Pressemappe - "Für immer verloren"
(SAT.1, 2003)
 
Der Reiz seiner Rolle liegt für Walter Sittler "darin, dass Philip aus dieser hoffnungslosen Ausweglosigkeit, die er zum Teil ja selbst verschuldet hat, wieder aufsteht. Er nutzt die Chance, zu sehen, was wirklich wichtig ist: Nämlich dass die Familie und er mit seiner Frau wieder zusammenkommt. Dafür ist er bereit alles zu opfern, wenn es sein muss, auch sein Leben."

Zu seiner Zusammenarbeit mit Veronica Ferres sagt er: "Sie ist eine erfahrene Schauspielerin, und wir hatten im Spiel sofort einen guten Draht. Es war für mich eine aufregende Erfahrung, mit einem Star, wie ihr zusammenzuarbeiten."


Ausschnitt aus dem Interview mit Veronica Ferres:

Was hat sie an der Rolle der Sabine Winter gereizt?
Eine Mutter mit wunderbar intakter Familie und drei Kindern zu spielen, die plötzlich für die nächsten zwanzig Jahre mit Schwerstkriminellen zusammenleben soll - Rollen mit so einer Fallhöhe bekommt man nicht oft angeboten. Auf der einen Seite ist Sabine ein Opfer, vor allen Dingen am Anfang des ersten Teils, wenn sie ins Gefängnis kommt und sich überhaupt nicht zurechtfindet. Sie lernt dann im Gefängnis härter zu werden und Entscheidungen zu treffen.
Auf der anderen Seite ist sie aber auch Täterin. Sie ist eine Frau mit Abgründen, die seit Jahren ein Doppelleben führt. Mit Sicherheit hat sie das nicht gewollt. Ihr passiert das, weil sie das Reden mit ihrem Mann verlernt hat und ihm nicht mehr ihre Sehnsüchte, ihre Hoffnungen und ihre träume vermitteln konnte. Und weil sich ihre Ehe nach 18 Jahren in Gewohnheiten abgenutzt hat und sie es nicht geschafft hat, dagegen zu arbeiten. Durch den Verlust der Familie, den Verlust der Freiheit, macht Sabine einen Prozess der Erkenntnis durch, der sie lernen lässt, was sie nie konnte: sich entscheiden.

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Wie war die Zusammenarbeit mit dem Regisseur Uwe Janson?

Uwe Janson ist jemand, der den Schauspieler in den Vordergrund stellt, nicht die Technik. Uwe gibt den Schauspielern die größte Freiheit, die man sich nur vorstellen kann. Und danach richtet er dann die Kamera aus. Es gab nicht eine Szene, wo ich mich wegen einer Schärfe an eine andere Stelle stellen musste, sondern das hat das Team gelöst. Das ist natürlich ein traum für einen Schauspieler.

© 2003 SAT.1