| Der Kommissar und das Meer - Der sterbende Dandy (ZDF, Erstausstrahlung: 31.05.2009) |
| Handlung | Darsteller | Produktion | Sonstiges | Quote & Kritiken | |
| Der Kunsthändler Egon Wallin wird nach einer Vernissage
ermordet in seiner Galerie aufgefunden. Kommissar Robert Anders und sein
Team beginnen ihre Recherchen in der Kunstszene. Der Täter hat seinem
Opfer das wertvolle Gemälde 'Der sterbende Dandy' über den Kopf
gestülpt, das kurz zuvor aus einem Museum gestohlen wurde. Weitere
gestohlene Bilder werden im Archiv der Galerie gefunden. Keine Frage,
Wallin muss in den illegalen Kunsthandel ver-strickt gewesen sein. Sein
Partner Hugo Malmberg behauptet, nichts davon gewusst zu haben, ebenso
wenig wie Wallins Frau Monika.
Das aufgefundene Bild am Tatort führt die Ermittler nach Muramaris, einer geschichtsträchtigen Villa, wo der sterbende Dandy vor langer Zeit von dem Künstler Nils Dardel gemalt wurde. Hier trifft Robert auf den kenntnisreichen Kunstexperten Erik Mattson und dessen Schwester Lisa. Als Monika Wallin in den Unterlagen ihres toten Mannes vorbereitete Scheidungs-papiere und Dokumente über den Kauf einer Wohnung in Stockholm findet, nimmt der Fall eine neue Wendung. Wallin wollte seine Frau und Visby verlassen, um in Stockholm mit seinem Partner Malmberg ein neues Leben zu beginnen. Doch als Robert herausfindet, dass Monika ihrem Mann in der Tatnacht nach Muramaris gefolgt ist, wo er seine Geliebte Lisa Mattson besucht hat, ist die Irritation groß: Hatte Wallin gleichzeitig einen Liebhaber und eine Geliebte, während er seinen Absprung nach Stockholm vorbereitete? Parallelen zur Biografie des Malers Nils Dardel, einem bisexuellen Dandy, werden sichtbar. Derweil verdichten sich Hinweise, dass Wallin zusammen mit Malmberg und Erik Mattson die Kunstdiebstähle und den Verkauf der Bilder an illegale Kunstsammler organisiert hat. Ein Eklat auf Wallins Begräbnis führt die Ermittlungen in eine neue Richtung: Voller Bitterkeit spuckt Lisa Mattson in das Grab. Robert ist klar, dass mehr dahinterstecken muss als die Enttäuschung einer betrogenen Liebhaberin. Als er daraufhin Nachforschungen über die Vergangenheit der Geschwister Mattson anstellt und Hugo Malmberg Opfer eines Anschlags wird, kommt er einem furchtbaren Geheimnis auf die Spur. |
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| Darsteller | |
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| Walter Sittler | Robert Anders |
| Solveig Anarsdóttir | Karin |
| Andy Gätjen | Thomas Wittberg |
| Inger Nilsson | Ewa |
| Paprika Steen | Line Anders |
| u.v.m. | |
| Produktion | |
| Regie | Markus Weiler |
| Kamera | Bella Halber |
| Drehbuch | Clemens Murat |
| Produktion | Network Movie |
| Produzentin | Jutta Lieck-Klenke |
| Redaktion ZDF | Klaus Bassiner, Wolfgang Feindt |
| gedreht wurd | vom 14. Juli bis Mitte September 2008 auf Gotland, in Stockholm und Hamburg |
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| Quote / Kritiken |
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Einschaltquote (Erstausstrahlung) Kritiken Süddeutsche Zeitung, 30.05.09 Quotenmeter Darüberhinaus ist in großen Teilen der Schnitt schlecht. Der Grund: Viele Szenen, in denen es Zeitsprünge gibt, werden ohne eine Zwischensequenz oder Schwarzblende aneinandergereiht. Beispielsweise deckt Familie Anders für ein Abendessen den Tisch, ehe im nächsten Abschnitt der Tisch schon wieder abgeräumt wird und ein Streit zwischen Robert und Line streiten der Beginn einer Ehe-Krise, deren Beginn allerdings völlig überzogen ist. Die weiteren Ausführungen sind dagegen gut gezeichnet, auch Roberts Sorge, als Line über Nacht plötzlich nicht nach Hause kommt. Völlig unspektakulär fällt die Versöhnung aus - - hier wollte man das Problem ganz offensichtlich schnell aus dem Weg schaffen und sich doch wieder der Mördersuche widmen. Ein weiterer Minuspunkt für «Der Kommissar und das Meer» ist der riesige Cast mit vielen eigentlich sinnlosen Hauptfiguren. Zwar hat Kommissar Robert Anders eine Kollegin namens Karin Jakobsson, doch diese taucht im ganzen Film nur jeweils für wenige Sekunden auf. In Sachen Polizeiarbeit ist Anders dieses Mal ein einsamer Bulle. Dann wäre auch noch Kristin Anders, die Mutter von Robert. Sie kehrte in der der vorherigen Folge auf und blieb einfach, ohne etwas zur Episode beitragen zu können. Auch die Figur Emma Winarve taucht mehrfach auf größere Aufgaben als das Trinken von Wein kommen ihr allerdings nicht zu. Mit Der sterbende Dandy hat das ZDF am Sonntagabend kein
Highlight im Programm, am Ende reicht es allerdings dann doch noch für
ein gesundes Mittelmaß. Es bleibt zu hoffen, dass die kommenden
Folgen wieder an Fahrt gewinnen und einen unterhaltsameren Krimiabend
versprechen als es diesmal der Fall ist. Westfalenpost, 29.05.2009 |