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Einschaltquote (Erstausstrahlung)
Der Film war an dem Abend in der klassichen Werberelevanten Zielgruppe
(14-49 Jahre) mit 20,3% Marktanteil Primetime-Sieger . Insgesamt hatte
der Film 4,27 Mio Zuschauer.
epd medien, 21.02.04
[....] Und dann schauen zwei Frauen - Silke Zertz und Dagmar Hirtz - einfach
mitten in den ganz normalen Alltag und schöpfen aus trockenen Vokabeln,
die eher in die Tagesschau gehören (Arbeitslosigkeit, Familie und
Beruf, Kindergartenplätze, Hartz-Reform, Schwarzarbeit usf.) eine
witzige, wirklichkeitsnahe Komödie - und die läuft zur besten
Sendezeit bei Sat.1. Zeichen und Wunder! [....] Wenn es so herzerfrischend
daherkommt wie hier.[....] Genau das ist die wirkliche Komödienkunst:
Aus einer Misere heraus die Gedanken tanzen zu lassen und ihr auch komische
Seiten abzugewinnen, ohne die Probleme klein zu reden. Ein Teil des Films
ist der Wirklichkeit genau abgeschaut, der andere glänzend ausgedacht:
eine unschlagbare Mischung. Autorin Silke Zertz hat ein wunderbar erdnahes
und leichtfüßiges Buch mit pointenreichen Dialogen geschrieben,
Regisseurin Dagmar Hirtz bringt das Buch szenisch auf den Punkt. Nie wird
dieser Film langweilig, eigentlich möchte man, als Zuschauer hochbeglückt,
jeden Gag nacherzählen: die Szene auf dem Arbeitsamt, der Besuch
der bürokratischen Amtstante ("Hygienebedingungen!"), die
den Kindergarten schließen lässt. Walter Sittler braucht
sein komisches Talent längst nicht mehr zu beweisen. Aber es ist
ein Hochgenuss, ihm in diesem Film zuzuschauen, in dem er all sein spielerisches
Können beweisen kann. Denn Stefan ist keine Witzfigur, er leidet
zutiefst an der Verwirrung seines männlichen Weltbildes, und das
kann man durchaus nachvollziehen. Claudia Michelsen, die man gerne öfter
in einer größeren Rolle sehen würde (und das nicht nur
des interessanten Gesichts wegen) ist da die ideale Spielpartnerin, sie
nimmt sich zurück, und gerade durch diese Zurückhaltung gewinnt
ihre Figur Persönlichkeit und Kontur: [....] Es geht hier also um
nichts weniger als um Männer und Frauen, Eltern und Kinder, Arbeitsplatzbesitzer
und -verlierer, Bürokratie und Kreativität, alte und neue Rollenmuster,
sogar um die jämmerliche Verfasstheit des Standorts Deutschland.
Den Beweis, dass man daraus eine herrliche Komödie machen kann, haben
alle Beteiligten mit diesem Film geliefert. Lachen ist ja immer noch das
beste Mittel gegen Verspannungen aller Art. Das märchenhaft glückliche
Happy-End, wie es zu Komödien gehört, sei schon allein deshalb
allen gegönnt.
Der Spiegel, 09.02.04
Die Herrlichs, Mutter (Claudia Michelsen), Vater (Walter Sittler)
und ihre drei Kinder, leben unbeschwert in den Tag: Die lieben Kleinen
chaotisieren vor sich hin, der Vater flieht ins Büro, und die Mutter
ist meistens für die Familie verantwortlich. Doch dann verliert Herr
Herrlich seinen Job, und materielle Sorgen klopfen an die Haustür:
Der Gerichtsvollzieher meldet sich, Zwangsversteigerung droht. Ein Rollentausch
wird unvermeidlich: Der Mann übernimmt Hausarbeit und den Job im
Kindergarten, Mutter schafft das Geld heran. Das Charmante an diesem Film
(Buch: Silke Zertz, Regie: Dagmar Hirtz) ist die unverkrampfte, wie selbstverständlich
daherkommende Erzählung eines Familienschicksals, ohne tragisches
Pathos und mit einem großen Herzen für Kinder.
