Gegen jedes Risiko
(ZDF, Erstausstrahlung: 23. April 2005)
 
Handlung | Darsteller| Produktion | Quote & Kritiken | Sonstiges

Max Czerlitzky (Walter Sittler) ist eigentlich Musiker, aber er verdient sein Geld als Kaufhausdetektiv - widerwillig, aber notgedrungen, um seinen Lebensunterhalt zu verdienen. Als er eine junge Ladendiebin laufen läßt wird er von seinem Chef fristlos gefeuert.
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Während Max sich Sorgen macht, wie es nun beruflich weiter geht und wie er und seine Frau Ingrid (Birge Schade) die Kredit-Raten für ihr Haus bezahlen sollen.
Ingrid sieht die Situation jedoch eher entspannt. Sie hat immerhin die gute Nachrichten, dass sie drei Jahre nachdem ihr eigenes Restaurant pleite gegangen ist, endlich einen Schlussstrich unter des Insolvenzverfahren ziehen können.

Max hat keine guten Nachrichten für seine Frau Ingrid: Der Kredit für das Haus kann nicht umgeschichtet werden. Ingrid erinnert ihn an Frau Eberz (Sybille Canonica), die beide bei einem Tanzkurs kennengelernt haben und die Max vielleicht einen neuen Job besorgen könnte.

Eine weitere schlechte Nachricht folgt auf dem Fuß. Max Bruder Herbert Schwettger (Hans-Jörg Assmann), zu dem Max seit über 20 Jahren keinen Kontakt mehr hatte, ist bei einem Autounfall ums Leben gekommen.
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Und auch die neuen Nachforderungen aus dem Konkursverfahren von Ingrids Restaurants bringen sie in eine bedrohliche existentielle Notlage. Ihr Haus droht zwangsversteigert zu werden.

Max entschließt sich, sich um einen Job bei der Asseca - Versicherungen zu bemühen und hat endlich auch einmal Glück. Die Stelle als Versicherungs - Detektiv ist noch zu haben und er bekommt sie.

Doch der erste und vermeintlich 'alltägliche Fall' ist ausgerechnet die Untersuchung des Unfalltodes seines Bruders Herbert. Kurz vor dem Unfall wurde die Versicherungssummer erhöht und somit prüft die Versicherung automatisch.
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Die Konfrontation mit der Familie seines Bruders wird für Max zur Reise in die Vergangenheit. Seine Schwägerin Monika war vor 25 Jahren seine Freundin. Anstatt ihn damals nach England zu begleiten, wo er als Gitarrist Karriere machen wollte, hat sie kurze Zeit später seinen Bruder Herbert geheiratet.
Monika und ihr Sohn Oliver erzählen Max nicht nur, dass Herbert einer der der erfolgreichsten Vertreter war, sondern auch wie glücklich sie miteinander waren. Max hingegen hegt daran Zweifel.


Der Polizeibericht führt als Unfallursache einen Defekt der Bremsleitungen durch Marderbiss an. Doch Max findet heraus, dass sein Bruder den Wagen erst kurz vor seinem tödlichen Unfall zu einem Routine-Check in die Werkstatt gebracht hatte, bei dem genau dieser Schaden schon behoben wurde. Zwei Marderbisse innerhalb kurzer Zeit?
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Herberts Sohn Robert zeichnet ein anderes Bild seines Vaters und ergeht sich in Schuldzuweisungen, die ein zutiefst gestörtes Verhältnis zu seinem Vater und seinem Bruder Oliver offenbaren. Robert verrät Max aber auch, dass sein Vater Herbert Alkoholiker war.

Auch Oliver und Robert haben ein gestörtes Verhältnis zueinander. Durch die Nachforschungen von Max misstrauisch geworden, verdächtigen sie sich gegenseitig etwas mit dem Unfall ihres Vaters zu tun zu haben.

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Oliver durchsucht zu Hause die Bankunterlagen seines Vaters. Als seine Mutter ihn dabei ertappt, will sie von ihm wissen, ob die Versicherung auch zahlt, wenn es kein Unfall war, sondern Selbstmord. Oder Mord.

Schwettgers Vorgesetzter und Freund Gehring (Peter Franke) gibt erst nach hartnäckigem Nachfragen zu, dass sein ehemals bester Mann nicht nur Alkoholiker war, sondern auch als Vertreter nichts mehr verdient hat.
Herbert Schwettgers 'heile Welt' war offenbar nicht mehr als eine Fassade, die er mit Hilfe seines Freundes immerhin gegenüber seiner Familie aufrecht halten konnte.

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An Herberts Grab stellt Max seine Schwägerin zur Rede und informiert sie über die Ergebnisse seiner bisherigen Ermittlungen. Monika weigert sich jedoch, einen Selbstmord ihres Mannes auch nur in Erwägung zu ziehen.

Von Monika erfährt Max aber auch, dass sein Bruder ihn insgeheim immer bewundert hat, dafür, dass er seine Träume nicht aufgegeben hat. Max sieht seinen Bruder auf einmal in einem anderen Licht.

Als Oliver seiner Mutter berichtet, dass das Haus mit hohen Hypotheken belastet ist und somit quasi der Bank gehört, will Monika dies nicht wahrhaben und bricht zusammen.

Im Krankenhaus bittet Monika Max darum, der Versicherung zu berichten, dass es sich um einen Unfall gehandelt hat. Max verläßt sie ohne darauf zu reagieren.

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Nachdem Oliver Max vorgeworfen hat, mit seinen Ermittlungen alles kaputt zu machen, wird Max auf dem Weg zum Bahnhof von Oliver in seinem Auto bedrängt und es bleibt ihm nichts anderes übrig als sich mit einem Sprung in einen Fluss zu retten.

