| Dingsda! (ARD, 10/98) |
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| Walter Sittler und Tamara Rohloff (gelbes
Team) treten gegen Rosel Zech und Django Asül (rotes Team) an. Moderator
ist Werner Schmidbauer. Das Folgende ist eine Mitschrift des kurzen Interviews das mit dem gelben Team geführt wurde. Schmidtbauer: ... Tamara, Sie haben sich als Kind, glaub ich, gewünscht, vielleicht Abitur machen und dann Zirkusartistin zu werden? Tamara: Ja. |
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| Schmidtbauer: Warum dann Schauspielerin? Tamara: Ja, ich glaub, der Traum war letztendlich näher dann. Also, der Zirkus war noch weiter entfernt. Schmidtbauer: Aber Sie hätten nichts dagegen tatsächlich mal beim Zirkus zu arbeiten, oder? Tamara: Ja, würd ich sehr gern. Schmidtbauer: Was wären Sie am liebsten? Tamara: Clown. Schmidtbauer: Clown?! Ja? Haben Sie 'ne lustige Ader auch? Tamara: Das kann ich nicht so beurteilen, aber mir würde es sehr viel Spaß machen. Walter: Doch, hat sie, ja! Schmidtbauer: Hat sie? Tatsächlich? Weil, ich meine, in der Serie spielen Sie ja eigentlich 'ne eher taffe Frau. Also Karrierefrau und ab dafür - ist das Element auch in Ihnen selber drin? Tamara: Naja, man hat ja mehrere Seiten, aber das andere würde mir jetzt im Augenblick mehr Spaß machen, also sich noch mehr verkleiden zu können und mit Humor und Komik und noch mehr Verkleidung umzugehen, das würde mich sehr interessieren, ja. Schmidtbauer: Gibt's in die Richtung auch schon Pläne, Angebote? Tamara: Nein. Schmidtbauer: Vielleicht hört einer zu?! Tamara: Ja, vielleicht! Schmidtbauer: Ein großer Produzent, der sagt "ich suche eine komische Frau, die super ausschaut" - bamm! Tamara: Vielleicht, wäre schön. Schmidtbauer: Walter, wie ist sie eigentlich? Ich meine, man lernt sich doch kennen, oder? Wenn man in so'ner Serie zusammenhockt? Tamara: ("fällt" Walter ins Wort) Unglaublich süß. Walter: Oh ja, wir sind ja schon vier Jahre zusammen jetzt, in der Serie. Und ich hatte auch erst den ersten Drehtag mit ihr und ich hab dann gleich mitbekommen wie das ist - und es war sehr schön. |
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Schmidtbauer: Glaubt man da an ein Missverständnis,
wenn man hört, die Serie heißt "Girlfriends" und man soll da mitspielen
als Mann? Walter: Nein! Na, ohne Männer funktioniert's ja nicht. Schmidtbauer: Und, ist das ein harter Stand da mit so vielen Frauen am Set? Walter: Ach - mal so, mal so. - (Gelächter) Schmidtbauer: Ist was vorgefallen oder warum hält er sich so zurück? |
| Tamara: Och, ich denke, er hatte schon 'nen schweren
Stand. Schmidtbauer: Hatte? Tamara: Naja, so jeden Tag viele Frauen miteinander. Also, ich hab mir nach den "Girlfriends" jetzt gesagt, ich möchte mal "Das Boot" drehen - also nur Männer. Und ich glaube, ihm wird es genauso gegangen sein, denn jeden Tag ist ja irgend einer zu dick, zu groß, zu klein, zu unausgeschlafen, zu hässlich, die Haare sind zu kurz, zu lang... Walter: Ja, das stimmt (er lacht) - aber insgesamt: ich lebe noch, also es ist alles okay. Schmidtbauer: Tamara, Sie haben einen Sohn, der ist jetzt drei Jahre alt und Sie leben in Berlin, drehen in Hamburg, sind aber auch alleinerziehend, gell? Tamara: Ja... Schmidtbauer: Wie geht das? Sieht der sie oft? Tamara: Ja, mein Sohn ist immer mit mir mit. Ja, meine Mutter reist mit, ein großes Glück für mich... Schmidtbauer: Hat der auch ein bisschen das Talent eines Schauspielers mitgekriegt, spricht der z.B. viel oder? Tamara: Ja, er spricht sehr viel und er hat sehr früh sehr viel gesprochen, also er gibt mir dann so Ratschläge. Ich sag dann "komm, wir müssen jetzt gehen, ich muss mich beeilen!" und dann sagt er so:" Mama, wenn man ganz nach Norden geht, dann kommt man zum Nordpol." Und das ist natürlich für mich genau das Falsche, wenn ich in Hektik bin und ich sage "komm!" und "ich muss jetzt" ... Schmidtbauer: Moment, aber der artkuliert sich mit drei Jahren schon so ausgewählt? Tamara: Ja, er spricht sehr gut. Schmidtbauer: Aha - und wenn er mal in die Politik geht? Walter: Moment, er spricht gut! (Gelächter) Schmidtbauer: Oh ja, entschuldigung, er spricht ja gut! - Walter, ihr (Tamaras) Sohn ist drei Jahre alt und Sie haben drei Kinder. Da potenziert sich das Chaos, nehme ich an? Wie geht's zu bei Ihnen am Tisch? |
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| Walter: Sagen wir so, wir haben schon Versuche unternommen...
(lacht) Also sie essen ganz gut - und dann versucht man solche Sachen beizubringen
wie "Bitte" und "Danke" am Tisch, weil das einfach das Ganze erleichtert,
und wir haben das einmal auch alles erklärt. Und die Lea, unsere Jüngste, war damals 4, und sie hatte sich das alles angehört und schaute auf ihre Nudeln, die sie auf'm Teller hatte. Und dann guckte sie auf die Soße, zurück zu den Nudeln, dann schaute sie zu meiner Frau, hob den Teller hoch und sagte:"Ich danke dir, dass ich Tomatensoße möchte!" Damit haben wir's dann eingestellt, weil das hatte keinen Sinn... (Gelächter) |
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| Schmidtbauer: Wenn man das Foto von Ihnen gesehen
hat, sie waren acht Kinder zu dem Zeitpunkt, wobei Sie der Jüngste waren.
Walter: Ja, ich war der Jüngste. Schmidtbauer: Ist das so geblieben? Waren sie dann fertig, also Ihre Eltern meine ich? Walter: Ah, sagen wir mal so, wenn's nach meinem Vater gegangen wäre, hätte ich noch vier jüngere Geschwister gehabt, aber meine Mutter hat nach mir gesagt, jetzt ist Schluss, das reicht jetzt. Schmidtbauer: Ist das ein Vorteil, bei so vielen Kindern der Kleinste zu sein oder ist das ein Nachteil? Walter: Es hat einen Vorteil, weil man nie wirklich alleine ist als Kind, ne? Das ist schön, man hat immer Freunde und Geschwister um sich rum. Wir sind sehr viel umgezogen und dadurch war das eigentlich egal, weil wir waren immer die Mehrheit - das war ganz schön. (er lacht) Der Nachteil ist natürlich, dass man immer mitgeschleppt wird, z.B. im Winter: beim Schlitten fahren, wenn wir Ketten machten, war ich natürlich immer der Letzte und über den ersten Hubbel kam ich nie raus, da war ich schon weg.... |
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Und gewonnen haben "unsere" beiden dann am Ende sogar auch :-) |
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