Sächsische Zeitung, 12.02.04
Selten und wohl noch nie im Privatfernsehen sah man eine so lebensnahe,
kaum geschönte Widerspiegelung der bundesdeutschen Wirklichkeit.
Ausnahme: das märchenhafte Ende. Ein arbeitslos gewordenener Produktmanager
(souverän Walter Sittler) muss sich um drei eigene Kinder
und noch einige andere kümmern, da der Kindergarten abbrannte. [....]
Nicht übergangen werden die Konflikte innerhalb der Ehe, in der nun
Frau Ines (ebenbürtige Partnerin Claudia Michelsen) das nie ausreichende
Geld verdient.
Für das sehenswerte Ergebnis, in dem sich Warmherzigkeit mit kritischem
Realismus vereinen, zeichneten Silke Zertz (Buch mit witzigen Dialogen)
und Regisseurin Dagmar Hirtz verantwortlich. Herzliche Gratulation.
TV Beilage des Stern, Februar 2004
[....] Wie elegant und unkitschig der Film nun das Happy-End herbeiführt,
zeigt seine Qualität, die sich darüber hinaus in den lebensnahen
und witzigen Dialogen manifestiert. Natürlich wird die Wirklichkeit
auch in diesem Familienstück zuweilen etwas geschönt, doch so
viel gekonnt platziertrer kritischer Realismus wurd dem Fernsehzuschauer
in einer deutschen Komödie trotzdem schon lange nicht mehr zugemutet.
Hamburger Abendblatt, 11.02.04
[....] Die von Dagmar Hirtz inszenierte Familiengeschichte war vergnüglich,
ohne deshalb ernste Realitäten wie Schulden und Ehekonflikte auszusparen.
Als der coole Manager Stefan arbeitslos wird, muss er sich als Vollzeitvater
und Kindergärtner beweisen. Sieht man von kleinen Längen ab,
machte das komödiantische Spiel von Walter Sittler genauso
viel Spaß wie das gute Ende, von dem Millionen Mütter leider
nur träumen können: Ausgerechnet die Erfahrungen im Kindermanagement
verhelfen dem TV-Papa zu einem neuen Job.
Hörzu, Februar 2004
Komödie mit ernsten Untertönen. Hervorragend: Walter Sittler
in der Rolle des Kindermanagers. [....] Mit lockerer Hand, aber auch mit
durchaus ernsthaften Zwischentönen inszenierte Dagmar Hirtz diese
Komödie über einen Macho, der nach einer Serie von Rückschlägen
sein Herz für Kinder entdeckt. Walter Sittler bringt sichtlich
seine Erfahrung als dreifacher Vater ein: Als Karrierist wirkt er eher
blass, als Kindermanager dagegen richtig lebendig.
Nordkurier, 15.02.2004
[....] Dessen Hauptfigur gibt Walter Sittler mit seinem erfrischenden
Spiel kräftige Konturen und beachtliche Tiefe. Die Kinder zaubern
duftige Atmosphäre mit ihrer Darstellungsart.
teleschau
[....] Vor ernstem Hintergrund entwickelt das Buch von Silke Zertz
eine amüsante, manchmal auch nachdenklich machende Familiengeschichte,
die nun SAT.1 erneut zeigt. [....] Das Movie wandelt recht sicher auf
diesem schmalen Grat zwischen Komödie und Realität, vor allem
dank einer glaubwürdigen schauspielerischen Leistung von Walter Sittler.
Selbst mehrfacher Vater, gibt er den Kindergarten-Daddy ebenso sympathisch
wie überzeugend.
prisma-online
[....] Bei ihrer witzigen, wenn auch vorhersehbaren Familienkomödie
vertraut Regisseurin Dagmar Hirtz ("Der Tod ist kein Beweis",
"Bella Block: Bitterer Verdacht") auf das gute Spiel des gesamten
Darstellerensembles, allen voran Walter Sittler als Produktmanager
auf Abwegen
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