Gegenüber Ingrid äußert Max zum ersten Mal die Vermutung dass sein Bruder ermordet wurde. Von seiner Frau oder einem seiner Söhne, was Ingrid aber kaum glauben kann. Max bleibt mit seinen Zweifeln alleine.
Durch einen Anruf von Gehring wird die Versicherung über das Familienverhältnis informiert und Max kann Frau Eberz nur mit Mühe um einen Tag Aufschub bitten, bevor sie ihm den Fall entziehen will.
An dem Wrack entdeckt er, dass die Bremsschläuche durch einen Marderbiss zerstört wurden. Die gleichen Bremsschläuche, die erst wenige Wochen zuvor wegen eines Marderbisses ausgetauscht wurden.

Bei seinen weiteren Ermittlungen erfährt Max in der Werkstatt, dass einer seiner Neffen den Wagen damals abgeholt und dabei auch die defekten Bremsschläuche in Empfang genommen hat.
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Als Monika einen Selbstmordversuch unternimmt, kommt Max nicht mehr umhin, sich die Frage zu stellen, ob Blut wirklich dicker ist als Wasser. Im Krankenhaus spricht Max gegenüber Monika offen von Mord und verdächtigt seine Neffen, als sie ihm beichtet, dass sie sehr wohl von Herberts Problemen wusste und sich oftmals seinen Tod vorgestellt habe. Aber ob sie ihn ermordet hat, müsse Max ihr schon nachweisen.
Bei einem Gespräch mit Robert erfährt Max immer mehr von den komplizierten und gestörten Beziehungen zwischen Herbert, Monika und ihren Söhnen. Auch Robert hätte gute Gründe gehabt seinen Vater zu ermorden. Sein Hauptverdächtiger bleibt allerdings nach wie vor Oliver. Oliver wiederum verdächtigt seinen Bruder Robert und will ihn mit allen Mitteln dazu bringen, seine Tat zu zu geben.

Der Fall nimmt eine unerwartete Wendung als Robert, Max beichtet, dass er Herbert bei einem Seitensprung erwischt und ihm deutlich zu verstehen gegeben hat, wie sehr er ihn verachtet. Max glaubt, dass sein Vater daraufhin Selbstmord begangen hat. Noch in Max Küche wird Robert jedoch verhaftet, weil in seiner Wohnung ein brandneuer Bremsschlauch gefunden wurde.

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Da Max die Zeit wegläuft, stellt er Oliver zur Rede, der jedoch jegliche Beteiligung an dem Mord abstreitet, so dass Max zu anderen Mitteln greift. Er rast mit Oliver die gleiche Strecke entlang auf der Herbert Schwettger ums Leben kam.

Zum ersten Mal erzählt Oliver ehrlich, dass er seinen Vater am Abend vor dem Unfall in der Garage getroffen hat, aber zu einem Gespräch, dass sein Vater offensichtlich mit ihm gesucht hat, nicht bereit war. Auch er macht sich seitdem schwere Vorwürfe...
   
Max berichtet der Versicherung dass Herbert Schwettger seinem Leben aus eigenem Entschluss ein Ende gesetzt hat, in dem er die alten Bremsschläuche selbst in seinen Wagen eingebaut hat. Somit besteht für die Familie kein Anspruch auf auf Auszahlung der Lebensversicherung. Max erhält nicht nur eine Provision von 25.000€, sondern auch eine Festanstellung als Versicherungsdetektiv.
Für ihn ist der Fall aber erst abgeschlossen, als er Monika seine Provision überläßt und es ihr und ihren Söhnen damit ermöglicht noch einmal neu anzufangen...

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Darsteller
 
Walter Sittler Max Czerlitzky
Birge Schade Ingrid Czerlitzky
Sybille Canonica Hanna Eberz
Sascha Göpel Oliver Schwettger
Lucas Gregorowicz Robert Schwettger
Hans-Jörg Assmann Herbert Schwettger
Gustav-Peter Wöhler Fililalleiter
Albrecht Ganskopf Restaurantchef
Sabine Orleans Polizeibeamtin
Peter Franke Gehring
Ulrike Grote Marianne Stertz


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Produktion
   
Regie Stephan Meyer
Buch Christian Jeltsch und Klaus Hüttmann
Kamera Hans Grimmelmann
Herstellungs-/Produktionsleitung Albert Schwinges
Produktion Aspekt Telefilm
Produzenten Markus Trebitsch
Redaktion ZDF Klaus Bassiner und Berit Teschner
gedreht wurde vom 29. Juni bis 30. Juli in Hamburg, Südholstein und Mecklenburg-Vorpommern
   
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Quote & Kritiken
 
Einschaltquote: Den Film sahen bei der Erstausstrahlung 5,69 Mio (18,9%) der Zuschauer ab 3 Jahre und 1,33 Mio (11,9%) der 14-49 jährigen Zuschauer.

TV Movie, 08.04.05
Durchschnittlich. Ambitioniert, aber überinszeniert.

Hörzu, 19.04.05
Starke Charaktere in einer ereignisreichen Story. Charmantes Puzzle mit guten Darstellern

Neue OZ, 25.04.05
[....] Die Auseinandersetzung mit der eigenen Vergangenheit gibt den Autoren Christian Jeltsch und Klaus Hüttmann dabei die Möglichkeit, den Zuschauern die neue Figur fast beiläufig näher zu bringen. Solide Unterhaltung ohne jedes Risiko.


Sonstiges
 
Artikel, Interviews, Berichte
Interview mit Walter (11.03.05, ZDF Presse)
"Wenn der Produzent einmal klingelt ..." (11.03.05, Regisseur Stephan Meyer über die Vorgeschichte, ZDF)
"Neue Männer braucht das Land" (11.03.05, ZDF Redaktion "Serien")

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