| "Ich weiß, ich bin ein Frauentyp" (Super TV, 29.12.99) |
|
| Jede Woche nimmt ein Prominenter Platz auf dem roten Sofa
von Super TV. Diesmal sprach Allmuth Schaarschmidt mit dem Star der Serien
"girl friends" und "Nikola": Walter Sittler. Vor vier Jahren stiegen Sie mit der ZDF - Serie "girl friends" wie Phönix aus der Asche, sind seitdem der neue Frauenschwarm. Schmeichelt das? Es ist nicht das Schlechteste, ein Frauenschwarm zu sein. Wenn Frauen den Typ Mann mögen, den ich in meinen Rollen darstelle, dann ist in Ordnung. Ich finde Frauen ja auch toll. |
|
| Seit 14 Jahren sind Sie mit Ihrer großen Liebe
Sigrid verheiratet, Sieht sie das auch so gelassen? Etwas schmunzelt sie schon darüber. Schwierig würde es nur werden, wenn es Grund zur Eifersucht gäbe. Aber den gibt es nicht. Sind Sie einem Flirt etwa abgeneigt? Ich gucke schon, wer schön ist und mir gefällt. Meine Frau dreht sich ja auch nach attraktiven Männern um. Das ist normal. Aber was mit meinen Filmpartnerinnen anzufangen - das wäre ein Desaster. Ich könnte dann nicht mehr spielen. Man muss sich mögen, Respekt voreinander haben. Aber das nicht mit einer Liebe durcheinanderbringen. Das funktioniert nicht. |
|
| Apropos Set. Bei langen Drehs haben Sie oft die ganze
Familie dabei... Meine Frau und meine drei Kinder sind das Fundament, auf dem es mir gut geht, sie sind das Zentrum meines Lebens. Ich möchte mitbekommen, wie meine Kinder heranwachsen, Zeit mit ihnen verbringen, für sie da sein. Für den ZDF - Zweiteiler "Die Wüstenrose" standen Sie mit Ihrer Tochter Jennifer in Namibia vor der Kamera. Wie kam's dazu? Ich las das Drehbuch und da war die Rolle meiner 12-jährigen Filmtochter zu vergeben. Mein erster Gedanke war: So wie das Mädchen beschrieben ist - das ist Jenny. Wir haben auf dem Balkon zwei Szenen gespielt, die Kassette dem Regisseur geschickt - er hat sie genommen. |
|
|
Hatten Sie als Vater keine Bedenken, die Kleine
dem Drehstress auszusetzen? Ich war ja immer dabei. Außerdem ist Drehstress subjektiv. Für mich ist Drehen meine Arbeit, kein Stress. Die Kinder sehen das auch so. Deshalb war es für Jenny auch ganz einfach. Sie wusste, in meinem Beruf muss man viel rumsitzen und warten. Will sie jetzt Schauspielerin werden? Nein. Wir haben die Kinder, nachdem sie einige Zeit die Arbeiten verfolgt hatten, gefragt, was sie in der Filmbranche gerne machen würden. Lea, meine Jüngste, findet Maskenbildnerin gut, Benedikt Regieassistent und Jennifer Regisseurin. Was hat Sie an der Rolle des Richard gereizt? Ich mochte sie einfach: Sie ist aufrichtig, etwas altmodisch, schroff und auch ein bisschen stur. Diese Mischung hat mir gefallen. Es ist prinzipiell so: Wenn ich ein Drehbuch bekomme, sagt meine Nase entweder sofort ja oder nein. Meistens liege ich richtig. |
| Richard ist wieder ein Liebhaber. Haben Sie keine Angst,
in dieser Schublade zu landen? Viele Männer spielen einsame Wölfe. Und das sehr gut. Aber das ist nicht mein Ding. Wenn man so wie ich im melodramatischen Bereich spielt, dann gehe ich sozusagen auf eine Sehnsucht ein. Auf die Sehnsucht der Menschen, dass sie jemanden haben, der bei ihnen stehenbleibt und nicht abhaut. Von welcher Rolle träumen Sie? Ich würde sehr gerne mit Clint Eastwood in einem Western spielen. Oder: Wenn es noch einmal so etwas gäbe wie "Vom Winde verweht" - ein wunderbares, gigantisches Melodram. Da wäre ich sofort dabei. © 1999 SuperTV, Allmuth Schaarschmidt |
|