"Jetzt wird er Farmer in Afrika"
(Echo der Frau, 08.07.98)
 
Los, Daddy, komm", fordert Lea ihren Vater auf. Doch Walter Sittler (45) nähert sich nur langsam seiner achtjährigen Tochter - und dem großen Pferd, das neben ihr steht. Aber da muss der Schauspieler jetzt durch. Auf einem Reiterhof bei Sindelfingen bereitet sich der TV-Liebling aus "girl friends" auf seine neue Rolle vor: Walter Sittler wird Farmer in Afrika! Schon nächsten Monat beginnen die Dreharbeiten für den ZDF-Zweiteiler "Die Wüstenrose" in Namibia. Heute hat er seine erste Reitstunde ...
"Gründliche Vorbereitung war für mich schon immer das A und O", sagt der gebürtige Amerikaner. "Und als ich das Drehbuch gelesen habe, war mir klar, dass ich jetzt eben Reiten lernen muss. Denn was ist schon ein Farmer ohne Pferd? Am Anfang hatte ich zwar ein wenig Angst. Aber der Lukas ist wirklich ein ganz liebes Tier ..." Am meisten freuten sich Walters drei Kinder über die neue Rolle. Zum einen natürlich, weil Jennifer (12), Benedikt (10) und Lea (8) mit nach Afrika dürfen. Aber viel wichtiger: Die drei dürfen ihren Papa zu den Reitstunden begleiten. Und da haben sie höllischen Spaß.
Während die Reitlehrerin den Sitz des Sattels noch einmal kontrolliert, wappnet sich Walter Sittler mit Reitkappe und Gerte. Dann wird's ernst. "Antraben, dabei Rücken gerade, Beine ran und die Hände ruhig halten", ertönen die strengen Kommandos der Lehrerin, und Walter Sittler ist bemüht, alles richtig zu machen. "Gar nicht schlecht, Papa", ruft ihm seine Tochter zu. Nach 45 Minuten steigt der Schüler verschwitzt vom "hohen Roß" herunter. "Puh", stöhnt er, "ich hab' gar nicht gewußt, dass Reiten so anstrengend ist. Aber wenn ich etwas anpacke, dann mach ich es auch gründlich. Außerdem macht es ja auch ein bißchen Spaß. Ich könnte mir gut vorstellen, dass Reiten jetzt mein neues Hobby wird." Bei solchen Worten werde die Ohren von Tochter Lea immer größer: "Wow", freut sie sich. "Dann haben wir ja schon bald ein eigenes Pferd." Aber Walter Sittler wiegelt diplomatisch ab. "Na da müssen wir erst noch mal drüber reden ..."

© 1998 Echo der Frau