Der Kommissar und das Meer - Der Tod kam am Nachmittag
(ZDF, Erstausstrahlung: 09.01.10)

Handlung | Darsteller | Produktion | Sonstiges | Quote & Kritiken
 

Die Bilanz der nächtlichen Party einer jugendlichen Clique um Björn, Ellen, Anna und Erik ist erschreckend: Ein Ferienhaus wurde von ihnen verwüstet, Anna beschuldigt Björn der Vergewaltigung und inmitten der Zerstörung finden Robert Anders und sein Team die Leiche des Hausbesitzers und Psychologen Dag Svensson.

Es stellt sich heraus, dass Svensson eine Affäre mit der Mutter von Ellen hatte. Das Mädchen gerät unter Verdacht, als Anders herausfindet, dass Ellen den Liebhaber ihrer Mutter gehasst hat und die Verwüstung seines Hauses ihre Idee gewesen ist.

Doch auch Erik hat ein Motiv: Der Junge wurde seit einem Jahr wegen eines Suizidversuchs von Dag Svensson behandelt. Kommissar Anders nutzt die Hilfe seines Sohnes Niklas, der mit Erik eng befreundet ist und dessen Clique gut kennt. Aber auch Eriks Ziehvater John Akkers verstrickt sich in seinen Aussagen in immer merkwürdigere Widersprüche.

In einem packenden Finale gelingt es Kommissar Anders, gemeinsam mit seinem Sohn Niklas die psychologischen Hintergründe zu entschlüsseln, die zu dieser schrecklichen Tat führten.


Darsteller

 

Walter Sittler Robert Anders
Paprika Steen Line Anders
Inger Nilsson Ewa
Solveig Anarsdóttir Karin
Andy Gatjen Thomas Wittberg
Sven Gielnik
Niklas Anders
Charlotte Lüder Ida Anders
Frida Hallgren Emma Winarve
Nicole Heesters Kristin Anders
Peter Hilden Börjn Hammerström
Linn Björnlund

Ellen Borg

Julia Fogelberg Anna Palme
David Lagerqvist Erik Dahlmann
   
u.v.m.  


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Produktion
   
Regie Thomas Roth
Kamera  
Drehbuch Clemens Murath
Produktion Network Movie
Produzentin Jutta Lieck-Klenke
Redaktion ZDF Klaus Bassiner, Wolfgang Feindt
gedreht wurde vom 13. Mai bis Mitte Juli 2009 auf Gotland
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Quote / Kritiken
 

Kritiken

Quotenmeter
Mit dem mittlerweile schon siebten Krimi nach Motiven der schwedischen Bestsellerautorin Mari Jungstedt scheint die Talsohle der noch recht jungen Krimireihe durchschritten zu sein. Waren die letzten Filme für den einen oder anderen dramaturgischen Hänger sowie die unnötige Ausstattung mit zu vielen Protagonisten und Nebenschauplätzen kritisiert worden, ist es Drehbuchautor Clemens Murath («Der Kriminalist») und Regisseur Thomas Roth («Tatort») dieses Mal wesentlich besser gelungen, die Geschichte adäquat umzusetzen. [....] Der Mordfall an sich wurde alles in allem recht clever konstruiert und führt die Ermittler lange auf eine falsche Spur, dem Zuschauer erschließt sich des Rätsels Lösung allerdings schon deutlich vor der eigentlichen Auflösung. Um wirklich fesseln zu können – und das darf ein TV-Krimi durchaus auch tun - hätte hier noch der eine oder andere Twist in der Handlung gut getan. Somit bietet «Der Tod kam am Nachmittag» im Endeffekt nur solide Krimikost mit schwedischer Kolorit und schönen Bildern der schwedischen Insel Gotland.

Absolut positiv und darum auch noch unbedingt erwähnenswert sind die schauspielerischen Leistungen der noch zum Teil völlig unbekannten und ohne große Schauspielerfahrungen agierenden Jungakteure. Sie spielen die arrivierten Darsteller locker an die Wand und geben der Geschichte um eine Jungendclique die nötige Glaubhaftigkeit und emotionale Stärke. Wenn TV-Produktionen doch immer so gut bis in die Nebenrollen besetzt wären.

«Der Kommissar und das Meer: Der Tod kam am Nachmittag» erfindet den Schwedenkrimi absolut nicht neu. Sympathische und glaubhafte Akteure, eine traumhaft Kulisse rund um Visby und die Insel Gotland sowie ein solider Kriminalfall lassen dem Zuschauer die gute Samstagabendunterhaltung aber nicht abhanden kommen.



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