RTL Telefoninterview zu "Die unlösbaren Fälle des Herrn Sand"
(RTL, 03/05)
 
Am 07.04. dürfen wir uns auf "Die unlösbaren Fälle des Herrn Sand" freuen - machen Sie uns mal ein wenig neugierig?
Das ist ein ganz ungewöhnlicher Kriminalfall, weil hier ein Polizeipsychologe dabei ist, der durch äußerst tragische Umstände in seiner Familie, Fähigkeiten entwickelt hat, Menschen zu durchschauen und Beweisstücke oder Sachen, die mit dem Fall - in diesem Fall den Morden - zu tun haben, auf eine Weise in Zusammenhang zu bringen, an der die Polizei scheitert. Und dadurch kann er am Ende den Fall lösen.

Ist diese Art von Crime-Comedy eine neue Art der Comedy?
Ich glaube Crime-Comedy wäre in diesem Fall falsch, weil es um einen Mörder geht, bzw. darum, wer den Mörder dazu bringt, das zu tun, was er tut. Und das ist keine Comedy. Es ist kein Kriminalfilm im herkömmlichen Sinne, weil ja nicht die Polizei im Mittelpunkt steht, sondern dieser Polizeipsychologe, der mit seinen wunderbaren Mitteln der Polizei hilft, das Ganze aufzuklären.

Herr Sand mag keinen Schmutz, er hat einen extremen Sinn für Ordnung - wer ist dieser Herr Sand eigentlich?
Ja, der Herr Sand hat eben durch diese tragischen Ereignisse in seiner Vergangenheit Angst bekommen, dass er wieder etwas kaputt macht. Und um dieser Angst zu überwinden, macht er alles ganz ordentlich um sich herum. Also in seiner Wohnung, und mit sich selber. Wenn er aber dann in einen Fall hineingezogen wird - was die Kommissarin, die ihn von früher kennt, dann tut - dann vergisst er das alles und geht so weit in den Fall hinein, dass es schon fast wieder gefährlich für ihn wird. Rücksichtslos geht er in den Fall rein, um das zu lösen, was da ist. Zwischendurch kommen dann seine Ängste vor Schmutz und so weiter, aber das hindert ihn nicht dran, selbst in den Abwässern der Stadt herrumzustaksen, um das aufzulösen.

Sind Sie im Privatleben ähnlich?
(Walter lacht) Nein. Also, ich meine jeder von uns hat extreme Seiten in sich, ob er die jetzt auslebt oder nicht ist eine andere Sache. Aber ich bin im normalen Leben in meinem Privatleben ich bin ein ganz normaler Mensch. Ich arbeite gerne, ich fahr gerne nach Hause, ich geh gerne ins Kino. Also ich habe diese [Anm.d.W.: solche extremen??] Sachen natürlich alle. Aber wenn man, sagen wir mal in einem normalen Zustand ist, dann hat man die einfach im Griff..

Was hat Sie an dieser Rolle gereizt? Ist es dieses Extreme?
Es ist dieser Zustand, in den ein Mensch kommen kann, wenn ihm das passiert, was eben diesem Sand zugestossen ist. Und dass er dann die Welt mit anderen Augen sieht. Er sieht alles mit andern Augen und sieht die Zusammenhänge viel klarer, wo andere überhaupt keine Zusammenhänge sehen. Und das ist irrsinnig spannend. Denn aus der der Erfahrung, wenn man viel spielt und auch Theater gespielt hat, dann weiß man auch, dass die Dinge nicht immer das sind, was sie scheinen. Und er ist einer, der das alles ganz anders als die anderen.

Was spielt Leonie (Elke Wilkens) für eine Rolle in dem Leben des Herrn Sand?
Die Leonie ist die Schwester von Sands Ex-Frau, also seine Ex-Schwägerin. Die ist lebenslustig, gerade und nicht von irgendwelchen Schatten belastet. Sie ist ein Sonnenschein eigentlich. Aber nicht naiv. Und sie bringt ihn einfach im Leben vorwärts. Denn er versucht sein Leben wieder irgendwie normal hinzukriegen und sie hilft ihm dabei. Einfach bedingungslos, weil sie es nicht beurteilt, wie er ist, sondern ihn einfach mag und ihm hilft.

In dem Movie spielt außerdem ein Teddybär eine entscheidende Rolle, richtig?
In diesem Fall spielt ein Teddybär, ja mehrere Teddybären mit. Also der Teddybär als Archetyp spielt eine sehr große Rolle.

Welche Rolle ist das?
Da darf man natürlich nicht zu viel verraten. Also es ist so, dass der Mörder sehr viel mit Teddybären zu tun hat und die eine wichtige Rolle in seinem Leben und auch im Leben von jemand anderem spielen. Das verrate ich aber jetzt nicht.

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