| "Mein Gott, Walter..." (InStyle, April 2003) |
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| Der TV-Star ist 50, sieht aus wie 38 und tickt manchmal
wie ein 16-Jähriger Doch, er ist einer dieser Männer. Irgendwie schon. Seine Brust ist nicht so behaart wie die von Sean Connery, er lächelt nicht ganz so sexy wie Richard Gere, führt auch kein so wildes Leben wie Mick Jagger. Und trotzdem ist Walter Sittler, 50, einer von ihnen: nicht mehr ganz jung, aber für junge Frauen noch lange nicht zu alt. Wie bitte? Der Hoteldirektor aus "Girl Friends" als Sexsymbol? Der Chefarzt aus "Nikola" (freitags, 21.15 Uhr, RTL) als Womanizer? Zumindest nicht auf die offensive Art. Wie Tequila mit Salz und Zitrone ist der Schauspieler Walter Sittler wirklich nicht Eher wie ein sahniger Cocktail: nicht minder gehaltvoll, nur sanfter. Ein Genuss von dem man länger etwas hat. Walters feingliedrige Hände streichen durch sein dunkel gefärbtes Haar. Das tiefe Braun, dazu die gletscherblauen Augen: ein Kontrast, der nicht nur seine Blicke funkeln lässt. Vielleicht haften meine schon etwas zu lange auf ihm. Jedenfalls wird er verlegen: "Halten Sie mich nicht für eitel. Ich stehe zu meinen grauen Haaren. SAT.1 wollte sie dunkel. Für meinen neuen Film "Für immer verloren". Ein Thriller, in dem ich einen betrogenen Ehemann spiele. |
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| Walter Sittler betrügen? Er überrascht seine Frau
regelmäßig mit Schmuck. "Nicht aus der Serie XY von Designer
Z, sondern ganz individuelle Stücke." Er kocht für sie. "Mal
Pasta mit Tomatensauce, mal Lothringer Auflauf oder Pancakes zum Frühstück."
Er nimmt sie mit zu Dreharbeiten. "Das letzte Mal waren wir für
vier Monate in Südafrika." Außerdem kauft er für sie
ein: "Zum Beispiel Dessous. Da kenne ich ihren Steil und ihre Größe.
Und neulich habe ich ihr Eau Parfumée au thé vert' von
Bulgari mitgebracht. Wenn ich den Duft irgendwo auf der Straße rieche,
möchte ich sofort nach Hause." So, und jetzt noch mal: Walter
Sittler betrügen? Seine Frau Sigrid, 48, ist Choreografin und Tanzpädagogin. Früher war sie Lehrerin in Salem, lange, nachdem der Professorensohn Walter dort zur Schule ging. "Bei einer Feier des Internats haben wir uns kennen gelernt. Wir haben uns angesehen. Es hat gefunkt." Ja, diese eisblauen Augen und die dunklen Haare. DA ist es wieder, das magische Glitzern, als sich Walter an das erste Treffen mit Sigrid erinnert. Jetzt sind sie seit 18 Jahren verheiratet. Seine Bilanz: "Es wird immer besser und näher." |
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Walter liebt die Nähe. Er wohnt in einem Reihenhaus
mit Garten in Stuttgart-Vaihingen, um die Ecke von seiner Mutter. Findet
es schön, wenn einen die Nachbarn kennen. Und er genießt die
Zeit bei seiner Familie, bei Sigrid und seinen Kindern Jennifer, 17, Benedikt,
16, und Lea, 13, - alle drei in der Pubertät. Das berühmte Vater-Sohn-Gespräch hat er zwar noch nicht geführt, aber so seine Gedanken mach sich Walter schon: "Wie das mit den Frauen geht, wie die so aussehen und was man so machen muss - die Erfahrung kann ich Benedikt nicht abnehmen. Abe wenn er zur mir käme, würde ich ihm sagen, ganz so kompliziert ist das alles nicht. Wenn eine Frau zum Beispiel Nein' sagt, ist das gar nicht schlimm. Wahrscheinlich ist es in dem Moment sogar genau das Richtige. Fünf Minuten später sagt sie nämlich vielleich dann doch Ja!' " Walter lacht. Richtig laut. Walter ein Macho? Dafür ist sein Lachen viel zu süß. Dafür ist er zu sensibel. Heult auch mal. "Neulich im Kino ist mir das passiert. Bei dem Eskimofilm Atanarjuat', als eine Frau nach ihrem Mann rief. Es kam keine Antwort. Nur Stille. Man wusste genau, was los war." |
| Walter hat gute Antennen. Auch als Vater. Er kennt sich in der Welt seiner Kinder aus: "Ich weiß, dass mein Sohn sehr auf Reggae steht. Lea mag gern Anastacia und Destiny's Child. Auch klamottenmäßig weiß ich, was sie mögen." Und er akzeptiert ihren Geschmack. Auch manches, was andere Eltern geschmacklos finden würden. "Lea hat zwei Ratten als Haustiere. Sie heißen Lola und Katze. Sie trägt sich immer mit sich rum. Manchmal sitzen sie auf ihrer Schulter. Eigentlich sind sie ja doch ganz süß." | |
| Und auf was steht Daddy Cool selbst? Klamotten:
"Die müssen bequem sein. Jeans, Pullover - auch mal ohne Hemd
- aber auf keinen Fall Jogging- oder Freizeitanzüge. Bücher: "Zurzeit
lese ich Der Idiot' von Dostojewski." Luxusartikel: "Ich
hab mir ein tolles Soundsytem von AVM gegönnt und hätte gerne
eine Uhr von A. Lange & Söhne. Die sind schon unglaublich schön,
aber für das Geld kann man sich so vieles andere leisten." Und Frauen: "Ich mag es, wenn an ihnen ein bisschen was dran ist. Außerdem finde ich Intelligenz und eine positive Lebenseinstellung sexy." Ob er sich selbst sexy findet? "Ich denke mal, Frauen mögen Männer, die gepflegt, klung und verständnisvoll sind. Und ganz wichtig sind sicher auch gute Augen", sagt er und hat's geschafft. Wieder können sich meine Blicke nicht von seinen lösen. © 2003 InStyle; Tina Nollau |
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