| "Peter und der Wolf - Sinphonisches Märchen" (Gschwend, 14.12.03) |
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| aus der Programm-Ankündigung | |
| Nach dem riesigen Erfolg der vergangenen Saison - die Veranstaltung
war innerhalb weniger Stunden ausverkauft! - kommen sie wieder: Walter Sittler
und die Musiker vom Radio Symphonie Orchester Stuttgart. Zum Auftakt des
winterlichen Abends haben sie eine Advents-Geschichte mitgebracht, doch
dann erzählen sie noch einmal die Geschichte von Peter und dem Wolf.
Der Wolf ist groß und grau und wenn ihr die Augen schließt, werdet ihr vielleicht sogar seine etwas unheimliche Melodie hören, die wie ein düsteres Fauchen klingt. Sie begleiten den Wolf durch die ganze Geschichte. Aber auch alle anderen Tiere in dieser Geschichte haben ihre ganz unverwechselbare Melodie. Wie kann das auch anders sein? Ein Hahn kräht eben und ein Huhn gackert. Niemals umgekehrt. Da käme man ja schön durcheinander. In der Geschichte von Peter und der Wolf zwitschert der Vogel dann auch
immer dasselbe Gezwitscher. Und das klingt wie Flöten. Kein Wunder:
es sind tatsächlich Flöten, die da blasen. Die Flöten machen
die Vögel nach und das Horn den Wolf. Und die Ente watschelt auf
den Noten einer Oboe herum. Als Katze hat sich die Klarinette verkleidet.
Nun haben wir schon fast ein kleines Orchester beisammen. Erfunden hat
die ganze Geschichte ein großer Komponist: Walter Sittler, der große Fernsehstar, wird es euch mit einem Bläserensemble des Stuttgarter Radio Sinfonie Orchesters erzählen. |
| Pressestimmen | |
| Phantasie läuft auf Hochtouren |
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| Eine Sinfonie muss nicht zwangsläufig ein Buch mit sieben
Siegeln sein. Sergej Prokofjew hat eine Sinfonie geschrieben, die nicht
nur eine Geschichte erzählt sondern auch sich selbst offenbart. Und
am Sonntag in Gschwend waren Kinder wie Erwachsene glühend begeistert
von diesem musikalischen Märchen mit Namen "Peter und der Wolf".
"Willkommen Walter Sittler und ihr Musiker", tönte es mit hohen Stimmen aus den vollbesetzten ersten Reihen der Gemeindehalle. Das Bilderhaus wäre für diesen Ansturm neugieriger Märchenfreunde wirklich nicht groß genug gewesen. Walter Sittler ist aber auch ein beliebter Fernsehstar, den schauen sich sogar die Eltern gerne an. Vor allem, wenn er mal ohne "Nikola", denn diese Sitcom machte ihn berühmt, und live auf der Bühne steht. Und die Gelegenheit, dem Stuttgarter Radio Symphonieorchester mal über die Schulter zu schauen, die bietet sich auch nicht alle Tage. So zeigte denn Jörg Angerer, dass so eine Klarinette Stück um Stück kürzer werden und dabei immer jämmerlicher tönen kann, je mehr die zerstreute Brillenschlange von sich selbst verschlingt. |
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| Das nahm ein etwas tragisches Ende, dieses erste Märchen
von Michael Ende. Doch dann kamen Walter Sittler und die Musiker zu Sergej
Prokofjew. Dieser Name musste erst gründlich geübt werden. Schließlich
erweist sich der Name des russischen Komponisten als weitaus schwieriger
verständlich, als seine Komposition "Peter und der Wolf".
Die schrieb er schon vor undenklichen Zeiten innerhalb vonnur einer Woche;
und im selben Jahr, 1936, wurde das sinfonische Märchen in der Moskauer
Philharmonie uraufgeführt. Seit diesem Zeitpunkt kennt praktisch jedes Kind die einleitenden Worte: "Früh am Morgen öffnete Peter die Gartentür und trat hinaus auf die große grüne Wiese". Und jedes Kind kennt das unbedarfte trillern des kleinen Vogels, das Tatjana Ruhland mit ihrer Flöte nachzwitscherte. Und das freche Schleichen der Katze auf der Klarinettentatze, das dicke Watscheln der Ente, das aus der Oboe von Michael Rosenberg tönte, der Opa, der behäbig immer dann auftauchte, wenn Libor Sima in sein Fagott blies - und wenn das Horn gemeinsam mit Raimond Warnier röhrte und mit der Klarinette und dem Fagott, dann hatten alle den grauen, struppigen, hungrigen Wolf vor Augen. Der war so gefährlich, dass er gleich drei Instrumente brauchte. Und Peter, nun, für seine Abenteuerlust mussten alle fünf Instrumente herhalten. Und ganz schnell lief die Phantasie auf Hochtouren; mit der unverwechselbaren Melodie geisterte das jeweilige Tier auf den Noten getragen durch den Raum und der Erzähler war auf einmal gar nicht mehr so wichtig. Das hat Sergej Prokofjew ziemlich gut gemacht. Und Walter Sittler und die Musiker auch. © 2003 Schwäbische Post; Vivien Moskaliuk zurück zu Musikwinter |
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