In dieser Expo dreht sich alles um das Wasser - was bedeutet
Wasser für Sie persönlich?
Ich mag Wasser und finde es sehr entspannend. Wenn an manchen Tagen
alles so grau ist und ich gehe in die Badewanne, bekomme ich gleich wieder
gute Laune. Ich schwimme lieber in Süßwasser und fahre gerne
auf Salzwasser. Ich habe keine Angst vor Wasser - so mittendrin fühlt
man sich klein und nicht mehr so wichtig. Das gefällt mir.
Was können wir denn tun, um unsere Umwelt besser zu schützen?
Die Veränderung in den Verhaltensweisen zum Schutz der Umwelt kann
nur von den Menschen selber kommen. Es ist eine Einstellungssache. Wir
in unserer kleinen Gemeinde, in unserem Stadtteil, in der Familie, wir
sind verantwortlich für das, was wir tun und verbrauchen. Und was
wir heute zuviel verbrauchen, haben unsere Nachkommen hinterher nicht
mehr. Es fängt mit den kleinen Taten an. Gruppen von Menschen,
die sich zusammentun und sagen, wir machen uns unabhängig von großen
Konzernen. Das ist billiger, und wir schonen die Umwelt. Man muss den
Schutz der Welt und der Menschen abkoppeln vom Profit, und wenn wir
das nicht tun, schaffen wir es nicht. Viele Gemeinden tun das schon,
und wenn diese Unabhängigkeit von kleinen Dörfern um sich
greift, dann haben wir gewonnen. Die Politik kann dann eigentlich nur
die Organisation sein, die diese Unabhängigkeit unterstützt.
Ist also jeder einzelne verantwortlich?
Verantwortung für die Welt heißt Verantwortung für mich
und das Leben auf unserem Planeten. Wenn wir das nicht ins Zentrum der
Überlegungen stellen, wird alles sinnlos. Wir müssen unsere
Denkweise ändern. Wir sind Teil der Welt und nicht die Welt Teil
von uns. Wir sollten mehr Lust haben, die Dinge gut zu machen und das
nicht als Last empfinden. Ich wünsche mir mehr Verantwortungslust
auf dieser Welt. Und das kann jeder Einzelnen für sich entscheiden.
Was nehmen Sie mit von der Expo?
Wir sollten alle sorgsamer mit Wasser umgehen. Nicht nur die Spanier
haben ein Problem mit dem Wassermangel. Wir müssen alle aufpassen,
dass unseren Nachkommen nicht das Wasser ausgeht, indem wir es genauso
schonend behandeln wie uns selbst. Ich habe hier viele interessante
Anstöße gesehen, wie wir das Problem lösen können.
© 2008, ZDF, heute.de; S. Biedenkopf
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