Ganz gelassen
(03/07, Volkswagen "autogramm")
 
Schauspieler Walter Sittler schätzt den Phaeton

Er ist einer der beliebtesten deutschen Fernseh-Schauspieler. Mit Serien wie „Girl friends“, „Nikola“ oder aktuell im Spielfilm „Reife Leistung“ (am 31. Januar um 20:15 im Ersten) überzeugt Walter Sittler aber nicht nur auf dem Fernsehschirm. Gerade hat er eine ganz besondere Theater-Tournee beendet: Unter dem Titel „Als ich ein kleiner Junge war“ schlüpfte Sittler in die Rolle des Schriftstellers Erich Kästner, der sich mit den Augen eines Erwachsenen und dem Herzen eines Kindes an seine Kindheit in Dresden erinnert.

Die Premiere in der Gläsernen Manufaktur in Dresden war für Phaeton-Fahrer Sittler ein besonderes Erlebnis: „Es passte dort sehr gut, weil Kästner aus einer Handwerksfamilie kommt und Volkswagen mit der Gläsernen Manufaktur das Handwerk pflegt.“ Die Resonanz hat auch den erfahrenen Mimen überrascht: „Das Publikum hat die Vorstellungen glücklich bewegt verlassen“, freut sich Sittler über den Erfolg der Tournee, die im kommenden Herbst fortgesetzt wird.
Dabei kam Sittler seinerzeit eher zufällig zum Schauspiel: Er begleitete einen Freund zur Weihnachtsfeier von dessen Schauspielschule. Seine Begeisterung führte sofort zur Bewerbung, und der Grundstein für die Karriere – erst auf der Bühne, später vor der Kamera – war gelegt.
Nur Spielen allein ist dem in den USA geborenen Stuttgarter nicht genug: Neben regelmäßigen Lesungen fungiert er auch als dramaturgischer Berater an der Seite von Ehefrau Sigrid, die als Tanzpädagogin und Choreographin erfolgreich war. Inzwischen arbeitet seine Frau hauptsächlich als Autorin und Regisseurin. Sie hat gerade ihren ersten Dokumentarfilm abgeschlossen, den sie gemeinsam produziert haben, die Arbeit am zweiten Film läuft auf Hochtouren.
Sittler stammt aus einer Großfamilie, wuchs als jüngstes von acht Kindern zuerst in Amerika, ab 1959 in Deutschland auf. „Da nimmt man sich selbst nicht so wichtig, ist Teil einer Gruppe und lernt die Interessen der anderen zu berücksichtigen“, sagt er. Im Mittelpunkt zu stehen, ist deshalb seine Sache nicht.

„Der Sambabus war sagenhaft“

Unterwegs war die Familie seinerzeit im rot-weiß lackierten Sambabus: „Der mit den Fenstern oben, den richtigen Türen und geteilten Scheiben – ein sagenhaftes Auto. Den hat mein Vater dann leider gegen den Bus mit Schiebetür getauscht. Der war beige und ganz hässlich“, erinnert er sich.


Seit 1974 hat Sittler selbst den Führerschein, der erste fahrbare Untersatz war eine 750er BMW, später fuhr er einen Polo. Zurzeit ist der Mime mit einem Phaeton V 6 TDI unterwegs – gern auch auf langen Strecken. „Der fährt wie auf Schienen, zuverlässig und ruhig. Vor allem gefällt mir, dass das Auto geradezu zum defensiven Fahren verleitet“, sagt er. Das passt zu dem 1,94-Meter-Mann, der sich sehr gelassen auf den Straßen bewegt: „Ich halte gern Abstand, und wenn sich einer reindrängeln möchte, dann soll er das tun.“ Walter Sittler mag sich einfach nicht über solche unwichtigen Dinge ärgern.
Und dazu passt auch, dass er auf langen Strecken dem Deutschlandfunk lauscht oder klassische Musik hört. „Und dann steige ich auch nach sechs Stunden Autofahrt aus dem Phaeton aus und fühle mich ausgeruht.“


Wann es Walter Sittler vielleicht wieder an der Seite von Mariele Millowitsch zu sehen gibt, steht in den Sternen. „Gäbe es ein gutes Projekt, dann sofort“, sagt Sittler, aber die Messlatte für Autoren hänge schon sehr hoch. Die richtigen Rollen auszuwählen, das ist ihm wichtig. Traumrolle? Mit dem Träumen hat er es nicht so. „Aber bei den klassischen Sachen im Theater, da gibt es schon noch einiges.“ Das Publikum darf sich in jedem Fall weiter auf ihn freuen, egal ob auf der Bühne oder dem Bildschirm.
Und wenn er dann doch einmal Zeit hat, dann kocht Walter Sittler für die Familie, die mit den Töchtern Jennifer und Lea-Marie und Sohn Benedikt auch nicht gerade klein ist. Besonders gut kann er übrigens Tomatensoße.

© Volkswagen "autogramm"; mh