walter Sittler, ein sympathischer Ehemann, Vater und verdeckter Ganovenboss, gejagt von Simone Thomalla als journalistischer Spürnase - das ergab Situationswitz und ironische Spitzen. Ein bisschen brav fiel das Ganovenspiel trotz James-Bond-Anleihe mit "Goldfinger"-Song im Hintergrund zwar aus. Aber amüsant unterhaltsam wars trotzdem.

Der Spiegel, 10.05.04

Nichts ahnend beschwert sich die Journalistin Andrea (Simone Thomalla) bei ihrer Freundin über den vergessenen Hochzeitstag und das spießige Leben ihres Mannes. Wenn die wüsste: Als selbst ernannter Robin Hood sorgt Andreas Gatte, der Antiquar Max (Walter Sittler), seit neun Jahren des Nachts mit zwei Helfern (Esther Schweins, Dieter Landuris) für Gerechtigkeit. Sein letzter Coup soll einen Erpresser (Wilfried Baasner) um eine viertel Million erleichtern. Mit Tricks und Charme zieht das eingespielte Team immer wieder den Kopf aus der Schlinge. Eine Gaunerkomödie, bei der man ahnt, was kommt, und dennoch schmunzelt, besonders wenn Andrea dem Mann die Heldentaten des Schlitzohrs im Bett vorhält und nicht ahnt, was Goethe wusste: Warum in die Ferne schweifen? Sieh, der Gute liegt so nah.

BWZ, 07.05.04
Tagestipp: Urkomisches, flott inszeniertes Verwechslungspiel mit vielen beliebten Fernsehstars.

TV-Today, Mai 2004
Tagestipp: Garantiert tiefgangfreies und harmloses TV-Märchen mit Tempo, Witz und einnehmenden Charakteren.

Teleschau (Mai 2004)
[....] Selten hat die Skyskraper jemand beeindruckender ins Bild gesetzt als der ehemalige Studenten-Oscargewinner Thorsten Schmidt. [....] er eher leichten Kriminalkomödie "Göttergatte und Ganove" kommt der ausgeprägte Stilwille des Regisseurs allerdings weniger zugute. Er orientierte sich überflüssigerweise am Genre des film noir der 40er-Jahre. Die Farben sind (fast) ganz rausgepresst - was bleibt, ist teils die Schwärze der Nacht, teils das Frankfurter Grau eines deutschen Dauerherbstes. Unnötig wirken zudem Rollblenden, die offensichtlich Tempo und nostalgischen Charme ins Bild bringen sollen. [....] Eigentlich gar keine schlechte Geschichte, nur wird sie hier mit allzu wenig Schwung und in seltsam anämischen Bildern erzählt.

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